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stripe

mnd. bis Dial. · 4 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

WWB
Anchors
5 in 4 Wb.
Sprachstufen
3 von 16
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2
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10

Eintrag · Westfälisches Wb.

Strīpe m.f.

Bd. 5, Sp. 571
Strīpe m.f. [verbr.] 1.1. farblich von seiner Umgebung abgehobener langer, schmaler Abschnitt einer Fläche. Ne räoe (roter) Streïpe (Kr. IserlohnIsl Kr. Iserlohn@DeilinghofenDh). En Strīp’m Tǖch (die krfr. Städte Dortmund, Castrop-Rauxel u. LünenDor die krfr. Städte Dortmund, Castrop-Rauxel u. Lünen@WellinghofenWl). Linnen met Stripen drin (Kr. SteinfurtStf Kr. Steinfurt@AltenrheineAr). Et Braut hätt ne Striepe ist wasserstreifig (Kr. Waldeck u. Kr. Frankenberg (niederdeutscher Teil)Wal Kr. Waldeck u. Kr. Frankenberg (niederdeutscher Teil)@AmmenhausenAm). — Ra.: Platt mät Striepens mit Hochdeutsch durchsetztes Plattdeutsch (Kr. AhausAhs Kr. Ahaus@StadtlohnSt). — 1.2. Striemen; Spur eines Peitschenschlages (Kr. BeckumBek Kr. Beckum@VorhelmVh). Vom Vatter de Struipen, von der Mutter de Salwe (Kr. LippstadtLst Kr. Lippstadt@DrewerDr || mehrf.). — 1.3. Runzel, Falte. He häff de Striepens noch in’t Gesicht vom Schlaf (WmWb). He heff ook all Striepen dör’t Gesicht Falten im Alter (Kr. Borken u. die krfr. Stadt BocholtBor Kr. Borken u. die krfr. Stadt Bocholt@GemenGe). — 1.4. In festen Wendungen: De häff ne Striepen ist verrückt (WmWb). He häff ’n Striepen derdöör ist dümmlich, verwirrt, verrückt (Kr. AhausAhs Kr. Ahaus@StadtlohnSt || mehrf.); ... häff ne Striepen längs dass. (WmWb). He häff ’t met Striepen ist unausgeglichen, launisch, mürrisch (WmWb). — 2.1. langes, schmales Stück (von etwas). En Strīp’m Speck (die krfr. Städte Dortmund, Castrop-Rauxel u. LünenDor die krfr. Städte Dortmund, Castrop-Rauxel u. Lünen@WellinghofenWl). ’n Struip’m Lant ein schmales Stück Land (Kr. SoestSos Kr. Soest@HattropHa). — 2.2. längliches Acker- oder Waldstück, längliches Gartenbeet, langes Grundstück (Kr. SteinfurtStf Kr. Steinfurt@AltenrheineAr); schmaler Grasstreifen als Grenze zwischen zwei Äckern (Frbg.). Striepkes in’t Vääne schmale Moorparzellen (WmWb). Laot dinen langen Strīpen män so liggen, dao wäß doch nicks (Kr. SteinfurtStf Kr. Steinfurt@AltenrheineAr). — 2.3.1. viel, eine Menge. En Streïpen metmāken viel zu leiden, zu ertragen haben (KkWb || mehrf.). He giff ne Striepe an gibt tüchtig an (WmWb). — 2.3.2. „Zeitlang“: En Streypen friggen [](freien, werben) (KkWb). — 3. Faser, die man bei grünen Bohnen abzieht (Frbg.) (Ennepe-Ruhr-KreisEnr We). ⟨Genus: f. -pe [Kr. IserlohnIsl Is], sonst m. (-p; -pe; -pen, -p’m)⟩ ¶ WWB-Source:238:RhWbRhWb 8,819: Streifen; HnVwb 3,835: Streife(n). — Vgl.→ ¹Striᵉpe. Zus.:→ Al~, Brō²d~, Grents~, Kǟr~, Kleªwe~, Leªwer~, Plō¹g~,Schēd~, Snad~, Wāter~, Wind~.
2655 Zeichen · 103 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 1200–1600
    Mittelniederdeutsch
    stripe

    Mnd. Handwb. (Lübben/Walther) · +1 Parallelbeleg

    stripe, f. Streifen, bes. am Zeug; Strippe am Stiefel? schmales Stück Ackers.

  2. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Stripe

    Campe (1807–1813) · +1 Parallelbeleg

    Stripe , — n, Mz. — n , im N. D. 1) der Streif Streifen. 2) Lüneburger Striepen , eine Sorte Sommerbirnen. deren es weiß…

  3. modern
    Dialekt
    Strīpem.f.

    Westfälisches Wb.

    Strīpe m.f. [verbr.] 1.1. farblich von seiner Umgebung abgehobener langer, schmaler Abschnitt einer Fläche. Ne räoe (rot…

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit stripe

31 Bildungen · 16 Erstglied · 15 Zweitglied · 0 Ableitungen

stripe‑ als Erstglied (16 von 16)

strīpedeful

WWB

strīpede-ful Adj. struipte - gestrichen voll (Lippe WWB-Source:219:Oesterh Oesterh ).

strîpelhaftich

MNWB

stripe·lhaftich

strîpelhaftich (-tigk) , -ichtich , adj. , 1. medizin .: streifig als Krankheitssymptom im Urin (SL). 2. Weberei: fehlerhafte Eigenschaft vo…

strīpelig

WWB

strīpelig Adj. [KSauerl] 1. streifig, gestreift. — 2. (von einer Mundart) nicht rein, sondern mit einer anderen Mundart oder mit Hochdeutsch…

Strīpeling

WWB

stripe·ling

Strīpeling m. [ Kr. Minden Min Stf] Apfelsorte mit Streifen; (sehr lagerfähiger) Winterapfel.

Strīpenböis

WWB

Strīpen-böis n. Striepens - gestreifte Arbeitsjacke (z.B. des Metzgers, Schreiners) ( WmWb ).

strīperig

WWB

stripe·rig

strīperig Adj. [verstr.] 1. streifig ( WmWb ). — 2. (vom Brot) wasserstreifig.

stripe als Zweitglied (15 von 15)

Alstrīpe

WWB

Al-strīpe dass. ( Kr. Beckum Bek Kr. Beckum@Ahlen Al , Kr. Recklinghausen u. die krfr. Städte Bottrop u. Gladbeck Rek Po).

Grasstrīpe

WWB

gras·stripe

Gras-strīpe m. [verstr. westl.] 1. Reihe gemähten Grases. — 2. Grasstreifen (z.B. zu beiden Seiten des Weges; es wurden Kühe darauf gehütet)…

Kǟrstrīpe

WWB

karst·ripe

Kǟr-strīpe schmaler Grasstreifen als Grenze zwischen zwei Äckern (Frbg.) ( Kr. Tecklenburg Tek Hö).

Leªwerstrīpe

WWB

Leªwer-strīpe [verstr.] Wasserstreifen im Brot.

Plō¹gstrīpe

WWB

Plō¹g-strīpe m. Grassteifen am Acker, auf dem der Pflug gewendet wird (Frbg.) ( Kr. Recklinghausen u. die krfr. Städte Bottrop u. Gladbeck R…

Snadstrīpe

WWB

Snad-strīpe [verstr.] schmaler Grasstreifen als Grenze zwischen zwei Äckern.

Windstrīpe

WWB

wind·stripe

Wind-strīpe m. [Münsterl Lem] langgezogener, weißer, feiner, leicht verwehter Wolkenstreifen.