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trippel

mhd. bis Dial. · 10 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

DWB
Anchors
22 in 10 Wb.
Sprachstufen
5 von 16
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1
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16

Eintrag · Grimm (DWB, 1854–1961)

trippel m.

Bd. 22, Sp. 640
trippel, m., erhöhter ebener raum im oder am haus; herleitung unklar; anknüpfung an 1trippen hat schwierigkeiten im suffix; zusammenhang mit treppe könnte die für trippel von Fulda versuch (1788) und Fischer schwäb. wb. 2, 387 f. bezeugte bedeutung 'stufe, treppe' nahe legen, vgl. auch els. tripp, f., vorboden, der raum vor dem speicher, in welchen man unmittelbar von der treppe aus gelangt Martin-Lienhart 2, 762 und schwäb. trappel, träppel treppenstufe Fischer 2, 319. für die annahme, dasz sich hinter trippel eine hd. entsprechung des im fries., nl., nd. und md. lebendigen *durpil, *drupil (s. teil 2, 1735), die etwa volksetymologisch an treppe, trippen angelehnt wäre, ist der lautliche anklang und die von Schmid schwäb. wb. 139 bezeugte bedeutung 'thürschwelle' eine zu schwache stütze; auch für bair. trappen 'stufe' gibt Schmeller-Fr. 1, 672 fürs Ries die bedeutung 'thürschwelle' an. bühne, podium, estrade: hat er begert, das man ine ufschneiden, sein herz herausznemmen und das in den tripel des altars ... begrab, damit ime der priester, so mess halten, stettigs in celebrando uf dem herzen stände Zimm. chron. 4, 199 Barack; der sultan sitzt auff einem tripel oder eines schuhes hoch erhabenen büne v. Breuning oriental. reise (1612) 52; also sollen auch ... nach dem eszen ... uff des saalmeisters erstes uszklopffen diejhenige, so under dem trippel den tisch haben, alsobaldt und dann uff dasz ander uszklopfen auch, die uff dem trippel sützen, zichtig uffstehen (1614) dt. hofordn. d. 16. u. 17. jh. 2, 153 Kern. treppenabsatz, podest: ain hoch stegen, die gieng vom hof hinauf ins haus ... es drangen die leut oben uf dem drippel ainander dermaszen, das etlich auser groser forcht under den eusersten freies willens dohinden übern trippel und ains tails auch beseits hinab in hof sprangen Zimm. chron. 3, 6 Barack. so auch noch heute im schwäbischen lebendig Fischer 2, 387/8; in specialisierter bedeutung 'hölzerne galerie (balkon), wie sie jedes gröszere bauernhaus im Kinzigthal hat' Hansjakob Valentin der nagler 49 Wiesbadener volksbücher.
2090 Zeichen · 48 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

Pro Sprachstufe der prominenteste Beleg. Klick auf eine Form öffnet das Wörterbuch.

  1. 1050–1350
    Mittelhochdeutsch
    trippel

    Mhd. Handwörterbuch (Lexer) · +2 Parallelbelege

    trippel s. tripel.

  2. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Trippel

    Adelung (1793–1801) · +12 Parallelbelege

    Der Trippel , ein kleiner Haufe, S. Trüppel.

  3. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    Trippel

    Goethe-Wörterbuch

    Trippel [bisher nicht publizierter Wortartikel]

  4. 19./20. Jh.
    Konversationslex.
    Trippel

    Herder (Konv.-Lex., 1854–57) · +1 Parallelbeleg

    Trippel , Alexander, Bildhauer, geb. 1744 zu Schaffhausen, bildete sich in Kopenhagen, befand sich daselbst sowie in Par…

  5. modern
    Dialekt
    Trippel

    Bayerisches Wörterbuch · +2 Parallelbelege

    Trippel Band 4, Spalte 4,521

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Kompositum 12 Sackgasse 22

Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit trippel

66 Bildungen · 63 Erstglied · 2 Zweitglied · 1 Ableitungen

Zerlegung von trippel 2 Komponenten

trip+pel

trippel setzt sich aus 2 eigenständigen Lemmata zusammen. Die Klammerung zeigt die Hierarchie der Komposition; Klick auf einen Bestandteil öffnet seine Etymologie.

trippel‑ als Erstglied (30 von 63)

Trippel I

Idiotikon

Trippel I Band 14, Spalte 1254 Trippel I 14,1254

Trippel II

Idiotikon

Trippel II Band 14, Spalte 1255 Trippel II 14,1255

Trippel III

Idiotikon

Trippel III Band 14, Spalte 1255 Trippel III 14,1255

Trippel IV

Idiotikon

Trippel IV Band 14, Spalte 1255 Trippel IV 14,1255

trippeltrappel

Idiotikon

trippel-trappel Band 14, Spalte 1239 trippel-trappel 14,1239

Trippelarbeit

DRW

trippel·arbeit

Trippelarbeit, f. Hilfstätigkeit; Schülern untersagt vgl. Trippelknecht er [cappelmaister], sein hausfraw noch gesindt [sollen] die jungen z…

