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steinrutsche

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DWB
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Eintrag · Grimm (DWB, 1854–1961)

steinrutsche f.

Bd. 18, Sp. 2146
steinrutsche, f., zum zweiten bestandtheil vgl. steinricke 2, rutsche th. 8, 1568 u. Verwijs-Verdam mndl. 7, 2023. in verschiedener lautung: -rutsche Maccabäer 387 (s. u.); Diefenbach 504a; 520a; gemma gemm. (1512 Köln) d 6a; Göthe (s. u.); Kohl (s. u.); -rusche väterb. 26981; C. Cranc prophetenübers. 68 Zies.; -rutz(e) Arn. v. Harff (s. u.); gemm. gemma (1512 Köln) a 3a; t 5a; M. Quad enchir. cosmogr. (1604) 48, -rütsche Konrad von Megenberg (s. u.); Crecelius (s. u.); Göthe III 2, 181 W.; -rütz(e) S. Brant (s. u.); Gerbet ma. d. Vogtl. 64; -rotsche passional 221, 70 K.; -rosche ebda 598, 94; -rotze Zesen (s. u.); W. Schultz (s. u.); vgl. auch Diefenbach 504a; 514c; -rose, -ruse Schiller-Lübben 4, 389a; Schambach Götting. 209a; -ritsch(e) Crecelius (s. u.); allgem. haushalt.-lex. (1749) 3, 634; -ritz(e) (nd. 1417) bei Diefenbach nov. 322b; voc. opt. (1501) A a 6b; Männling (s. unten). 1) rupes Diefenbach 504a; im doppelten sinne a) felswand: der wec, da sie giengen hin, alle dri, der was smal. er stiez den jungen hin ze tal von einer steinruschen ho väterbuch 26981 Reiszenberger; under den ufgeschossenen steynruschen (subter eminentes petras) C. Cranc prophetenübers. 68 Zies.; J. G. Kohl Alpenreisen 3, 280; in ortsnamen: Crecelius 808; Gerbet ma. d. Vogtl. 64. b) felskluft: (der drache) wont in holen pergen und allermeist, dâ steinrütschen sint Konrad von Megenberg buch d. natur 268, 32 Pf.; der (räuber) was sunderlichen wonhaft uf dem gebirge da behaft in einer steinrutschen, was hol daruz quam er, nam seinen zol Maccabäer 387 Helm. 2) scopulus Diefenbach 520a; saxum 514c: ûf ein steinrotsche er trat und sprach zu gote sin gebet passional 221, 70 Köpke; der (adler) setzet sîn nest in di wustenunge ûffe eine veste steinruzzin Hermann von Fritzlar bei Pfeiffer myst. 201, 16. ein steinrütz oder felsen S. Brant v. d. losen füchsen (1546) n 1b; vor den städten, die auf steinrotzen liegen Zesen Mallet kriegsarb. (1672) 1, 111; auf diesen bergen kan kein mensch wohnen, weil sie eitel steinritzen sind M. J. C. Männling exoticus curiosus (1717) 21; insbes. von klippen im wasser: scilla ein stenritz in dem meer voc. opt. (Leipzig 1501) A a 6b; scopulus ein steynrutze of hovel in der see i. ardua et praerupta rupes in aqua gemma gemm. (Köln 1512) t 5a; off eyner staender see, in wylcher lycht mytz (mitten) eyn cleyne steynrutz Arn. v. Harff pilgerf. 13 Groote; wir förchteten uns ... für den klippen und steinrotzen, drögten und seebänken, welche vor dieser groszen Arkanischen küsten liegen W. Schultz ostind. reise (1676) 68a. 3) geröll, steiniges gelände, namentlich unterhalb von felswänden, vgl. bereits steynruts lapis abscisus de monte saxoso gemma gemm. (Köln 1512) t 1c; ort, wo steinabfälle liegen, bergabhang mit felsen und gerölle Follmann dt.-lothr. 493a: wir ... irkennen ... umb soliche sehstehalben morgen wiesen, des funff morgen grasz tragen und ein halb morge steinrutsche sy (15. jh.) Frankf. amtsurk. 17 Bücher; gegen Platten ist eine schöne stelle, erst kahler fels und steinrutsche, dann anmuthige, nicht allzusteile matten Göthe III 2, 168 W.; eine breite steinrutsche, die durch einen gieszbach heruntergeschoben war I 34, 404. 4) steinhaufen Weinhold schles. 79b; aus feldsteinen zusammengetragen Schambach Götting. 209a; steinrutschen oder steinrücken (vgl. steinricke 1) bei Müller-Fraureuth 355a. —
3467 Zeichen · 111 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 1050–1350
    Mittelhochdeutsch
    steinrutsche

    Mhd. Wb. (Benecke/Müller/Zarncke) · +1 Parallelbeleg

    steinbërc steinbîʒe steinboc steinboge steinbôʒel steinbrëche steinbühse steingeiʒ steinherte steinhol steinhurst steinm…

  2. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    steinrutschef.

    Grimm (DWB, 1854–1961)

    steinrutsche , f. , zum zweiten bestandtheil vgl. steinricke 2, rutsche th. 8, 1568 u. Verwijs-Verdam mndl. 7, 2023 . in…

  3. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    Steinrutsche

    Goethe-Wörterbuch

    Steinrutsche [bisher nicht online publizierter Wortartikel]

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit steinrutsche

1 Bildungen · 1 Erstglied · 0 Zweitglied · 0 Ableitungen

Ableitung von steinrutsche

steinrutsch + -e

steinrutsche leitet sich vom Lemma steinrutsch ab mit Suffix -e.

Zerlegung von steinrutsche 2 Komponenten

stein+rutsche

steinrutsche setzt sich aus 2 eigenständigen Lemmata zusammen. Die Klammerung zeigt die Hierarchie der Komposition; Klick auf einen Bestandteil öffnet seine Etymologie.

steinrutsche‑ als Erstglied (1 von 1)

Zitieren als…
APA
Cotta, M. (2026). „steinrutsche". In lautwandel.de — Aggregat aus 53 historischen deutschen Wörterbüchern. Abgerufen am 10. May 2026, von https://lautwandel.de/lemma/steinrutsche/dwb?formid=S43982
MLA
Cotta, Marcel. „steinrutsche". lautwandel.de, 2026, https://lautwandel.de/lemma/steinrutsche/dwb?formid=S43982. Abgerufen 10. May 2026.
Chicago
Cotta, Marcel. „steinrutsche". lautwandel.de. Zugegriffen 10. May 2026. https://lautwandel.de/lemma/steinrutsche/dwb?formid=S43982.
BibTeX
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