verwalten,
v. ,
seit dem 12.
jahrh. belegt, s. mhd. wb. 3, 474; Lexer 3, 293;
mnd. vorwelden, vorwalden Schiller-Lübben 5, 499;
in den wbb. seit frühnhd. zeit allgemein, z. b. Er. Alberus (1540) AA 3
a; Frisius 25
a; 37
b; 68
a; 409
b; 849
a; 1064
b; 1341
a u. ö.; Maaler 437
a; Hulsius-Ravellus (1616) 360
a; Stieler
stammb. 2424; Steinbach, Adelung, Campe.
mundartlich lebendig, z. b. schweiz. Bühler
Davos 1, 318;
schwäb. Fischer 2, 1399;
bair. Schmeller-Fr. 2, 909;
lux. ma. 468;
obersächs. Müller-Fraureuth 2, 618;
nordfries. Jensen 118.
im mhd. stark flectiert (
s.walten I 2,
th. 13,
sp. 1371),
frühnhd. noch das prät. verwielt J. v. Watt 1, 352,
öfter das part. prät. verwalten H. Sachs 2, 343
K.; Zwingli
d. schr. 1, 197; 262; Ayrer
dramen 1, 269
K. II.
mehrere gebrauchsarten sind heute veraltet. I@11)
fast nur im mhd. findet sich reflexiver gebrauch. I@1@aa) sich v.
sich bewegen, sich rühren können: in sînem bûche ez (
das ungetüm) sî (
die seelen) behielt, unz sich ir deheiniu niht verwielt Alber
Tundalus 1022
Wagner; (
das kleid war) niderthalben alsô wît, daz er sich möhte bî der zît dar inne wol verwalten Konrad v. Würzburg
Trojanerkrieg 2977; einen grôzen hac er (
der riese) dâ gesluoc umb meister Hildebranden, daz er sich nit verwalten kund
jüng. Sigenot 152
Schöner. I@1@bb)
mit dem genitiv, macht über etwas haben, etwas bethätigen können: niweht verwielt er sich sîner rede, er was in grôzer unhuge Lamprecht
Alexander 1295
K.; ähnlich sich verwaltern: si kunde sich verwalteren gebedes unde andechte
Elisabeth 3028. I@1@cc)
zustande bringen, zu etwas imstande sein; mit präposit. verbindung: ze strîtes âventiure kan er sich wol verwalten Konrad v. Würzburg
Trojanerkrieg 39093;
mit abhängigem satz: ich han ainen alten man, der kan sich verwalten, das ich niener ritt Laszberg
liedersaal 3, 9. I@1@dd)
frühnhd. vereinzelt sich v.,
sich hüten, sich in acht nehmen: das sich ieglicher vom teufel und weltlichen versuchungen v. sol Carlstadt
auszlegung (1519) 9
a. I@22)
ganz vereinzelt ist intransit. v.
mit dem genitiv: so daz er moht des libes niht verwalten
jüng. Titurel 1355, 5. I@33)
leisten, zustandebringen: ich vollende, richt ausz, verwalt Erasmus Alberus
nov. dict. genus 54
b; ir ensoilt it neit wale mogen verwalden, dat ir Colne moicht behalden Gotfrid Hagen
in chron. d. d. städte 12, 187; den unkost wil ich dir verwalten H. Sachs 8, 334
K.; [] derhalben last uns zsammen halten, so kOennen wir gar viel verwalten Fischart 2, 420
H.; wan dein ellendes volck von noth, verfolgung, schand zu freyhen und erhalten ein werck ist, das allein die allmacht deiner hand (nach deiner lieb zusag) kan, will und wirt verwalten Weckherlin 1, 360
F.; vereinzelt in neuerer zeit: verwaltet gleich mein arm das meiste dieses ungestümen krieges Bürger
s. w. 144
B. (
Il. 1, 234). I@44)
ausführen, betreiben, doch sind diese wendungen vielleicht eher zu II 3 c
δ zu stellen: mit weiszheit kan allein der all sein thun verwalten, der seinem geitz und lust den zigel recht kan halten Weckherlin 2, 431
F.; begehrest du, mein schatz, ob ich nicht buhl, zu wissen? wisz, dasz ich ja mit dir mein buhlen stehts verwalt 2, 343; wan ich zu morgens frh mit bAet und lobgesang for deine fsze kn, fang ich dann nachmals an, wasz anders zu verwalten, so lasz doch meinen sinn in andacht nicht erkalten! Rompler v. Löwenhalt 1.
