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Wasserfall

nhd. bis spez. · 10 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

Meyers
Anchors
10 in 10 Wb.
Sprachstufen
5 von 16
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20
Verweise raus
16

Eintrag · Meyers Konv.-Lex. (1905–09)

Wasserfall

Bd. 20, Sp. 408
Wasserfall, der Fall fließenden Wassers über eine Felswand (vgl. Tafel »Höhlen II«, Fig. 2). Verwittert das Gestein am Fuße des Falles leichter als oben, so wird die Felswand überhängend, die überhängenden Teile stürzen schließlich hinab, und die Unterwaschung beginnt am Fuße der Felsen von neuem. So bewegt sich der W. langsam talaufwärts. Ist dagegen das obere Gestein weniger hart, so schleift es sich allmählich ab und der W. verwandelt sich in eine Stromschnelle (s. d.) und bildet so gleichsam einen in die Länge gezogenen W. Der Fall geschieht häufig in mehreren aufeinanderfolgenden Abstürzen (Kaskaden, vgl. Tafel »Quellen I«, Fig. 1). Niedrigere, aber sich mehrfach nacheinander wiederholende Wasserfälle oder Stromschnellen nennt man bei größern Flüssen auch wohl Katarakte. Von der Größe der Wassermasse und der Großartigkeit der Umgebung hängt die Schönheit des Wasserfalles ab. Berühmte Fälle finden sich in den Alpen, wie Gießbachfall (300 m), Staubbachfall (287 m), Tosafall (143 m), Reichenbachfälle (oberster 90 m), Pissevache (84 m), Handeckfall (75 m), Krimmler Fall (eigentlich 5 große Fälle hintereinander, 350 m), Schwarzbachfälle bet Golling (zusammen 127 m), Gasteiner Fälle (63 und 85 m), ferner im N. der Alpen der Rheinfall (21 m); in Norwegen Rjukanfoß (245 m), Feigumfoß (200 m), Vöringssoß (145 m), Sarpfoß (20 m); in Schweden Trollhättafälle (33 m) und Elfkarlebyfall (15 m); in Italien Fall des Teverone (96 m), des Velino (27 m); in Nordamerika die Niagarafälle (50 und 48 m), der Montmorencyfall (Kanada, 82 m), die Großen Fälle des Missouri (26 m), der Yosemitefall (Kalifornien), der höchste bekannte W. (680 m); in Südamerika die Sieben Wasserfälle des Parana (17 m), die Wasserfälle des Sipotuba (132 m) und des San Francisco (80 m); in Afrika die Viktoriafälle des Sambesi. Künstliche Wasserfälle gibt es zu Marly bei Versailles und St.-Cloud, bei dem Lustschloß Loo in Geldern, auf Wilhelmshöhe bei Kassel u. a. O. Mehrfach hat man angefangen, Wasserfälle technisch zu verwerten, durch das fallende Wasser Turbinen und durch diese Dynamomaschinen zu betreiben, um elektrischen Strom zu erhalten, der zu verschiedenen Zwecken benutzt werden kann. Besonders werden der Niagarafall (s. Niagara) und der Rheinfall in dieser Weise benutzt. Vgl. Gibson, Great waterfalls, cataracts and geysirs (Lond. 1887); Sturm, Die Entstehung der Wasserfälle (Bresl. 1901).
2404 Zeichen · 29 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Wasserfall

    Adelung (1793–1801) · +2 Parallelbelege

    Der Wasserfall , des -es, plur. die -fälle. 1. Ohne Plural, der Zustand, da das Wasser aus der Höhe in die Tiefe fällt. …

  2. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    Wasserfall

    Goethe-Wörterbuch

    Wasserfall [bisher nicht publizierter Wortartikel]

  3. 19./20. Jh.
    Konversationslex.
    Wasserfall

    Meyers Konv.-Lex. (1905–09)

    Wasserfall , der Fall fließenden Wassers über eine Felswand (vgl. Tafel »Höhlen II« , Fig. 2). Verwittert das Gestein am…

  4. modern
    Dialekt
    Wasserfall

    Elsässisches Wb. · +3 Parallelbelege

    Wasserfall m. 1. Wasserfall, wie im Nhd. allg. 2. die nach aussen hin abgeschrägte obere Fläche des Grundquaders eines s…

  5. Spezial
    Wasserfall

    Deutsch-Ladinisch (Mischí)

    Was|ser|fall m. (-[e]s, ...fälle) cascada (-des) f. , pisciadú (-dus) m. , saltadú dal’ega m. , plunf d’ega m.

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit wasserfall

5 Bildungen · 4 Erstglied · 0 Zweitglied · 1 Ableitungen

Zerlegung von wasserfall 2 Komponenten

wasser+fall

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wasserfall‑ als Erstglied (4 von 4)

Ableitungen von wasserfall (1 von 1)

wasserfalle

DWB

wasserfalle , f. 1) besonders in der Schweiz, bewegliche vorrichtung, brett oder baumstumpf, zum stauen und ablassen von wasser: commata, wa…