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Turmalīn

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Meyers
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Eintrag · Meyers Konv.-Lex. (1905–09)

Turmalīn

Bd. 19, Sp. 833
Turmalīn (Schörl), Mineral, ein Borosilikat von Aluminium und Natrium mit wechselndem Gehalt an Eisen, Magnesium, Lithium und Kalium, und meistens etwas Calcium, Mangan, Fluor und Titan enthaltend, findet sich in ein- oder aufgewachsenen, meist langgestreckten, gewöhnlich vertikal gestreiften rhomboedrischen Kristallen von deutlich hemimorpher Ausbildung (s. Kristall, Fig. 54, und Tafel »Edelsteine«, Fig. 17 u. 18), auch in derben, stängeligen (Stangenschörl) und divergent strahligen Aggregaten (Turmalinsonnen), selten farblos, gewöhnlich grau, gelb, grün, blau (Indigolith), rot (Rubellit), braun oder schwarz (Schörl), glasglänzend, durchsichtig bis undurchsichtig, mit sehr starkem Pleochroismus, wird durch Reiben oder Erhitzen stark elektrisch (daher sein Name: Aschenzieher); Härte 7–7,5, spez. Gew. 3–3,2. Die farblosen und lichtgefärbten Turmaline sind meistens Lithiumturmaline, die häufigern dunklern Varietäten Eisenturmaline und Magnesium-Eisenturmaline. Die letztern finden sich besonders in Granit, Gneis, Talk-, Chlorit- und Glimmerschiefer und bilden im grob- oder feinkörnigen Gemenge mit Quarz den Turmalinfels (Schörlfels), in lagenweiser Anordnung den Turmalinschiefer (Schörlschiefer). Hauptfundorte für große Kristalle sind der Hörlberg in Bayern, das Zillertal und andre Orte in Tirol, Snarum in Norwegen. Farbloser T. findet sich auf Elba, Rubellit bei Penig in Sachsen, auf Elba, bei Mursinsk im Ural und bei Rozna in Mähren; grüne, braune und mehrfarbige kommen von Elba (hier auch die sogen. Mohrenköpfe mit schwarzer Endigung), aus Kärnten, vom Ural, aus Massachusetts, Maine, Brasilien etc., grasgrüne aus dem Dolomit von Campolongo im Tessin, Indigolith von der Insel Utö in Schweden. T. dient zu Polarisationsinstrumenten (Turmalinzangen) und ist in schön gefärbten, durchsichtigen Varietäten (edler T. von Ceylon, Madagaskar, Villa Rica in Brasilien) ein geschätzter Edelstein. Im Handel heißen die roten Turmaline Rubellit, Sibirit oder sibirischer T., die blauen brasilischer Saphir, die grünen brasilischer Smaragd, die gelblichgrünen ceylonischer Chrysolith.
2125 Zeichen · 19 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    turmalinm.

    Grimm (DWB, 1854–1961)

    turmalin , m. , mineral von rhomboëdrisch-hemiëdrischen, säulenförmigen kristallen; nach seiner chemischen zusammensetzu…

  2. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    Turmalin

    Goethe-Wörterbuch

    Turmalin [bisher nicht publizierter Wortartikel]

  3. 19./20. Jh.
    Konversationslex.
    Turmalin

    Herder (Konv.-Lex., 1854–57) · +1 Parallelbeleg

    Turmalin , Schörl , Mineral von weißer, gelber, brauner, rother, grüner oder schwarzer Farbe; kommt meistens krystallisi…

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit turmalin

7 Bildungen · 7 Erstglied · 0 Zweitglied · 0 Ableitungen

Zerlegung von turmalin 2 Komponenten

turm+alin

turmalin setzt sich aus 2 eigenständigen Lemmata zusammen. Die Klammerung zeigt die Hierarchie der Komposition; Klick auf einen Bestandteil öffnet seine Etymologie.

turmalin‑ als Erstglied (7 von 7)

Turmalinfels

Meyers

turmalin·fels

Turmalinfels ( Schörlfels, Turmalinquarzit ), ein im ganzen wenig verbreitetes Gestein, aus Quarz und schwarzem Turmalin (in Körnern oder Na…

Turmalinität

GWB

Turmalinität [bisher nicht publizierter Wortartikel]