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Stork

as. bis Dial. · 8 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

ElsWB
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9 in 8 Wb.
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Eintrag · Elsässisches Wb.

Stork

Bd. 2, Sp. 613a
Stork, Storch [ʿStòr Ballersd. Lutterb. Illz. Str.; ʿStòriχ Ingersh.; ʿStòreχ Hag. Kindw.; ʿStork Mü. Ruf. Su. Hlkr. M. Bf.; ʿStòrik Co. Dü. Bebelnh. Mütt. NHof Str. U.; Pl. meist ohne Umlaut –ə, mit Umlaut ʿStèrk Hlkr., ʿStèrik NHof, ʿStèreχ Kindw.; Demin. ʿStèrkl, ʿStèrkələ Str.] m. (f. K. Z. Hag.) 1. Storch. Er het n-e Hals wie-n-e Stork so lang Su. ‘Umb des Peterstuol fest suochen die Storcken jr nest’ Fisch. Prakt. 17. ‘die Storcken fliegen umb Jacobi wider hinweg’ Str. 1625 JB. VII 113. ‘ja sie wissen noch nicht so vil als die Storcken, auf welchem fus sie stahn müsen’ Fisch. Bin. 86a. ‘Dise sein gleich den Storcken’ Geiler Narr. 66 Kloster. ‘Storcken cigognes’ Martin Parl. N. 561. Der Storch ist besonders bei Kindern beliebt; es gibt mehrere Verschen mit Abarten, die sie ihm zurufen, sobald sie ihn erblicken. Storch, Storch, stipper dine Bein, Trag mich ufm Rücken heim; Wenn du mich nit kannst tragen, So hol e langer Wagen; Wenn du mich nit kannst ziegen, So loss mich wieder fliegen! Illz., ähnl. Lutterb. Ruf. Co. Bebelnh. Rapp. JB. VII 160. ‘Stork, Stork, Stibberdibein! Dra mi uf'm Rucke heim! Kannsch mi nit erdrauje, Lai mi uf de Wauje; Kannsch mi nit erzeje, Loss mi d'heime leje! Drauje ’s Brod ins Beckehüs, Bringe-n-im Kind e Weckele drus!’ Str. Stöber Volksb. 313. Storik, Storik, stipper die Bein, Traug mich uf dinen Flijelen heim; Wënn du mich nit kannst traujen, Holst den langen Waujen Und den wissen Schimmel: Füehr mich in den Himmel Ringend.; ähnl. Damb. Stöber Volksb. 314. ‘Stork, Stork, styber die Bein!’ Hirtz Ged. 205. Storik, Storik, Langbein, Trag mich ufm Buckel heim; Wënn mich nit kannst trajen, Loss mich liewer fahren! Co. Storik, Storik, Langbein, Traug mich ufm Rücken heim! Dunzenh. Storik, Storik, dreimol herum, Lei dich uf den Waujen, Kann dich nimmi traujen; Lei dich uf den Rücken, Kann dich nimmi drücken! Ingw. Storik, Storik, dräj dich herum, Millichsippel, Tülipa: Friss du, was du geschissen hest! Dunzenh. Abzählsprüche: Storik, Storik, dräj dich herum, Bariggel, Bariggel, s het zwei geschlaugen! Str. Storch, Storch, Zipfelschnabel, Kumm, ich will dich lehren s Ëssen tragen Mit der breiten Wannen Ze der Mueter annen, Züm Vetter Lieni (Lienhard), Blëtz mir mine Schüehli; D Katz het mir s Lëder genummen. Wart, bis ich wieder kumm Morne morgen früej, Wenn der Haber blüejt, Wenn der Roggen rist, Wenn der Miller pfist, Wenn der Beck in d Hosen schisst Ballersd. Var. ‘Storch, Storch Eini! Mit dine lange Beini, Mit dine lange Schnîbberschnäbber!’ usw. Dirlinsd. Stöber Volksb. 315, Gebw. ebd. 317. Reitliedchen für Kinder, welche auf den Knien Erwachsener geschaukelt werden: Storiken, Storiken, Schniweschnawel, Setz dich uf de-n-Iserengawel, Setz dich uf den langen, langen Waujen; Der Waujen kann dich traujen, Treit dich üwer s Becken Hus, Wirft dir drei Wecke-n-herus, Wirft sie hinger d Tüer: Und unser klein Schorschele (od. anderer Kindername) holt sie wieder herfür Hf. Beim Anblick eines Storches rufen die Kinder zuweilen auch: ‘Stork, Stork, di Hîsele brennt! Vadder un Mueder sin d'Hèll awe g'rennt!’ Mü. Stöber Volksb. 316. Storik, Storik, s Nest brënnt, D Jungen sind schun lang verbrënnt Hf. Vgl. Ramm(e). Die Vorstellung, dass der Storch die kleinen Kinder bringt, ist nicht volkstümlich und wenig verbreitet und scheint erst in jüngerer Zeit Eingang gefunden zu haben. Storik, Storik, stipper din Bein, Bring mir morje-n-e Buppele heim! Hf. (erst seit 1893); Var. Bring mir e Buppele heim! Ingw. Zss. Storikenschnabel. 2. aufgeschossener, langhalsiger Mensch. Dër Storik het üwerall sini Nas drin Dü. Lueg, d Storken fliege-n-us! dort geht ein langer Mensch Ruf. 3. Der blöue Storken eine Art Singtanz, der anfangs dem langsamen, gravitätischen Menuett ähnlich ist; jetzt ausser Gebrauch K. Han. Aug. Stöber Der Kochersberg 48, wo auch der Anfang des Storchenlieds mitgeteilt ist. ‘einem den storcken machen’ drehen, durch Gebärden äffen, ausspotten Geiler S. M. 35. 4. Demin. Pl. Sterkelen übtr. Hypothek. Rda. ‘Sterkele-n-uff em Dach han Hypotheken auf dem Haus Str. CS. 105; e Storikennest uf m Hus han dass. Str. Ulrich. Basel 250. Bayer. 2, 781.
4362 Zeichen · 120 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 9.–12. Jh.
    Altsächsisch
    storkst. M. (a?)