Trippelbloch

RhWB

trippel·bloch

Trippel-bloch -epəlblǫux Monsch-Rollesbr n.: mit Eisenbändern versehene Ackerwalze.

trippelei

DWB

trippe·lei

trippelei , f. : dann im laufschritt bergab; laufschritt ... ist bequemer und sicherer als ewige vorsicht und trippelei Fontane ges. w. I 6,…

trippeleineⁿ

Idiotikon

trippeleineⁿ Band 14, Spalte 1255 trippeleineⁿ 14,1255

trippelen

KöblerMhd

tripp·elen

trippelen , sw. V. nhd. trippeln? Q.: Pilgerf (1390?) (FB trippeln) E.: s. traben W.: nhd. trippeln, sw. V., trippeln, DW 22, 641 L.: FB 352…

trippeleⁿ

Idiotikon

trippeleⁿ Band 14, Spalte 1255 trippeleⁿ 14,1255

Trippelfeld

RhWB

tripp·elfeld

Trippel-feld -ibəl- Sieg-ODollend : Tant Tr.f. scherzh. für eine, die mit kleinen Schritten zu gehen pflegt.

Trippelfik

MeckWB

Trippelfik f. Schelte für eine unruhige Kuh Wa.

trippelf¹teken

WWB

trippel-fo¹teken V. trippeln, kleine, gezierte Schritte machen ( WmWb ). ¶ Vgl.→ til-fo¹teken .

trippelfüszchen

DWB

trippel·fueszchen

trippelfüszchen , n. , zu 1 trippeln: tiefgrün ergrünte unter den trippelfüszchen ( einer bachstelze ) das triefende moos Eb. König Thedel v…

trippelgang

DWB

trippel·gang

trippelgang , m. , zu 1 trippeln: er ... läuft mit seinem eigentümlichen trippelgang davon E. E. Dwinger wir rufen Deutschland 281 . —

Trippelgeist

RhWB

trippel·geist

Trippel-geist -ibəl- Ahrw m.: verächtl. einer, der durch ständiges Bitten lästig fällt.

Trippelhandel

PfWB

trippel·handel

 Trippel-handel m. : ' Hausierhandel (?) '. a. 1741: wegen in Compagnie getriebenen Trippelhandels [Ratsprotokolle von Kaislt 1742/237]. a.…

Trippelhans

RhWB

trippel·hans

Trippel-hans -øbəl- Saarbg-Faha m.: verächtl. einer, der träge geht, arbeitet.

trippelitrapp

Idiotikon

trippeli-trapp Band 14, Spalte 1238 trippeli-trapp 14,1238

trippelig

DWB

trippelig , adj. , gelegenheitsbildung zu 1 trippeln in übertragener bedeutung ' unruhig, unstet ': weil wir mit den halbgeistlichen geistlo…

Trippeljäger

MeckWB

trippel·jaeger

Trippeljäger m. ein Volkstanz, bei dem man hin und her schritt, nicht rundum tanzte Ro Dob ; Popp; Goss. Was mein 156.

trippel als Zweitglied (2 von 2)

G(e)trippel

Idiotikon

G(e)trippel Band 14, Spalte 1255 G(e)trippel 14,1255

Ableitungen von trippel (1 von 1)

getrippel

DWB

getrippel , n. , verbalsubstantiv, das in zwei verschiedenen bedeutungen auftritt. 1 1) der älteren sprache gehört das mit getrappel, geträp…

Zitieren als…
APA
Cotta, M. (2026). „trippel". In lautwandel.de — Aggregat aus 53 historischen deutschen Wörterbüchern. Abgerufen am 12. May 2026, von https://lautwandel.de/lemma/trippel/dwb?formid=T11481
MLA
Cotta, Marcel. „trippel". lautwandel.de, 2026, https://lautwandel.de/lemma/trippel/dwb?formid=T11481. Abgerufen 12. May 2026.
Chicago
Cotta, Marcel. „trippel". lautwandel.de. Zugegriffen 12. May 2026. https://lautwandel.de/lemma/trippel/dwb?formid=T11481.
BibTeX
@misc{lautwandel_trippel_2026,
  author       = {Cotta, Marcel},
  title        = {„trippel"},
  year         = {2026},
  howpublished = {lautwandel.de — Aggregat aus 53 historischen deutschen Wörterbüchern},
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  urldate      = {2026-05-12},
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