gebüsch 34. I@55)
spätmhd. und frühnhd. der substantiv. inf. v.
wirken, bewirken, streben: daz des menschen heil nit lit an sinem v., es lit an dinem milten begnǎden Seuse
deutsche schr. 554
B.; die lyblichen glider on v. des houpts nüt vermögend Zwingli
deutsche schr. 1, 154; das namen die gesellen an, dasz sie also mit mszig gahn das gelt verdienen ohn verwalten Fischart 2, 138
H. IIII.
allgemein in bedeutungen, die ältere wbb. mit administrare (Alberus, Frisius, Calepinus
XI ling., Hulsius-Ravellus, Reyher, Dentzler, Steinbach),
curare (Reyher, Steinbach),
procurare (Frisius, Hulsius Ravellus, Garth, Dentzler),
gubernare (Calepinus, Dentzler)
umschreiben; regieren, ein reich innhaben und v. Calepinus;
als synonyma werden versehen, versorgen, verwesen
angegeben. II@11)
absolut: also dasz er (
Eulenspiegel) ward werd gehalten vom bischof, der da thet verwalten Fischart 2, 394
H.; dasz alle beamten ihres eides entbunden werden und zunächst im auftrage Preuszens und Österreichs verwalten Moltke
ges. schr. 4, 179.
das part. präs. verwaltend
wie regierend (
th. 8,
sp. 528): die der zeit verwaltende oberambtscancelley
acta publica 1, 23
Palm; die verwaltenden und richterlichen behörden G. Keller 4, 200; die verwaltenden stadtgeschlechter Nitzsch
deutsche studien 181.
der substantivierte infinitiv: nimm nicht das amt von mir, ich bessre mein verwalten Schmolcke
sämtl. trost- u. geistr. schr. 1, 404; von den lieben heilgen frauen, die dem herrn hier hausgehalten, läszt ihr büchlein sie durchschauen, ihr erwerben, ihr verwalten Brentano
ges. schr. 2, 537; die kunst des regierens und verwaltens Bernhardt
waldeigentum 2, 280. II@22)
nicht sehr häufig mit persönlichem object, leiten, führen: zuo denen, so daheim ir gsind verwaltend Zwingli
d. schr. 1, 84; sechs tausent viertzig und zweyhundert waren in vier tayl auszgesundert, Reynlender, Bayern, Francken und Schwaben. dieser vier fürsten sie auch haben als vier hauptleut im feld verwalten H. Sachs 2, 343
K. auch auf thiere bezogen: in denen stucken, so ir (
der kuh) v., hten, speysen ... antrAeffend Herold-Forer
Geszners thierbuch 116.
von gott: Abraham von dem geist gottes gfrt, gewisen und verwalten ward Zwingli
d. schr. 1, 262; o allmechtiger herr und gote, der du kanst mitten aus der note die dein erretten und verwalten Rebhuhn
bei Tittmann
schauspiele a. d. 16. jahrh. 1, 82.