    Köbler As. Wörterbuch

    stork , st. M. (a?) nhd. Storch ne. stork (N.) ÜG.: lat. ciconia GlTr Hw.: vgl. ahd. storh (st. M. a?) Q.: Gl (Berlin St…

  2. 1200–1600
    Mittelniederdeutsch
    storkM.

    Köbler Mnd. Wörterbuch · +1 Parallelbeleg

    stork , M. nhd. Storch, Totenvogel (Bedeutung örtlich beschränkt) ÜG.: lat. ciconia, ibis Hw.: vgl. mhd. storch, mnl. st…

  3. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    StorkDer

    Campe (1807–1813)

    † Der Stork , s. Storch .

  4. modern
    Dialekt
    Stork

    Elsässisches Wb. · +4 Parallelbelege

    Stork , Storch [ʿStòr Ballersd. Lutterb. Illz. Str. ; ʿStòriχ Ingersh. ; ʿStòreχ Hag. Kindw. ; ʿStork Mü. Ruf. Su. Hlkr…

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit stork

33 Bildungen · 32 Erstglied · 0 Zweitglied · 1 Ableitungen

stork‑ als Erstglied (30 von 32)

storkel

DWB

stor·kel

storkel , m. , wie unten torkel und wohl unter dem einflusz von oben stolpern, verb. ( sp. 219), s. auch das folgende.

storkelig

RhWB

storkelig -ǫ- Adj.: 1. a. holzig, saftlos, von Rübengewächsen Trier-Fell Mehring , MGladb-Rheind , Kref-Linn . — b. hartstengelig, von Gras …

storkeln

DWB

stor·keln

storkeln , verb. , straucheln, stolpern ( Woeste 256 b ); storggeln, stolpern Frommann zeitschr. 3, 341 ; vgl. Schmeller 2 2, 782; der trunk…

Storkenbein

ElsWB

storken·bein

Storke n bein n. langes, mageres Bein Str. ‘Wenn einer ke Wade hett, se saat merr: »er hett Storckebein«’ E. Stöber Neujahrsbüchl. 1824, 18.…

Storkennest

ElsWB

storken·nest

Storke n nest n. Storchennest allg. Rda. Do könnt m e r s i e jo in ke ine m St. schöner binanner finge n Dehli. — Schweiz. 4, 840.

