Eintrag · Mhd. Wb. (Benecke/Müller/Zarncke)
vrîge swv.
1. ohne bezeichnung des gegenstandes, von dem man frei gemacht wird. sîn andâht mag ein iegelich man nâch sînem willen leiten, frîen oder twengen Trist. 17052. gefrîet was daʒ hundelîn (von ansprüchen anderer) Wigal. 2314. gevrîgit stûnt der roub Jerosch. 95. b. gefrîet habt ir iuren muot, daʒ ir durch niemen niht tuot warn. 1223. — die sûche traf in alsô hart, daʒ in niht mochte vrîen alleʒ arzedîen Pass. K. 65,53. daʒ du si wollest vrîen das. 684,5. wir wurden drinne gefrîget myst. 290,28. — sô wil ich an ir vrîen mînes rehtes alsô vil krone 62. a Sch. dir was zem sese ein velt gefrîet Walth. 80,9. 2. das, wovon man frei gemacht wird, wird bezeichnet
a. durch den genit. diu vil êren frîet alter unde jugent MS. 2,204. a.
b. durch präpositionen. Tristan frîete daʒ lant von dem zinse H. Trist. 6441. ein obeʒ, des süeʒe in hât gevrîet von der helle rôste wol Barl. 353,15 Pf. vgl. Jerosch. 157. b. Pass. K. 261,45. 264,68. sich von gote vrîen von ihm abfallen das. 158, 32. — an dem frîtage wurd wir vor der helle gefrîet Walth. 36,31. einen vor dem tôde vrîen Kolocz. 283. dîn geburt (anrede an Maria) gevrîet was vor aller hande meine g. sm. 436. vgl. troj. 42. a. si was gefrîet und geschelt vor wandelbærem meine das. 145. c. frîgent si vor allem meile MS. 1,202. a. diu sich vor valsche vrîet das. 2,145. b. — ich bin gevrîet vor den hôhsten fröiden mîn das. 1, 58. b.