Eintrag · Etym. Wb. des Deutschen (Pfeifer)
Tupfer
Tupfer
tupfen Vb. ‘leicht an, auf etw. stoßen, tippen, anfeuchten, benetzen, mit Tupfen versehen, sprenkeln’, ahd. tuphen ‘waschen, baden, befeuchten’ (9. Jh.), frühnhd. dupffen, tüpffen ‘anfeuchten’, tupfen ‘Farbflecke machen’ (16. Jh.), dupffen, tupffen ‘flüchtig berühren’ (17. Jh.), dazu auch md. nd. dippen, tippen, aengl. dyppan ‘eintauchen’, engl. to dip und (iterativ) mnd. düppelen ‘eintauchen’, (als ōn-Verb) schwed. doppa ‘eintauchen’ stellen sich im Sinne von ‘tief machen, eintauchen’ zu der unter tief (s. d.) behandelten Wurzel ie. *dheub-, *dheup- ‘tief, hohl’. Die Bedeutung ‘eintauchen’ kommt literatursprachlich im 18. Jh. außer Gebrauch, bleibt im Obd. jedoch erhalten. tupfen gerät schon früh unter den Einfluß von (obd.) stupfen ‘leicht stoßen, mit den Fingern berühren’ (s. stupsen). – betupfen Vb. ‘vorsichtig berühren und dabei Flüssigkeit auftragen oder aufsaugen, mit Tupfen versehen’ (Anfang 18. Jh.). Tupfer m. ‘kleiner, farbiger Fleck, Wattebausch zum Betupfen von Wunden’ (17. Jh.).