Hauptquelle · Grimm (DWB, 1854–1961)
unnatur f.;
unnatur , f.; schon im mnl. und dann wieder bei uns im verlauf der Rousseaubewegung zunächst als fast nur wortspielender gs. mit natur ( s. d., bes. DWB B 3, unten 2, 3, unnatürlich 4) verbunden; wie im nl. wird es mehrfach ersatz für älteres unnatürlichkeit; rückbildung aus unnatürlich kommt hauptsächlich bei 6 in frage. erst bei Campe. aus dem deutschen ins nl. und schwed. gedrungen. vgl. misz- ( J. J. Engel ), über-, widernatur. 1 1) unnatürlich, -keit 2 entsprechend ( vgl. DWB natur A A 5 e): soll ich der liebe schmachten durch u. verwildern? Klinger n. theater 2, 99 ; ungeheure und finste…