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trüpfe

mhd. bis nhd. · 2 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

DWB
Anchors
3 in 2 Wb.
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Eintrag · Grimm (DWB, 1854–1961)

trüpfe f.

Bd. 22, Sp. 1408
trüpfe, trupfe, f. , dasselbe wie traufe. eine -jōn-bildung zu triefen, vb., wie traufe oder zu trüpfen, vb.; das wort ist zufrühest bei Notker (s. unter 1) bezeugt, allgemein im mhd. als trupfe, trüpfe, im mnd. als druppe, drüppe, im mnl. als druppe, im hd. literarisch bis ins 17. jh., mundartlich heute hauptsächlich fürs nd. und md. im sinne von dachrinne verzeichnet, s. unter 2. häufig ist die seit dem 17. jh. belegte entrundung tripfe, drippe (s. u.), oft mit apokope des -e; vereinzelt im 17. jh. triepffe M. Kongehl (s. u.); gelegentlich truff Rivius Vitruv (1575) 133 neben trüpfe 21 u. 164, vgl. auch truffstall (1586) österr. weist. 3, 309. schwache flexion ist seit Notker bis ins 16. jh. hinein bezeugt, starke seit dem 15. jh.: in der trüpffe liederbuch d. Hätzlerin 83b Haltaus; unter einer trupfe fastnachtspiele 86 K. 11) niederfallende flüssigkeit, vgl. deliquium druppe, drepinge (1477, nd.) Diefenbach nov. gl. 129b: so er (der keim) irrinnet (aufgeht), so freuuet er sih dero truphun (in stillicidia eius cum exorietur letabitur) Notker 2, 245 P.; auch schol man es (das mehl) schütten an ein ... ort, daz kain trupfe darauff vall (Nürnberg, 15. jh.) städtechron. 2, 307; bes. von dem wasser, das vom dach herabrinnt: en hus ..., dharvan druppe to der erthe valt (1303) bei K. A. Eckhardt d. mittelalterl. rechtsqu. d. st. Bremen (1931) 76; wo etwa von der gantzen dachung ein ziegel bricht (dient eine in bestimmter weise abgesetzte dachrinne dazu,) das dann nit die trüpfe auf solche ungebackne mawrstein falle Rivius Vitruv (1575) 164. wie traufe teil 11, 1, 1, sp. 1406f. öfter in redensarten: die frommen lewten ubel reden, sie hinterrück zusammen knüpffen, und heben sich denn ausz der trüpffen, lasens darnach im loder kleben Hans Sachs 9, 44 K.; (die fliehenden Schweden) hebben alle de düdeschen landesknechte in der drüppen steken laten B. Russow livländ. chron. in: script. rer. Livonic. 2, 74; in der trüpffe steckn A. Pape Jonas rythmicus (1605) m 7b; nach gemeinem sprichwort: aus dem regen in die tripff liebescammer (1679) 602; und wie insgemein kein unglück allein zu sein pfleget, so muste auch er, da er den regen vermeiden wolte, endlich gar in die triepffe gerathen M. Kongehl Sausewind (1675) 15; (er) kam ... uth der druppen in den slachreghen (1514) städtechron. 16, 364; wie jener wollt der trüpf entgehen und kam in platzregen zu stehen Rollenhagen froschmeuseler (1595) 2, 2, 16. 22) dachrinne, vgl. stillicidium druppe, gote (15. jh.) Diefenbach nov. gl. 348b und trauf 3, traufe 3 teil 11, 1, 1, sp. 1402, 1407: ob iemant liecht (fensteröffnungen) oder trupfen het geen auf den anderen, das soll er abthun E. Tucher baumeisterb. 280 L.; es ist niemand zugelassen, auf oder gegen seins nachpaurn gepewen oder hofrait ainich liecht oder trüpfen zu stellen oder zu machen Nürnberger reform. (1564) 150a; vgl. ähnlich bei Rivius Vitruv (1575) 21. in dieser bedeutung heute mundartlich, z. b. drüpp Mensing schlesw.-holst. 1, 884; dripe Teuchert Neumark 144; dripp(e) Frischbier preusz. 151a; drüppe rhein. wb. 1, 1527; trüpfe Hertel Thüringen 248; trüpf Neubauer Egerländ. ma. 52; tripf Micko Muttersdorf (in Böhmen) 34b. vgl. auch trüpfhaus und seit dem 14. jh. bezeugtes trüpfstall. 33) dasselbe wie tropfen B, vgl. mundartlich trupf, f., schlaganfall bei Bacher Lusern 408; vgl. tripfe 'zipperlein' sp. 637 und triefte sp. 481.
3440 Zeichen · 106 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 1050–1350
    Mittelhochdeutsch
    trüpfestf.

    Mhd. Wb. (Benecke/Müller/Zarncke) · +1 Parallelbeleg

    trüpfe stf. traufe. in der trüpfe stân Hätzl. 2,111,7. vgl. Graff 5, 529.

  2. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    trüpfef.

    Grimm (DWB, 1854–1961)

    trüpfe , trupfe , f. , dasselbe wie traufe. eine -jōn- bildung zu triefen, vb., wie traufe oder zu trüpfen, vb.; das wor…

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit truepfe

1 Bildungen · 1 Erstglied · 0 Zweitglied · 0 Ableitungen

Ableitung von truepfe

truepfeln + -e

truepfe leitet sich vom Lemma truepfeln ab mit Suffix -e, auf Verb-Stamm zurückgeführt.

truepfe‑ als Erstglied (1 von 1)

trüpfeln

DWB

trüpfeln , vb. , entrundet tripfeln, dasselbe wie tröpfeln, s. sp. 859, ferner 2 trippeln sp. 647 f.