Hauptquelle · Grimm (DWB, 1854–1961)
vorlieb adv.
vorlieb , adv. , s. fürlieb th. 4, 1, 1, sp. 768; vorlieb nehmen, aequi bonique facere rem aliquam Reyher thes. (1686) o 3 a ; vor ist erst allmählich an die stelle des korrekteren fürlieb getreten, Adelung und Campe verweisen auf fürlieb, von dem sie behaupten, dasz es nur im gemeinen leben üblich sei, vorlieb erklärt Adelung für unrichtig; vorlieb zu nehmen Urfaust 928, später (3076) fürlieb z. n.; die redensart 'ich bitte vorlieb zu nehmen' möchte zu brauchen seyn allg. dt. bibl. 29, 506. in der sprache der gegenwart ist zwar vorlieb vorherrschend, fürlieb aber noch immer daneben gebräuchli…