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Überbleibsel

nhd. bis spez. · 9 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

Pfeifer_etym
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10 in 9 Wb.
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Eintrag · Etym. Wb. des Deutschen (Pfeifer)

Überbleibsel

Überbleibsel

bleiben Vb. ‘einen Ort nicht verlassen, einen bestimmten Zustand beibehalten, übrig sein’, ahd. bilīban ‘(weg-, unter)bleiben’ (8. Jh.), mhd. belīben, blīben, mnd. mnl. blīven, nl. blijven, aengl. belīfan sind Präfixbildungen zu einem untergegangenen Simplex germ. *līƀan, zu dem auch die Kausativa ahd. leiben ‘hinterlassen, übriglassen’, aengl. lǣfan, anord. leifa gehören. Die germ. Formen verbinden sich mit aind. limpáti ‘schmiert, klebt (an)’, griech. lípos (λίπος) ‘Fett’, lit. lìpti ‘kleben (bleiben), klebrig sein’, aslaw. prilьpěti ‘anhaften’ und führen auf ie. *leip- ‘mit Fett beschmieren, kleben’, eine Erweiterung der Wurzel ie. *lei- ‘schleimig, schmieren’ (s. Leim), so daß für bleiben von ‘klebenbleiben, haften’ auszugehen ist (dazu s. auch leben). Möglich ist für germ. Formen mit der Bedeutung ‘übrigbleiben, -lassen’ aber auch ursprüngliche Zugehörigkeit zur Wurzel ie. *leiku̯- (s. elf und leihen). – verbleiben Vb. ‘an einem Aufenthaltsort oder in einem Zustand bleiben’, ferner ‘übereinkommen’, mhd. verblīben, verlīben ‘bleiben, ausbleiben’; dazu Verbleib m. ‘das Verweilen, Aufenthaltsort’ (aus der Kanzleisprache des 18. Jhs.). unterbleiben Vb. ‘nicht geschehen, nicht stattfinden’, seit frühnhd. Zeit belegt, doch vgl. spätmhd. underblībunge. übrigbleiben Vb. ‘als Rest zurückbleiben’ (15. Jh.), älter (heute umgangssprachlich, vornehmlich nordd.) überbleiben, mhd. überbelīben, mnd. ōverblīven, nl. overblijven; vgl. ahd. urbarlīban ‘übrigbleiben’ (9. Jh.); dazu Überbleibsel n. ‘kleiner Rest’ (17. Jh.); vgl. nl. overblijfsel. bleibenlassen Vb. ‘unterlassen, nicht mehr tun’, mhd. in der Fügung belīben lāʒen. Hinterbliebene(r) m. f. ‘Angehörige(r) eines Verstorbenen, Leidtragende(r)’ (18. Jh.), substantiviertes Part. Prät. zu dem heute untergegangenen Verb hinterbleiben ‘zurückbleiben’ gegenüber einem Scheidenden, Weggehenden. Bleibe f. ‘Aufenthaltsort, Unterkunft, Herberge’ (19. Jh.), besonders durch die Jugendbewegung verbreitet; älter, heute aber aufgegeben, sind gleichbed. Bleibeort m. und Bleibestätte f. (17. Jh.).
2058 Zeichen · 75 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Überbleibsel

    Adelung (1793–1801) · +2 Parallelbelege

    Das Überbleibsel , des -s, plur. ut nom. sing. dasjenige, was von einem andern Dinge übrig geblieben ist, der Rest, Über…

  2. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    Überbleibsel

    Goethe-Wörterbuch

    Überbleibsel [bisher nicht publizierter Wortartikel]

  3. modern
    Dialekt
    Überbleibseln.

    Pfälzisches Wb. · +2 Parallelbelege

    Über-bleibsel n. : 'was als Rest übrigbleibt', Iwweʳbleibsel [KU-Hundh Zweibr KL-Reichb PS-Geisbg KB-Boland, Christmann …

  4. Sprichwörter
    Ueberbleibsel

    Wander (Sprichwörter)

    Ueberbleibsel 1. Das Ueberbleibsel ist besser als das Gericht. Holl. : Het overblijfsel van den disch helpt meer, dan da…

  5. Spezial
    Überbleibseln

    Dt.-Russ. phil. Termini · +1 Parallelbeleg

    Überbleibsel , n пережиток , м

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit ueberbleibsel

0 Bildungen · 0 Erstglied · 0 Zweitglied · 0 Ableitungen

Ableitung von ueberbleibsel

ueberbleib + -sel

ueberbleibsel leitet sich vom Lemma ueberbleib ab mit Suffix -sel.

Keine Komposita gefunden — ueberbleibsel kommt in keinem anderen Lemma als Erst- oder Zweitglied vor.

Zitieren als…
APA
Cotta, M. (2026). „ueberbleibsel". In lautwandel.de — Aggregat aus 53 historischen deutschen Wörterbüchern. Abgerufen am 16. May 2026, von https://lautwandel.de/lemma/ueberbleibsel/pfeifer_etym
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Cotta, Marcel. „ueberbleibsel". lautwandel.de, 2026, https://lautwandel.de/lemma/ueberbleibsel/pfeifer_etym. Abgerufen 16. May 2026.
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Cotta, Marcel. „ueberbleibsel". lautwandel.de. Zugegriffen 16. May 2026. https://lautwandel.de/lemma/ueberbleibsel/pfeifer_etym.
BibTeX
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