[] in neuerer zeit nur in demselben sinne wie ein reich, ein gemeinwesen v. (
s. u. 3 b
β): die Hellenen, kräftig und regsam, in freiheit lebend und deshalb gut verwaltet A. v. Humboldt
kosmos 2, 184. II@33)
sächliches object bezeichnet: II@3@aa)
einen begriff, der in engster beziehung zu einer person steht: lasz in (
gott) v. und wysen din leben, narung, rat Zwingli
d. schr. 1, 207; wenn der zorn anhebt und wütt und will aufblasen das gemüth, so soll ihn die vernunft aufhalten, anplatzen, fahen und verwalten Wille
sittenlehre (1781) 104; und sein geist verwaltet seine neigungen, verwahrt seine schwächen fürst Pückler
briefw. u. tageb. 1, 118. II@3@bb)
den gegenstand, der der verwaltung untersteht. II@3@b@aα)
allgemeine begriffe: weil er (
der papst) die gantz welt thut verwalten Fischart
die gelehrten 477
Kurz; die welt, der torheit königreich, wird von ihr und der lieb erhalten; sie beed die gantze welt verwalten Weckherlin 2, 269
F.; die ganze erde ist dein, dasz du sie verwaltest Herder 26, 317
S.; herre, welcher durch deine vorsichtikait verrichtest unt verwaltest alle dinge Schede
psalmen 158
ndr.; dich gott, der du allein was war, ist, wirt, verwaltest Weckherlin 1, 411
F.: der zufall verwalte alles Immermann 2, 170
B. II@3@b@bβ)
ein land, einen staat, ein gemeinwesen: anno 841 kam der erst Lotharius, der erst geborn älter sun Ludovici, an das reich; das verwalt er 15 jar Seb. Franck
chron. Germ. (1538) 81
b; ein edelmann het ein flecken oder dorf under im zuo verwalten Montanus
schwankbücher 287
B.; der nobile, der im namen der republik diese insel verwaltete Schiller 4, 150
G.; kein staat ist mehr als fabrik verwaltet worden als Preuszen seit Friedrich Wilhelm des ersten tode Novalis 2, 157
M.; heut zu tage kann der fähigste landrath seinen kreis nicht v. ohne einen intelligenten kreissekretär Bismarck
ged. u. erinn. 1, 236
volksausg. II@3@b@gγ)
bestimmte zweige des öffentlichen lebens, staatliche und kirchliche einrichtungen, behörden, institute: wê wie sol ich verwalten unde wol behalten gotes tempel? Walther v. Rheinau 201, 41; das ... frummen rechten christen ... die kirchen zu v., versorgen ... ein zugang geben werd Hutten 1, 398
B.; obercanzler ist Mercur, Pluto münz und schatz verwaltet S. v. Birken
ostländ. lorbeerhäyn 352; sie (
die juden) v. die finanzen Heine 1, 467
E.; der fiscal verwaltet die polizei J. G. Forster
sämtl. schr. 1, 78; ein rest vom kultus der erdgöttin, welchen jede hausmutter als hauspriesterin zu v. hatte
F. M. Böhme
gesch. d. tanzes 10; in dem ... von herrn von
M. verwalteten kultusministerium Bennigsen
d. nationallib. partei 69; herr pastor, ... ich kann de missionskasse nicht meh verwalten G. Hauptmann
Rose Bernd (1904) 144. II@3@b@dδ)
besitzthum, gut, vermögen: das hausz v. Luther 34, 2, 246
W.; Vosz
Odyssee 108
B.; da war ... die fünfte (
von frauen in einer wiedertäufergemeinschaft) kellerin, die sechste hatte das weisze zeug zu v. Grimmelshausen
Simplicissimus 441
ndr.; die weise ökonomie, womit er seine einkünfte verwaltete Pfeffel
prosaische versuche 5, 169; die fähigkeit ..., ihr vermögen unabhängig zu v. Eichhorn
staats- u. rechtsgesch.3 2, 535; der gute H. ist durchaus nicht imstande, seine güter selbst zu v. Bauernfeld
ges. schr. 5, 200.
häufig von gruben: aber doch mag er nicht mehr dann zwo gruben, die von gold oder silber reich seind, zu v. auf sich nemmen Ph. Bech
Agricolas bergwerckbuch 73; Minerophilus
bergwerckslex. 691; Jacobsson
technol. wb. 8, 85.
