Hauptquelle · Grimm (DWB, 1854–1961)
treueifrig adj.
treueifrig , adj. , adv., im 17. jh. auszerordentlich häufiges wort, später überraschend schnell ungebräuchlich geworden, vorwiegend dem kanzleistil und der verwaltungssprache eigen, meist noch in der form treueiferig. 1 1) als attribut, gern von beamten: ich habe es erlebet, dasz man ehrliche, fromme und treueiferige prediger hatt gezwungen und gedrungen, dasz sie den allerunwürdigsten ... leuten das h. abendmahl haben müssen reichen, ... J. Rist neue passionsandachten (1664) c 4 b ; treueifriger seelsorger der gewissenhafte priester (1694) a 2 a ; treueiferiger lehrer Kramer 2 (1702) 1139 c …