Storkenschnabel

ElsWB

storken·schnabel

Storke n schnabel m. 1. Storchschnabel, Geranium- und Erodiumarten Su. Dü. Kirschl. 1, 127. 128. 2. Pl. ‘Storkeschnáwel’ eine Art Birnen mit…

Storkensnawel

MeckWB

storken·snawel

Storkensnawel m. Storchenschnabel; Pflanzen der Gattung geranium: geranium 'Storckenschnavel' Chytr. 501; mod. nur halbhd. fachspr. Werkzeug…

storkern

RhWB

stor·kern

storkern -ǫ- NBerg in Sol schw.: stochern. — Abl.: die Storker(er)ei, dat Gestorker(sch).

Storkes

RhWB

stor·kes

Storkes mosfrk -orgəs Bernk-Gonzerath , Koch-Poltersd , Kobl-Stdt , Altk-Witten; -u- Merz-Stdt ; -ǫrk- RRip in Sieg-Ägid ; -ęrg- Trier-Filsc…

storkesbika

KöblerMnd

storkesbika , M. Vw.: s. storkesbēke

storkesbēke

KöblerMnd

storkesbēke , M. nhd. „Storchsbach“ E.: s. stork, bēke (1) L.: MndHwb 3, 506 (storkesbēke) Son.: örtlich beschränkt, nur als ON gebraucht

storkesbōm

KöblerMnd

storkesbōm , M. nhd. Storchenbaum E.: s. stork, bōm L.: MndHwb 3, 506 (storkesbēke/strokesbôm) Son.: örtlich beschränkt, auch als PN gebrauc…

storkeskampeswōrt

KöblerMnd

storkeskampeswōrt , F. nhd. Storchenwiese E.: s. stork, kampeswōrt L.: MndHwb 3, 506 (storkesbēke/strokeskampeswōrt) Son.: örtlich beschränk…

stork(e)snest

MNWB

storke·s·nest

° stork(e)snest, n. , Storchennest, nur bildl.: „ Stade was kein storckesnest ” (Renner Chron. Brem. 43) fiel nicht, gab nicht auf. — Im spö…

storkessig

RhWB

stork·essig

storkessig -əsiχ ahd. Adj.: ungelenk, steif, störrisch; zu sehr gestärkt, von der Wäsche; Tuch, mit klebriger Flüssigkeit getränkt u. dann g…

storkessîpe

MNWB

storke·s·sipe

° storkessîpe, m. , feuchte Wiese, Talniederung als Aufenthaltsort von Störchen (Ub. Clarenbg. 334). —

storkessnāvel

KöblerMnd

storkessnāvel , Sb. nhd. „Storchenschnabel“ (eine Pflanze) ÜG.: lat. cicuta?, aquileia? Hw.: vgl. mhd. storchsnabel E.: s. stork, snāvel W.:…

storkessnēvel

KöblerMnd

storkessnēvel , Sb. Vw.: s. storkessnāvel

storkessīpe

KöblerMnd

storkessīpe , M. nhd. feuchte Wiese als Aufenthaltsort von Störchen, Talniederung als Aufenthaltsort von Störchen E.: s. stork, sīpe L.: Mnd…

storkig

RhWB

storkig diese Bildung ist verbreiteter, u. zwar -ō- Rhfrk in Simm-Laub ; -o-, –ǫ- Mosfrk in Merz , Saarbg , Trier bis Koch , Eif, Altk-NFisc…

storkna

KöblerAn

storkna , sw. V. nhd. steif werden, trocknen Hw.: s. storkinn, sterkr, styrkr E.: germ. *sturknan, sw. V., erstarren; idg. *sterg-, *terg-, …

Storkow

Meyers

Storkow , Stadt im preuß. Regbez. Potsdam, Kreis Beeskow-S., am Dolgensee, am Storkower Kanal , der, 23 km lang und bei einem mittlern Wasse…

storksen

DWB

stork·sen

storksen , verb. , ( steifbeinig ) gehen Müller - Fraureuth 2, 569 b ( Leipz. auch in der spielform stulksen ebenda ). verstärkung von storg…

Ableitungen von stork (1 von 1)

storke

Lexer

storke s. storch.