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untermark

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DWB
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Eintrag · Grimm (DWB, 1854–1961)

untermark f., n.

Bd. 24, Sp. 1680
untermark, f., n. ; vgl. 1mark und 2mark. ahd. untarmerchi, n.; mhd. undermarke, -merke, f.; mnl. ondermarke, -aerke, -merke, f., n.; undermarkt Carbach Livius 127a; Schöpper syn. f. 2a; Fischer schwäb. wb. 6, 240. als m. bei Rädlein (1711) 993a; vgl.march, m., Staub-Tobler 4, 388. im 18. jahrh. ist 1unter III B 1 b α (inter, dis) nicht mehr verstanden und irrig nach III B 1 a (sub) umgedeutet (Frisch [1743] 1, 643b; 644b; Adelung 4, 1301). bis auf bed. 4 auch in den mundarten veraltet. 11) grenzfestsetzung: ein auszaigen und untermarch fürnemen; sich einer untermarch vergleichen Schmeller 1, 1643. 22) grenze; terminus, limes, confinium, fines Frisius 1303b; 772a; 291b; Maaler 456d; markstein Hulsius-Ravellus (1616) 371b; Staub-Tobler 4, 389; Fischer schwäb. wb. 6, 240; Egger glossar 940b; mnl. wb. 5, 382; Haltaus 1956: so aber iemands gerechte undermarck fälschet, verruckt oder abthuot ... Tengler d. n. laienspiegel (1518) 126a; 112b; J. v. Watt 1, 1; ... dasz dann Himera das wasser ... eyn undermarckt zwischen den von Carthago und im sein solte und er das landt hie diszhalb, und sie genseit dem wasser haben und besitzen Carbach Livius 127a; Europa ... hat gegen der sonnen aufgang an Asiam stoszende zu einer undermarch den flusz Tanais Stumpf Schweizerchron. (1606) 2a; 434b; es were bewiszlich, dasz in vil landen und tälern die hochfirsten nit die undermarchen werind Tschudi chron. (1734) 1, 54; 155; sie (die lochbäume) sind gemein oder eigen. die eigene stehen zwar am untermarck, aber gantz auf des einen eigenthümers boden allgem. haushaltungslex. (1749) 2, 224a. arbor terminalis untermarckbaum Golius 357. bildlich: der onsAelig mensch, der die furchen oder u. der natur úbergat quelle (1472) bei Fischer schwäb. wb. 6, 240. on u. grenzenlos Steinhöwel sp. m. lebens (1479) 2a. 33) grenzgebiet: do deiltent sich die rich und nam einer die undermarch, und nam der ander das ander teil historienbib. 608 Merzdorf; dann die von Schwitz hatten vorhin die untermarch, das ist Grinow, Tuggen, Wangen Stumpf Schweizerchron. 370a; 414a. 44) abtheilungszeichen von schnur und kette, bes. zum abzählen am paternoster; korn 6, th. 5, 1818; Unger-Khull 608a; untermarchl zwischenzeichen, -zierrath Schöpf 422; an einem rosenkrantz oder coron signum, aereus nummus, aes consecratum, bulla Schönsleder (1647) M m 6b; 'in den halsgehängen etwas, das zwischen zwey andern zierrathen ist' Frisch (1741) 1, 643b; Adelung, Campe, Krünitz: 16. septbr. schencket ich der A. Tucherin, meiner schnur, ein silbren roszenkrancz mit vergulden untermarck A. Tucher haushaltb. 86 lit. ver.; ain geschmelzte paternoster von sibenzig khörner und neun undermerchen S. v. Herberstein selbstbiographie (fontes rer. Austr. 1) 358; solicher adler hangt an ainem gulden khetlein ... hat siben langkhlete undermarch 357. übertragen: schencket im der klosterbesitzer auf einmal ein vierzehen hundert thaler und erlanget der schönen frechen nünnlein huld und undermarck der paternoster J. Nas antipap. eins u. hundert 4, 68a. das untermärchlein, untermarkl; 'am paternoster sind die vaterunserkügelchen gewöhnlich durch sie umgebende untermärklein von anderer farbe oder materie vor den übrigen oder avemariakügelchen ausgezeichnet' Schmeller 1, 1645; Unger-Khull 608b. 55) unterscheidung, unterschied; distinction, underscheydung, undermarck, theylung Roth dict. (1572) F 1b; praescription, vorschrifft, fürbildung, untermarck, weysung und anzeigung, wie sich einer halten soll N 1a; mnl. wb. 5, 382; distinction, underscheidung, undermarck, theilung. solches wort ist in den geistlichen rechten gar gemein Heupold dict. (1620) 149; limitation heist die unterscheidung, untermarck, ziel und mas, mäszigung Sperander (1727) 344b; vgl. ahd. undermarchunga definitio, untarmarclihho distincte; nun wol an, ist dann das eben das undermarck zwischen den evangelischen christen und den gotlosen, das die evangelischen müssen gecreutzigt seyn, so wöllen wir ... reform. flugschriften 1, 124 Clemen. 66) übertragungen wie u. kluft, chaos Graff 2, 849 oder Christus ist finis, undirmarch Notker 2, 20, 13 P. sind für die spätere sprachentwicklung erfolglos gewesen. 77) nach 1unter III B 1 b β pausa, recreatio: dise ... rastung und undermärck des tages A. Agricola gutes aug (1629) 464; ein untermärchelein machen sich eine abwechslung, eine kleine erholung vergönnen Schmeller 1, 1645. —
4472 Zeichen · 106 Sätze

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  1. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Untermark

    Adelung (1793–1801) · +1 Parallelbeleg

    Die Untermark , plur. die -en. 1. Der untere Theil eines unter dem Nahmen der Mark bekannten Landesbezirkes. Ingleichen …

  2. modern
    Dialekt
    Unter+markGen.?

    Pfälzisches Wb.

    Unter + -mark Gen.? : 'Markierung am Rosenkranz'. a. 1537: Ein klein Cristallin paternoster mit zweien vergulten Vnderma…

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Zerlegung von untermark 2 Komponenten

unter+mark

untermark setzt sich aus 2 eigenständigen Lemmata zusammen. Die Klammerung zeigt die Hierarchie der Komposition; Klick auf einen Bestandteil öffnet seine Etymologie.

untermark‑ als Erstglied (3 von 3)

untermarken

DWB

unter·marken

untermarken , v. , ahd., untarmarchôn; mhd. undermarken -markeln; mnl. nl. ondermarken. s. 1 unter III A 2 b α . veraltet. a) zu untermark 1…

untermarker

DWB

unter·marker

untermarker , -märker , m. , borneur Hulsius-Ravellus (1616) 371 b ; Wiederhold (1669) 393 b ; misuratore Rädlein (1711) 993 a ; Fischer sch…

untermarkung

DWB

unter·markung

untermarkung , f. , ahd. undermarchunga. limitatio, praescriptio Frisius 772 b ; 1044 b ; assiete des bornes Hulsius-Ravellus (1616) 371 b ;…

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Cotta, M. (2026). „untermark". In lautwandel.de — Aggregat aus 53 historischen deutschen Wörterbüchern. Abgerufen am 13. May 2026, von https://lautwandel.de/lemma/untermark/dwb
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Cotta, Marcel. „untermark". lautwandel.de, 2026, https://lautwandel.de/lemma/untermark/dwb. Abgerufen 13. May 2026.
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Cotta, Marcel. „untermark". lautwandel.de. Zugegriffen 13. May 2026. https://lautwandel.de/lemma/untermark/dwb.
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