sehr oft [] in dem ausgesprochenen sinne, dasz das verwaltete nicht eigenthum, sondern zur verwaltung anvertraut ist: procuro, administrationem rerum alienarum gero, v., versorgen
oder versehen Calepinus
XI ling. 1160
b; ebenmAeszige vollmacht (
der ehefrau), das seine zu v. und zu gebrauchen Fischart
Garg. 93
ndr.; mit öffentlichem gelde, das er zu v. hatte Gerstenberg
recensionen i. d. hamburgischen neuen zeitung 368
lit.-denkm.; es ist eine administration hier, welche die ehemaligen kirchgüter verwaltet Göthe III 2, 94
W.; er ... verwaltete das kapital seiner curandin so gewissenhaft als den kirchenschatz Musäus
volksmärchen 1, 53
H.; der mensch verwaltet nur, was ihm die götter verliehn, und, wenn sie wollen, wieder nehmen Schiller 6, 141
G.; die junge excellenz verwaltete die königlichen gärten Gutzkow
ritter vom geiste 1, 21; bis die ... meier allmählich selber wenn auch nicht rechtliche eigentümer, so doch faktische besitzer der von ihnen verwalteten höfe wurden Wimmer
gesch. d. deutschen bodens 61. II@3@b@eε)
geistige werthe: solche gebot sollen durch zwai schwert, der ains gaistlichem und das ander weltlichem stand von dem almechtigen verlihen, sein gehandhabt und verwalten
neü laienspiegel (
Straszbg. 1518),
vorrede; gott liesz di Jden wunder schauwen, disz brots figur vom hymel tauwen, und durch ghefelt (
s. IV 1, 2, 2335) brot der alten ist dise warhait lang verwalten Schwarzenberg
teutsch Cicero 155
a; lasz doch, o du werther gast, gottes segen, den du hast und verwaltst nach deinem willen, mich an leib und seele füllen P. Gerhard
bei Fischer-Tümpel
kirchenlied 3, 311; weil du meine geheimnüs verwaltest
schausp. d. engl. comöd. 123
Creiz.; indem sie schand, gewalt und list strafen, und das recht recht verwalten Weckherlin 1, 282
F.; so ferne mier den rkken des himmels gunst wird halten und mein glk so verwalten Zesen
vermehrter Helikon 2, 60; wie ein solches vermächtnisz (
kenntnis von den thaten groszer männer) erst abgefasset, und wie es nachher verwaltet werde Abbt
verm. w. 1, 5; wer sein talent so treu verwaltet, des wirken bleibt ihm nie veraltet Göthe 13, 2, 238
W.; damit ein volk lebendig sich gestalte, das, von der form des kalten miethlings frei, der väter sitten und gesetz verwalte v. Stägemann
kriegsgesänge 63; die sänger verwalteten das gut der lieder Jac. Grimm
kl. schr. 6, 154; die religion, die nach wie vor verwaltet werden müsse G. Keller 5, 294. II@3@b@zζ)
seltener einen concreten gegenstand v.,
nur vereinzelt in der bedeutung macht darüber haben: das ein jeder planet durch sein kraft und wirkung ein metall zu v. hett Mathesius
Sarepta (1571) 30
a.
häufiger eine function ausüben, die sich an den gegenstand knüpft: er ... wolte ... ihnen eine weil die sonn und derselben wagen v. und führen lassen Dannhauer
catechismusmilch 1, 346; die zweite violine strich er nur in den ersten monaten seines hierseins, dann verwaltete er für eine kurze zeit ausnahmsweise den flügel Chrysander
Händel 1, 128; doch am altar, in holder einfalt steht, voll milde, liebe, demut und geduld der herr in seiner schönheit, brod und wein, die heilgen zeichen seines opfertods verwaltend mit beseligender hand Waiblinger
gedichte aus Italien 103
G. II@3@cc)
das amt, das einer zu versehen, die stelle, die er zu bekleiden, die aufgabe, die er zu erfüllen hat. II@3@c@aα) ein amt v.: und er verwaltet das ampt eines kOeniges
5. Mose 33, 5;
[] wer bey den Griechen nie in spielen hat gesiegt, der hat kein ehrenampt ie zu verwalten kriegt Lohenstein
Sophonisbe (1680)
widmung; er verwaltete später ein gelehrtes amt auf dem festlande Kürnberger
novellen 1, 52.
auch in dem sinne '
eine aufgabe erfüllen',
ohne dasz in wirklichkeit amtliche function vorliegt: die holde liebe musz auch dieses amt verwalten, dasz ihr erquickender und allzeit frischer geist diesz ganze rund der welt dem untergang entreiszt H. Bokemeyer
bei Weichmann
poesie d. Niedersachsen 2, 96; als ihm bürgemeister, O. de O., und G.
