Hauptquelle · Grimm (DWB, 1854–1961)
stuhlräuber m.
stuhlräuber , m. , schon mnd. stôlrôver Schiller-Lübben 4, 411 b , im älteren nhd. bis ins 17. jh. gängig. 1 1) zu stuhl 10 e ( sp. 345), vgl. raubstuel des wucherers bei Schottel 465 , ' capitalräuber, geldräuber, wucherer ': darumb heiszen sie auch stulreuber, land- und straszendiebe, nicht kastenreuber noch meucheldiebe, die aus der barschafft zwacken, sondern die auff dem stul sitzen, und heiszen grosze junckern ( vgl. stuhljunker ) und ersame, frome burger und mit guten schein rauben und stelen Luther 30, 1, 165 W.; s. auch 15, 321, 11; 33, 4, 18 u. ö.; ( die kaufleute ) ... machens euch …