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tiefsinnig

nhd. bis spez. · 9 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

Pfeifer_etym
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Eintrag · Etym. Wb. des Deutschen (Pfeifer)

tiefsinnig

tiefsinnig

tief Adj. ‘weit (nach) unten, ausgehöhlt, nicht flach’, übertragen ‘dunkel tönend, gehaltvoll, intensiv’, ahd. tiof (8. Jh.), mhd. tief, tiuf, asächs. diop, mnd. dēp, mnl. nl. diep, aengl. dēop, engl. deep, anord. djūpr, schwed. djup, got. diups ‘tief’ führen auf germ. *deupa-, das sich mit lit. dubùs ‘tief, hohl’, lit. daubà ‘Schlucht’, aslaw. dьbrь ‘Kluft, Schlucht, Tal, Abgrund’, russ. (älter) debr’ (дебрь) ‘Wald, Tal, Schlucht’, air. domain ‘tief’ zu einer Wurzel ie. *dheub-, *dheup- ‘tief, hohl’ stellen läßt. – Tiefe f. ‘Ausdehnung nach unten, Abgrund, Intensität, Tiefgründigkeit’, ahd. tiufī (8. Jh.), mhd. (durch Angleichung an das Adj.) tiefe und (lautgerecht) tiufe (woraus Teufe, s. d.), asächs. diupi, mnd. dēpe, mnl. diepe, aengl. dīepe, got. diupei, Abstraktbildung mit dem Suffix germ. -īn- zum Adjektiv. Daneben mit dem Suffix germ. -iþō (*deupiþō) mhd. tiufede, tiefte, mnd. dēpede, dēpte, mnl. diepde, nl. diepte, mengl. depthe, engl. depth, anord. dȳpt, got. diupiþa ‘Tiefe’. vertiefen Vb. ‘tiefer machen, ausheben, intensiv verstärken’, reflexiv ‘sich intensiv mit etw. beschäftigen’, mhd. vertiefen ‘vertiefen, versenken’; dazu s. auch verteufen unter Teufe. tiefsinnig Adj. ‘tiefgründig, gründlich durchdacht, trübsinnig, schwermütig’ (1. Hälfte 18. Jh.), zuvor in der heute nicht mehr üblichen Bedeutung ‘scharfsinnig, schlau’ (Ende 16. Jh.). Dazu die Rückbildung Tiefsinn m. ‘grüblerisches Nachsinnen, Trübsinn, Schwermütigkeit’ (Mitte 18. Jh., zuvor Tiefsinnigkeit, 1. Hälfte 18. Jh.); vgl. mhd. tiefer sin.
1538 Zeichen · 68 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Tiefsinnig

    Adelung (1793–1801) · +3 Parallelbelege

    Tiefsinnig , -er, -ste, adj. et adv. Tiefsinn enthaltend, in demselben gegründet, in beyden Bedeutungen des vorigen Wort…

  2. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    tiefsinnig

    Goethe-Wörterbuch

    tiefsinnig [bisher nicht publizierter Wortartikel]

  3. modern
    Dialekt
    tiefsinnig

    Elsässisches Wb. · +2 Parallelbelege

    tiefsinnig Adj. trübsinnig Bf. K. Z.

  4. Spezial
    tiefsinnig

    Deutsch-Ladinisch (Mischí)

    tief|sin|nig adj. 1 (in Bezug auf Gedanken) sot (soc, sota) 2 (trübsinnig) malinconich (-cs, -ca).

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit tiefsinnig

1 Bildungen · 1 Erstglied · 0 Zweitglied · 0 Ableitungen

Ableitung von tiefsinnig

tiefsinn + -ig

tiefsinnig leitet sich vom Lemma tiefsinn ab mit Suffix -ig.

Zerlegung von tiefsinnig 2 Komponenten

tief+sinnig

tiefsinnig setzt sich aus 2 eigenständigen Lemmata zusammen. Die Klammerung zeigt die Hierarchie der Komposition; Klick auf einen Bestandteil öffnet seine Etymologie.

tiefsinnig‑ als Erstglied (1 von 1)

tiefsinnigkeit

DWB

tiefsinnig·keit

tiefsinnigkeit , f. das tiefsinnigsein. 1 1) zu tiefsinnig 1, sagacitas, subtilitas, perspicacia Aler 1878 b . Rädlein 878 b : an guten köpf…