N. der kayserlichen armee den weg zeigen sollten, verwalteten sie dieses amt mit solcher untreue S. Fr. Hahn
staats-, reichs- u. kayserhistorie 3, 256; die frau ..., die ... nur mechanisch das amt der hausfrau am theetisch verwaltete Holtei
erzähl. schr. 2, 85.
wie seines amtes walten (
s. th. 13,
sp. 1378)
auch auf einzelne handlungen innerhalb der amtspflichten bezüglich: sofort rief er den scharfrichter, sein amt zu verwalten Arnim 19, 447
Gr. II@3@c@bβ)
ähnliche wendungen: deszgleichen klagen die papisten, dasz die Suiter anders rüsten ir mesz, wann sie die wOellen halten und auf ein sonder weisz verwalten Fischart
nachtrab 3272
Kurz; soll ich der mönche fromme brüderschaft hieher berufen, dasz sie nach der kirche altem brauch das seelenamt verwalte ...? Schiller 14, 119
G. (
braut v. Messina 4, 8); wen ir daz kOent, so het ir den frummen Luther und seine junger lengst vermaledeit, und das er dem teuffel must ewig sein dinst verwalden Stanberger
dialogus zw. e. prior, leienbruder u. bettler B 2
b; die könige von Polen und von Böhmen seh ich zu meiner freude ihren dienst in meiner näh verwalten Grabbe 2, 196
Bl.; und leeret, wie man soll hauszhalten und weltlich regiment verwalten Rollenhagen
froschmeuseler (1595) A 2
a; viele, nachdem sie als beleidigte gattinnen die regierung an sich gerissen, haben diese regierung hernach mit allem männlichen stolze verwaltet Lessing 9, 310
M.; dem herrn J. L. wegen verwalteten secretariats mit 300 thaler zu recompensiren
acta publ. 1, 19
Palm; und, wie ich noch thun will, hab ich mit stehter trew für dir, zwar durch dich, herr, meinen beruf verwaltet Weckherlin 1, 387
F.; die hausgeschäfte weisz sie so wohl zu v.
die vernünft. tadlerinnen 1, 191; den diener, ... der mehrere jahre lang dieses geschäft verwaltet hat Göthe 49, 284
W.; die ältesten präsidenten des hofgerichts ..., welche diese stelle zwischen dem jahr 1235—1255 verwaltet haben
allgem. d. bibl. 1, 2, 124; indem die durch herrn von R. bisher verwaltete stelle nicht wieder besetzt werden wird Göthe IV 22, 81
W.; er hat die lästige vormundschaft über dich sehr redlich und fleiszig verwaltet Stifter 3, 274. II@3@c@gγ)
die stelle, den platz eines andern v.: und wa die kAelt nichts will erhalten, da soll die wAerm ir statt verwalten Fischart 3, 135
H.; wer euch hört, der hat mich gehört, ihr solt mein stat verwalten Ringwaldt
evangelia Q 3
a; das schrecken wollte nun der freude platz verwalten Gottsched
schaubühne 1, 11. II@3@c@dδ)
zuweilen eine handlung, ein geschehen, eine aufgabe v.,
die einem anvertraut ist, die man zu leiten, zu führen hat: du mustest auch die zucht bey deinem printz verwalten, die dich vor allen ehrt und dich verdienter macht J. v. Besser
schr. 1, 72
König; möcht er doch der künste schutz ... als ein musaget verwalten Gottsched
neueste ged. 55.
[] in älterer zeit besonders einen krieg v.:
quia duo consules obire tot simul bella nequirent mochtend nit so vil kriegs fertigen, füren, v. und eins mals auszrichten Frisius
dict. (1566) 890
b; wie man einen krieg solt verwalten H. Sachs 20, 309
G.; in ihr (
der tapferkeit), gleichsam in einem vösten schlosz kan sein gemüht, mächtig, einig und grosz, des lebens krieg sicher verwalten und die belägrung frey auszhalten Weckherlin 1, 195
F.; nu geb euch (
den anführern) gott verstand und stärk, dasz ir dies defensionswerk ... verwalten mögt als treue knecht Opel-Cohn
30 jähr. krieg 41.