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Stein III

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Eintrag · Rheinisches Wb.

Stein III

Bd. 8, Sp. 594
Stein III das Wort ist allg., u. zwar Rhfrk -En Sg. u. Pl.; Mosfrk -E:-, Dat. Sg., Pl. -E:n [WEif -ē-; in Bitb, Trier-Ruwert Dat. Sg., Pl. -E:-; WBitb -E-, Dat. Sg., Pl. -ā:-; Prüm hier u. da, Malm -ē-, Dat. Sg., Pl. -e·ŋ., –ę-; Trier-Stdt, Kobl -ā-, Dat. Sg., Pl. -ā:-]; Siegld -āi, –E, –ē; Rip -ēn, Dat. Sg., Pl. -ē:- [-Eə-, Dat. Sg., Pl. -ę.ŋ. Aach-Stdt; uAhr, gegenüberliegendes kurköln. Neuw, Siebengeb., Köln-Stdt -ei-, Dat. Sg., Pl. -e.i.-]; Berg -ē-, –ei-, –ī(ə)-, Dat. Sg., Pl. mit Schärfung; in Elbf -e·ŋ.; Remschd -īən, Dat. Sg., Pl. -e·ŋ., Dat. Pl. -īən(ə)n; Pl. auch -ēnən]; Eup -einə, Dat. Sg., Pl. -e·i.n; SNfrk -ē-, Dat. Sg., Pl. -ē:- [WSelfk (Millen) -ei-, Dat. Sg., Pl. -e·i.-; Kref-Stdt -īə-, Dat. Sg., Pl. -e·i.n]; Klevld -ē- Sg. u. Pl. [Mörs, MülhRuhr -ei-, Dat. Sg., Pl. -e·i.-]; Demin. -nχə(n) (im Geb. der Schärfung mit dieser); NBerg -e·n.tšə; SNfrk, Mörs vielfach -e·ŋ.kə; Klevld -entjə m.: 1. wie nhd. a. der St. als Stoff, Material, wie Eisen-, Kalk-, Sand-, Schiefer-, Kiesel-, Quarz-, Feuer-, Achatst. usf.; man nennt diese einfach St. in der Spr. des Bergmannes, so der Schieferton im Kohlenbergwerk, auch griner St. Saargeb., Allg.; Eisenerz, auch gore St.; der railige (reinliche) oder der heăre St. ohne Beimengung, der onrailige St. mit Beimengung; St. mache Eisenerz abbauen Siegld, Altk; Niddermenniger St. Basaltlava; schin St. gute, brauchbare Schiefersteine, die sich gut spalten lassen Mayf; bloə St. Basalt (Unkelst.) Westerw; der St. Achat in seinen verschiedenen Arten Birkf-Idar; an den St.ən Basaltladestellen am Rhein Rheinschiff; en den St.ən Ortsteil in Wermelsk. — Statt »Fels« wird auch St. gebraucht; ech sen beim Plögen op (der) St. gerode (gestusse) Rip, Allg. — Schlacken im Ofen, auf der Halde Allg. — RA.: Hart (hell) wie ene St. Rip, Allg.; den hot en Herz esu hart wie St. Bitb, Allg.; gesongk (-sund) wie ne St. Schleid-Hellehtn; voll (bezecht) wie ne St. Köln. Strount (Kot) en St. is hell (hart) en weik (weich)! Antw. auf die Frage der Kinder: was gibt es zu essen? Eup-Stdt. Er hürt wie en St. sehr schlecht Altk-NFischb. Su kault (kalt), dat St. on Bein aneifrüst (aneinanderfriert); et früst St. on B. Sol, Allg.; St. on B. aflope überall hin laufen müssen Mörs. St. on B. schwören Elbf, Rip, — klage Rip, Nfrk, — on ebbes setzen sich alle Mühe geben Trier; kreischen, dat et St. o. B. erwacht (-weicht) Trier. Et geht iwer Stock on St. Birkf, Allg., — överv Stront (Kot) on St. Heinsb. St. sind övverall hart Sol. Do soll sek en St. drüəwer erbarmen! Elbf, Heinsb. He hät e Hart (Herz) van St., ene St., wo angere et H. hant MGladb, Allg.; wu den einen en Harten het, do h. den aunern en St. MülhRuhr, Allg.; us si Harz ene St. mache Aach. Dat ös net all op en St. gefalle Leid u. Arbeit hat an