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Vordergrund

nhd. bis spez. · 5 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

Pfeifer_etym
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Eintrag · Etym. Wb. des Deutschen (Pfeifer)

Vordergrund

Vordergrund

vorder Adj. (heute nur mit Flexionsendung der vordere, ein vorderer) ‘vorn, am Anfang befindlich’ (meist im Kontrast zu etw. weiter hinten Befindlichem, daher mit komparativischem Sinn, s. 1hinter Adj.), bis ins ältere Nhd. auch auf die Zeit übertragen ‘früher, vorherig’, ahd. ford(a)ro (9. Jh., daneben, besonders obd., mit zusätzlicher Komparativendung ahd. ford(a)rōro, 9. Jh., vgl. die Superlativform ahd. ford(a)rōsto, 8. Jh.), mhd. vorder ‘räumlich oder zeitlich vorausgehend, vornehmer, bedeutender, ansehnlich’, asächs. (substantiviert) forð(e)ro ‘Vorfahr’, mnd. vȫrder, vōrder ‘vorn, auf der rechten Seite befindlich, früher, vorhergehend’ sind wahrscheinlich unmittelbar an die bei vor (s. d.) dargestellte (älter auch adverbiell gebrauchte) Präposition anzuschließen; in ihrem zweiten Wortteil ist dann das im Germ. nicht mehr produktive Komparationssuffix ie. -tero- zu sehen. Dagegen gehen die Adjektivbildungen asächs. furðiro ‘größer, vornehmer, rechts befindlich’, mnd. vȫrder, vürder ‘ferner, entfernter, weiter, künftig’ und aengl. furþra ‘weiter, entfernter, größer, höher’ wohl eher auf die Steigerungsform des unter fort (s. d.) behandelten Adverbs zurück. In ältester Zeit ist die Substantivierung ahd. thie ford(a)ron (8. Jh.), mhd. frühnhd. die vorder(e)n, asächs. thea forð(e)ron (s. oben), mnd. de vȫrderen mit der Bedeutung ‘die Eltern, Ahnen, Vorfahren’ gebräuchlich; dazu ahd. thie altford(o)ron, mhd. frühnhd. die altvordern, seit dem 18. Jh. wieder aufgenommen (empfohlen von Campe 1807). – Vordergrund m. ‘was sich in der Nähe des Betrachters, vorn in dessen Blickfeld befindet’ (häufig mit Bezug auf Bühne, Gemälde und Zeichnungen, 18. Jh.); übertragen in Wendungen wie etw. in den Vordergrund stellen ‘die Aufmerksamkeit auf etw. lenken’, in den Vordergrund treten ‘an Bedeutung gewinnen’, im Vordergrund stehen ‘besonders wichtig sein’ (alle 19. Jh.). Vordermann m. ‘wer sich in einer bestimmten Ordnung vor einem anderen befindet’, auch ‘wer in der Rangfolge vorausgeht’ (1. Hälfte 18. Jh.).
2028 Zeichen · 57 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Vordergrund

    Adelung (1793–1801) · +2 Parallelbelege

    Der Vordergrund , des -es, plur. die -gründe, der vordere Grund, zum Unterschiede von dem Hintergrunde. In der Mahlerey …

  2. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    Vordergrund

    Goethe-Wörterbuch

    Vordergrund [bisher nicht publizierter Wortartikel]

  3. Spezial
    Vordergrund

    Deutsch-Ladinisch (Mischí)

    Vor|der|grund m. (-[e]s, ...gründe) pert dant f. ▬ im Vordergrund stehen sté dancá; predominé ; in den Vordergrund trete…

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit vordergrund

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Zerlegung von vordergrund 2 Komponenten

vorder+grund

vordergrund setzt sich aus 2 eigenständigen Lemmata zusammen. Die Klammerung zeigt die Hierarchie der Komposition; Klick auf einen Bestandteil öffnet seine Etymologie.

vordergrund‑ als Erstglied (4 von 4)