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Stößel

nhd. bis spez. · 9 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

Pfeifer_etym
Anchors
10 in 9 Wb.
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Eintrag · Etym. Wb. des Deutschen (Pfeifer)

Stößel

Stößel

stoßen Vb. ‘mit kurzer, heftiger Bewegung an etw. anprallen, etw. mit heftigem Druck in eine Richtung bewegen’. Das stark flektierende Verb ahd. stōʒan (um 800), mhd. stōʒen, asächs. stōtan, mnd. mnl. stōten, nl. stoten, got. stautan (germ. *stautan) und schwach flektierendes anord. stauta führen mit den außergerm. Verwandten aind. tudáti ‘stößt, schlägt, sticht’, air. dotuit ‘fällt’, lat. tundere ‘stoßen, schlagen’, studēre ‘betreiben, streben, trachten’ auf mit Dental weitergebildetes ie. *(s)teud- der nur in Erweiterungen auftretenden Wurzel ie. *(s)teu- ‘stoßen, schlagen’ (s. Stief-, Stock, Stubbe, Stück). – Stoß m. ‘kurzer, heftiger Anprall, ruckartige gezielte Bewegung’, ahd. (8. Jh.), mhd. stōʒ ‘Stoß, Stich, Streit’ (germ. *stauti-); auch ‘aufgeschichteter, zusammengestoßener Haufen’ (15. Jh.). Dazu die Wendung sich einen Stoß geben ‘sich ermuntern, aufraffen’ (19. Jh.), älter seinem Herzen einen Stoß geben (18. Jh.), seiner Seele einen Stoß tun (17. Jh.). Stößel m. ‘Werkzeug zum Zerkleinern und Zerstampfen’, ahd. stōʒil (Hs. 12. Jh.), mhd. stœʒel, mit dem Suffix germ. -ila- gebildete Gerätebezeichnung. abstoßen Vb. ‘durch einen Stoß entfernen, absondern, lostrennen, etw. ausscheiden, sich einer Sache oder Person entledigen, zurückweisen’, ahd. abastōʒan ‘herabstoßen, seines Amtes entheben, vertreiben, verdrängen’ (um 1000), mhd. abestōʒen ‘herabstoßen, entfernen, abladen, brechen, absegeln, von der rechten Fährte abweichen’; abstoßend Part.adj. ‘Abneigung, Widerwillen hervorrufend, ekelerregend’ (Ende 18. Jh.). anstoßen Vb. ‘an etw. stoßen, Gläser klingen lassen, Ärgernis verursachen’, ahd. anastōʒan ‘an etw. stoßen, anstürmen, anschlagen’ (9. Jh.), mhd. anestōʒen ‘in See stechen, anzünden, befallen’; Anstoß m. ‘erster, auslösender Stoß, Anprall, Ärgernis’, ahd. anastōʒ ‘Stoß, Anprall, Antrieb’ (11. Jh.), mhd. anstōʒ ‘Angriff, Anfechtung’; anstößig Adj. ‘angrenzend’ (15. Jh.), ‘Ärgernis erregend’ (16. Jh.). verstoßen Vb. ‘jmdn. von sich stoßen, abweisen, sich vergehen, zuwiderhandeln’, ahd. firstōʒan ‘vertreiben, ablehnen, Anstoß nehmen’ (9. Jh.), mhd. verstōʒen ‘stoßen, aus der Richtung bringen, vertreiben, entfernen, sich irren, verirren’; Verstoß m. ‘Verletzung einer Bestimmung, Versehen, Fehler’ (17. Jh.), älter (vereinzelt) ‘Mittel zum Verstopfen von Öffnungen’ (16. Jh.). vorstoßen Vb. ‘nach vorn stoßen’ (15. Jh.), militärisch ‘vordringen, plötzlich angreifen’ (19. Jh.), ahd. furistōʒan ‘in Bewegung setzen, nach vorn stoßen’ (11. Jh.); Vorstoß m. ‘Angriff’ (19. Jh.), älter ‘Hervortretendes’ an Kleidungsstücken, Bauwerken (17. Jh.), ‘das Nachvorngestoßene’, z. B. ‘das Wachs, womit die Bienen den Stock für den Winter verschließen’ (16. Jh.).
2700 Zeichen · 102 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Stȫßel

    Adelung (1793–1801) · +2 Parallelbelege

    Der Stȫßel , des -s, plur. ut nom. sing. ein Werkzeug zum Stoßen, wo es in vielen Fällen für Stößer üblich ist. Der Stöß…

  2. 19./20. Jh.
    Konversationslex.
    Stössel

    Meyers Konv.-Lex. (1905–09)

    Stössel , Anatol Michailowitsch , russ. General, geb. 10. Juli 1848 in Petersburg aus ursprünglich deutscher Familie, wu…

  3. modern
    Dialekt
    Stössel

    Elsässisches Wb. · +3 Parallelbelege

    Stössel [ʿStésl S. O. U. ] m. (n. Ndhsn. Illk. ) 1. Stössel, Stosskeule, zum Feststampfen des Bodens Dü. , zum Stossen d…

  4. Sprichwörter
    Stössel

    Wander (Sprichwörter)

    Stössel Er is dort dus öberschte vün 'm Schtössel (Mörser). Er ist dort alles in allem, die Hauptfigur.

  5. Spezial
    Stößel

    Deutsch-Ladinisch (Mischí)

    Stö|ßel m. (-s,-) 1 (Werkzeug zum Zerstoßen und Zerreiben) pestadú (-dus) m. 2 (zum Mohnstampfen usw.) pira (pires) f.

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit stoessel

7 Bildungen · 5 Erstglied · 2 Zweitglied · 0 Ableitungen

Ableitung von stoessel

stos + -sel

stoessel leitet sich vom Lemma stos ab mit Suffix -sel, mit Umlaut-Wechsel.

stoessel‑ als Erstglied (5 von 5)

Stösselwein

Wander

stoessel·wein

Stösselwein Es ist Stösselwein. Im Jahre 1816 erfroren die Trauben sammt dem Holze, ehe sie reif wurden. An manchen Orten mussten sie mit de…

stoessel als Zweitglied (2 von 2)

Pflasterstößel

Adelung

pflaster·stoessel

Der Pflasterstößel , des -s, plur. ut nom. sing. eine Handramine der Steinsetzer, die in einem Pflaster neben einander gelegten Kieselsteine…

Wìndstößel

Adelung

wind·stoessel

Der Wìndstößel , des -s, plur. ut nom. sing. bey den Feuerwerkern, ein hölzerner Cylinder, die Raketenhülsen in dem Raketenstocke damit zu b…

Zitieren als…
APA
Cotta, M. (2026). „stoessel". In lautwandel.de — Aggregat aus 53 historischen deutschen Wörterbüchern. Abgerufen am 18. May 2026, von https://lautwandel.de/lemma/stoessel/pfeifer_etym
MLA
Cotta, Marcel. „stoessel". lautwandel.de, 2026, https://lautwandel.de/lemma/stoessel/pfeifer_etym. Abgerufen 18. May 2026.
Chicago
Cotta, Marcel. „stoessel". lautwandel.de. Zugegriffen 18. May 2026. https://lautwandel.de/lemma/stoessel/pfeifer_etym.
BibTeX
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  author       = {Cotta, Marcel},
  title        = {„stoessel"},
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