meinen Kräften gezehrt Sieg; dat fillt op geinen helle St. das wird nicht ohne Wirkung sein, wird Eindruck machen Selfk. Die leəve och vom St. ohne viel auszugeben für ihre Nahrung MGladb. — b. von irgend welchen grossen oder kleinen, festen oder losen Steinen; s. Bruch-, Klau-, Gapp-, Schnappst. usf. RA.: Ellän (allein) wie der St. of der Stross Wend-OHeidenb. Leide be en St. am Dag schwere Schmerzen erdulden May-Kollig. Geld wie St. han steinreich sein Schleid-Hellenth. Dat lig mir wi ene St. em Mage, om Lif Rip, Allg. E St. ös e St. (Wärmst.), et giht neist iwer e Mansban! klagt die Witwe Trier-Stdt. St. em Gart sind Nobersch (Nachbars) Mes (Mist) Rees-Wesel. En St. aus der Hand as an (in) Deiwels Gewalt Prüm-Ringhuschd. Dem es jede St. em Weg er ist übelgelaunt Köln; den hennere (hindern) de St. em W. Bernk. En St., der net leie bleift, zielt (erzeugt) Moos Unbenutztes hat keinen Wert Saarl-Niedaltdorf. En ault (alt) Mensch es en St., woran sek jieder stött (stösst) NBerg. Wann e St. vom Himmel fällt, da fällt en op en orm Witfrau Prüm-Ringhuschd. De St. schlehn aus (schwessen) werden feucht, dann gibt es Regen Trier-Mehring, Allg. Et es esu kalt (früst friert), dat de St. krache, barschte Rip, Allg. Döm besennt (-sehen) de Steng net miəh er ist verachtet Aach. He stallt sich an un jomerte, dat de St. en de Erde met im krische un hüle solle Köln-Stdt. De hät e St.chə em Schohn (Schuh) ist bezecht Sieg, Rheinb, — em Stiewel MülhRuhr, — ne St. im Rögge einen Höcker Düss-Hilden, — am Bein ein Hemmnis, Folge eines Fehltrittes Rip, — onger der Rock geht auf Streit aus MGladb, — ene (grusse) St. bei dem em Brett ist gut angeschrieben Rip, Allg. Wemmer de Nos (Nase) ze hehch dräht, seiht mer de St. of der Stross net Trier-Mehring, — de St. net, die op der Weəg legge Heinsb. De fend kenen nasse St. on (in) der Bach so dumm ist er Prüm, Bitb. De Meier heft de St. of! zu Kindern, die abends noch auf der Strasse sind Trier, Wittl. St., die mer nit hevve kann, de muss mer lige losse man soll sich nicht an Aufgaben wagen, für die man keine Begabung oder Mittel hat Rip, Verbr.; der St., der ech net zwinge kann, den moss ech leie l. May; wer ene St. net hevve k., moss en schibbele Bo-Dransd. Eich legen dir och emol en St. in de Weg! ein Hemmnis u. scherzh. ich verspreche dir etwas, um gelegentl. einen Gegengefallen zu erwarten Bernk, Allg.; dem hän se en St. op de Kopp geleg er ist im Wachstum nicht fortgeschritten Sieg-Leuschd, Verbr.; der moss en St. of de K. gelagt han er ist zu üppig, hochmütig Westerw, OBerg. He het sich bi dem en St. in't Brett gesatt sich beliebt gemacht Ruhr. Der rafft die St. of, on der moss werfe er stiftet ihn zu Bösem an Saarbr, Bitb, Prüm, May; werf die St. net, die der ofrefft! Bernk-Lieser; dau host bluss die St. geworf, die en annerer gerafft hot Goar-Weiler. Ber de St. ean de Hiht (Höhe) wirft, dem fällt e of de Kopp wer unüberlegt handelt, schadet sich selbst