Eintrag · Mhd. Wb. (Benecke/Müller/Zarncke)
valte stswf.
1. falte. von dem kleide er ein tûch brach, in drî falden er eʒ vielt Herb. 5901. frömder valten (: verwalten) ein wunder troj. 22. c. soum und valden dran erlesen, sîme kleide wol gelîch Pass. K. 336,84.
2. windung. der zagel was umbe si gegeben mit drîen valten Wigal. 5050.
3. winkel, ecke. besît in einer valden wart er gewar einer tur Pass. K. 235,86. 4. das was etwas umfaltet, umschließt, daher
a. tuch zum einschlagen guter kleider. dô wart ûʒ der valde vil rîcher kleider genomen Nib. 262,4. dô wart ûʒ den schrînen gesuochet guot gewant: swaʒ man in der valde der guoten wæte vant das. 275,2. vgl. 528,4. si suohten ûʒ der valten, des vil dar inne lac das. 1210,2. dar ûʒ (aus dem schreine) nam si daʒ röckel alsô balde. daʒ was gelegen in maneger kleinen valde Nith. 51,7. mîn röckel in der valde lît MS. H. 3, 227. a. vgl. 228. b. dô hete ich aber daʒ hemede in mînem schrîne in reinen wîʒen valden verborgen unde behalden Trist. 12829. si het noch in den valden ein röckelîn behalden Helmbr. 166.
b. verschluß jeder art. als di strâl behaldin wirt in des kochirs valdin Jerosch. 19. d. in der cellen valde Pass. K. 542,69. dâ wêre gût behalden in erclîchen valden das. 331, 56. in der helle valden das. 85,22. — trop. des ich behalde in mînes herzen valde den lieben herren Jêsum das. 164,17. kum her vur ûʒ sunden valden Pass. 66,31.