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tinde

ae. bis Dial. · 4 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

MNWB
Anchors
6 in 4 Wb.
Sprachstufen
3 von 16
Verweise rein
19
Verweise raus
6

Eintrag · Mittelniederdeutsches Wb.

¹tinde f.

Bd. 3-1, Sp. 959
1tinde, tint, °tinne (Oldenb. Jb. 15, 210), f. (Pl. -n, tinde): Zinke z. B. an Egge, Forke, Harke etc., „19 iseren tynden tho eyner egeden” (SL 4, 545: Wism. Inv.), (als Utensil bei Zauberei:) „dar tho hedde ße eyne meßforcke II male in dat fur gesteken und de thynde gloygich gemaket und de darna upgerichtet by dem fure” (Bartsch Meckl. Sagen 2, 7); — (bei Selbstmord:) „de Frunde scholen den doden Licham up eine Egede edder Slope leggen vnde in dat Velth bi einem Schede edder Cruce Wege varen vnde dar begraven, vnde []de Egede schal up dat Graff boliggen bliven vnde mit Erde beschoten werden, doch scholen dre Tinde mit der Erden unbedecket bliven, alse dat men de stedes seen kann” (Sa. Ho. R. 130). °ēgettinde, f.: Zahn, Zinken der Egge, „occazio, dens erpice” (SL 1, 630: Brevil.).
805 Zeichen · 17 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 8.–11. Jh.
    Altenglisch
    tindesw. V.

    Köbler Ae. Wörterbuch

    tinde , sw. V. nhd. spannen Hw.: s. *tinan? E.: ? L.: Hh 349

  2. 1200–1600
    Mittelniederdeutsch
    tindeF.

    Köbler Mnd. Wörterbuch · +3 Parallelbelege

    tinde , F. nhd. Zahn, Zinke Vw.: s. vorken- Hw.: s. tint E.: s. tant (1)? L.: MndHwb 3, 959 (tinde)

  3. modern
    Dialekt
    Tindef.m.

    Westfälisches Wb.

    Tinde f.m. [ Kr. Lübbecke Lüb Kr. Minden Min Kr. Steinfurt Stf Kr. Tecklenburg Tek Kr. Herford Hfd Lippe Bie, verstr. Kr…

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit tinde

20 Bildungen · 10 Erstglied · 10 Zweitglied · 0 Ableitungen

tinde‑ als Erstglied (10 von 10)

Tindeln

Campe

† Tindeln , v. ntr . mit haben , im N. D. glänzen. Fulda.

Tindenbalke

WWB

tinde·n·balke

Tinden-balke m. [ Kr. Lübbecke Lüb Kr. Minden Min Kr. Herford Hfd Lem] Querbalken einer Harke (in dem die Zähne oder Zinken sitzen) (Frbg.).

Tindenbō²m

WWB

tinde·n·bom

Tinden-bō²m m. Querbalken einer Harke (in dem die Zähne oder Zinken sitzen) (Frbg.) ( Kr. Herford Hfd Hi).

Tindenharke

WWB

tinde·n·harke

Tinden-harke f. Harke für liegengebliebene Getreidehalme (Frbg.) ( Kr. Detmold Det Os).

Tindenholt

WWB

tinde·n·holt

Tinden-holt n. Querbalken einer Harke (in dem die Zähne oder Zinken sitzen) (Frbg.) ( Kr. Olpe Olp Bh).

tinderleⁿ

Idiotikon

tinderleⁿ Band 13, Spalte 461 tinderleⁿ 13,461

tindesan

KöblerMnd

tinde·san

tindesan , Adv. Vw.: s. tendesan L.: Lü 404b (tindesan)

tinde als Zweitglied (10 von 10)

egettinde

KöblerMnd

egettinde , M. Vw.: s. ēgedetinde L.: Lü 92a (egettinde)

Gaffeletinde

WWB

gaffele·tinde

Gaffele-tinde f. Gaffeltinge Gabelzinke ( Kr. Altena u. die krfr. Stadt Lüdenscheid Alt Am).

Harkentinde

WWB

harken·tinde

Harken-tinde [nördl. OWestf Tek, sonst verstr.] Zinke (einer hölzernen Harke).

Hiᵉkeletinde

WWB

Hiᵉkele-tinde Zinken, Stachel der Flachshechel. — Ra.: Et was mui, os wenn ’k up Hiekeltuin’n satt ich konnte nicht mehr sitzen, hatte keine…

Holttinde

WWB

holt·tinde

Holt-tinde [verstr. nördl.] Zahn und Zinke (einer hölzernen Harke) (Frbg.).

Iᵉgedentinde

WWB

Iᵉgeden-tinde f. [verstr.] Egtuinen ( Kr. Herford Hfd Kr. Herford@Bischofshagen Bi ) Zapfen, Zinke der Egge.

Seißenetinde

WWB

seissene·tinde

Seißene-tinde Zapfen am hinteren, dicken Teil des Sensenblattes, womit das Blatt am Sensenbaum befestigt wird (Frbg.) ( Kr. Tecklenburg Tek …

vorkentinde

KöblerMnd

vorke·n·tinde

vorkentinde , F. nhd. Forkenzinke E.: s. vorke, tinde L.: MndHwb 1, 841 (vorkentinde)

ēgedetinde

KöblerMnd

ēgedetinde , M. Vw.: s. ēgedetant*