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strîpe

mnd. bis Dial. · 4 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

MNWB
Anchors
5 in 4 Wb.
Sprachstufen
3 von 16
Verweise rein
2
Verweise raus
10

Eintrag · Mittelniederdeutsches Wb.

strîpe f.

Bd. 3-1, Sp. 546
strîpe f., strîpen, m., 1. eingewebter Streifen bes. in Leinen- und Wollgewebe; farbiger Streifen als Merkmal im Vogelgefieder (Amsel). 2. Streifen auf der Körperhaut, Striemen als Spur von Schlägen, „eyn rode stripe” als Kategorie der Strafe (Ostfries. Rqu. ed. Borchling 97). 3. Bandstreifen, Besatzstreifen auf Kleidungsstücken, gēle s. als Schandstreifen der Dirnen, daumenbreiter Streifen quer über die Mitte des gestärkten Kopftuches laufend (Hamburg). °4. schmaler Landstreifen (Gebiet Hamburg, Bremen, Westfalen). 5. dünner Lederstreifen als Senkel ? „an stevelen mach men (an Feiertagen) wol stripen maken” (Lünebg. ZR. 631 oder l. strippen ?). 6. streifenartiger Webfehler in Tüchern durch Verwendung mangelhafter Garne, vgl. strîpen 5; übertr. Makel, Schaden, bes. moralischer Schaden; Rda. „dat is alto quaden stripen in enen guden lakene” (Veghe 260 u. ähnl. 226).
887 Zeichen · 28 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 1200–1600
    Mittelniederdeutsch
    stripe

    Mnd. Handwb. (Lübben/Walther) · +1 Parallelbeleg

    stripe, f. Streifen, bes. am Zeug; Strippe am Stiefel? schmales Stück Ackers.

  2. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Stripe

    Campe (1807–1813) · +1 Parallelbeleg

    Stripe , — n, Mz. — n , im N. D. 1) der Streif Streifen. 2) Lüneburger Striepen , eine Sorte Sommerbirnen. deren es weiß…

  3. modern
    Dialekt
    Strīpem.f.

    Westfälisches Wb.

    Strīpe m.f. [verbr.] 1.1. farblich von seiner Umgebung abgehobener langer, schmaler Abschnitt einer Fläche. Ne räoe (rot…

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit stripe

31 Bildungen · 16 Erstglied · 15 Zweitglied · 0 Ableitungen

stripe‑ als Erstglied (16 von 16)

strīpedeful

WWB

strīpede-ful Adj. struipte - gestrichen voll (Lippe WWB-Source:219:Oesterh Oesterh ).

strîpelhaftich

MNWB

stripe·lhaftich

strîpelhaftich (-tigk) , -ichtich , adj. , 1. medizin .: streifig als Krankheitssymptom im Urin (SL). 2. Weberei: fehlerhafte Eigenschaft vo…

strīpelig

WWB

strīpelig Adj. [KSauerl] 1. streifig, gestreift. — 2. (von einer Mundart) nicht rein, sondern mit einer anderen Mundart oder mit Hochdeutsch…

Strīpeling

WWB

stripe·ling

Strīpeling m. [ Kr. Minden Min Stf] Apfelsorte mit Streifen; (sehr lagerfähiger) Winterapfel.

Strīpenböis

WWB

Strīpen-böis n. Striepens - gestreifte Arbeitsjacke (z.B. des Metzgers, Schreiners) ( WmWb ).

strīperig

WWB

stripe·rig

strīperig Adj. [verstr.] 1. streifig ( WmWb ). — 2. (vom Brot) wasserstreifig.

stripe als Zweitglied (15 von 15)

Alstrīpe

WWB

Al-strīpe dass. ( Kr. Beckum Bek Kr. Beckum@Ahlen Al , Kr. Recklinghausen u. die krfr. Städte Bottrop u. Gladbeck Rek Po).

Grasstrīpe

WWB

gras·stripe

Gras-strīpe m. [verstr. westl.] 1. Reihe gemähten Grases. — 2. Grasstreifen (z.B. zu beiden Seiten des Weges; es wurden Kühe darauf gehütet)…

Kǟrstrīpe

WWB

karst·ripe

Kǟr-strīpe schmaler Grasstreifen als Grenze zwischen zwei Äckern (Frbg.) ( Kr. Tecklenburg Tek Hö).

Leªwerstrīpe

WWB

Leªwer-strīpe [verstr.] Wasserstreifen im Brot.

Plō¹gstrīpe

WWB

Plō¹g-strīpe m. Grassteifen am Acker, auf dem der Pflug gewendet wird (Frbg.) ( Kr. Recklinghausen u. die krfr. Städte Bottrop u. Gladbeck R…

Snadstrīpe

WWB

Snad-strīpe [verstr.] schmaler Grasstreifen als Grenze zwischen zwei Äckern.

Windstrīpe

WWB

wind·stripe

Wind-strīpe m. [Münsterl Lem] langgezogener, weißer, feiner, leicht verwehter Wolkenstreifen.