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Wahlverwandtschaft

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Campe
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Eintrag · Campe (1807–1813)

Wahlverwandtschaft Die

Bd. 5, Sp. 542a
Die Wahlverwandtschaft, Mz. — en, eine Verwandtschaft, die aus Wahl entstanden ist. I der Scheidekunst nennt man eine Wahlverwandtschaft diejenige Verwandtschaft der Körper, da z. B. ein dritter Stoff C sich mit dem einen A von den zwei verbundenen A und B vereiniget, und den andern B sich abzuscheiden nöthiget, wo er also A von beiden gleichsam wählet, vorziehet, weil er damit verwandt ist. Diese Wahlverwandtschaft, welche auch zerlegende Verwandtschaft mit einer einfachen Zusammensetzung heißt (Affinitas analytica cum synthesi simplici) wird auch eine einfache Wahlverwandtschaft genannt (Affinitas electiva simplex); zum Unterschiede von der doppelten Wahlverwandtschaft. Wenn nämlich zwei Körper A und B, deren jeder aus zwei ungleichartigen Stoffen, A aus a und b, B aus c und d zusammengesetzt ist, mit einander in Verbindung kommen, und der Stoff a zu c eine nähere Verwandtschaft hat, als zu b, und die Verwandtschaft von c zu a auch stärker ist, als die von c zu d, so vereinigen sich a und c zu einem neuen Körper C, wenn nun auch b und d nicht ohne Verwandtschaft zu einander sind, so treten sie ebenfalls zu einem neuen Körper D zusammen, und es zeigt sich eine doppelte Wahlverwandtschaft, welche auch doppelte trennende Verwandtschaft (Attractio duplex, Affinitas analytica cum synthesi duplici) genannt wird. Göthe hat diese Begriffe auch uneigentlich auf Menschen und deren Geistes= und Gemüthsbeschaffenheit angewendet in seiner neuern Schrift: die Wahlverwandtschaften.
1506 Zeichen · 8 Sätze

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Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    WahlverwandtschaftDie

    Campe (1807–1813) · +2 Parallelbelege

    Die Wahlverwandtschaft , Mz. — en , eine Verwandtschaft, die aus Wahl entstanden ist. I der Scheidekunst nennt man eine …

  2. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    Wahlverwandtschaft

    Goethe-Wörterbuch

    Wahlverwandtschaft [bisher nicht publizierter Wortartikel]

  3. 19./20. Jh.
    Konversationslex.
    Wahlverwandtschaft

    Herder (Konv.-Lex., 1854–57) · +1 Parallelbeleg

    Wahlverwandtschaft , die chem. Verwandtschaft oder Affinität.

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Wortbildung

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Ableitung von wahlverwandtschaft

wahlverwandt + -schaft

wahlverwandtschaft leitet sich vom Lemma wahlverwandt ab mit Suffix -schaft.

wahlverwandtschaft‑ als Erstglied (2 von 2)