May-Trimbs. Me mutt de St. mär su wit (weit) schmiten, dat me'n ouck wiər hole kann MülhRuhr. Wej schm. well, fend lecht ene St. wer an einem etwas auszusetzen hat, ihm etwas will, findet leicht etwas an ihm Klevld, Allg.; wer ne Hongk (Hund) well schmisse (werpe), fengk lech (flöck) ene St. Rip, Nfrk (s. weiter bei Hund). Schmitt gene St. op andermanns Dak, wenn ow eigen D. van Glas es! denke immer an deine eigenen Sünden Klevld. Dreck o St. of ane werfen ihn verunglimpfen Trier, Mos. Änem e St. in de Garde schmeisse ihm einen bösen Streich spielen, ihn ärgern Kreuzn, Rhfrk. E St.chə en de Fenstere werpe sich bemerkbar machen Dür. He wirp dem Düvel St. en der Arsch der Faulenzer Schleid-Hellenth. De bend sich en St. en't Sackdoch an giht lafe (laufen) der Feigling Kobl. Senkt Kathrin (25. XI.) wörpt der kalde St. en der Rhing (es wird Winter), s. Gertrud (17. III.) met der Mus hölt em werr drus Erk-Örath, u. so Nfrk, Rip (s. weiter bei Gertrud, Katharina, Matthäus, Severin). Dat wiərd mer so laid we St. drä (tragen), — St. lese Siegld. Die fleissige Frau schlef (schleift) ihrem Mann och ken St. eren sie schafft Gewinn Sieg-Ägid. Er dreht ken St. hem (aber) er stiehlt Sieg-Thomasbg. Ech han Honger, dat ech St. kösch (könnte) eəte Erk-Bissen. Der (mit dem Essen Zufriedene) kann Stän schisse on St.chər freisse Schleid-Hellenth. De hät ene Mage, de könnt St. verdrage Rip, Allg. Was gibt es zu essen? scherzh. Antw.: Dreck un klän St.(chər), hort un weich beiənän! Merz, Saarbg, — dann ha mer et Deckt on et Dennt (Dünne) beiəne Prüm-Büdesh; StrontmetSt.! Emmerich. Kappestischt (Kohlstrünke) un klän St.chər! Bernk-Neumag. Besser verzig Johr got gelef als achzig J. St. geklopp Köln, Rip. Mer ment, du hätts mot dengem Metz St. geschnedde so stumpf ist das Messer Schleid-Blumenth. De zählt de Steng op en Stross er geht gebückt Aach, Jül. De Steng frisiere müssig umherschlendern. Et rent (regnet) St. ut gen Eərd die Steine werden blossgelegt Eup. Dat fällt op ene heisse St. das unerwartete Geld war sehr nötig, es wird sofort ausgegeben werden müssen; dat feil (fiel) op ene h. St. reichte zur Linderung der äussersten Not Aach; dat es Water (e Dröppke, en Trepps) op en heten St. eine schnell verbrauchte Unterstützung Elbf, Allg. Den ernährt sech op em plackige St. ist genügsam u. fleissig Prüm-Ihren. Scheint de Sunn op de kalen St., treift se de nakig Kanner (Kinder) hem Trier, Bitb, Prüm, Bernk-Talling. Wer war das? scherzh. Antw.: de gester uf de St. geschess hot Goar-Salzig. De kann sech Geld aus em St. schleihn der Reiche, der Verschwender Saar; ich kann der et net aus em St. schl.! zu einem ungeduldig Drängenden ebd., Prüm. Rent et, wonn de Wond (Wind) van der heller Segd (Seite, Osten) kennt, da r. et durch e St. Prüm-Ihren. Dem os dat Metz en de St. gefallen das Messer, die Sense ist ihm schief gegangen Waldbr-Bladersb. Met St. werpe anzüglich werden Aach-Eschw. Wer en em glasere Kaste sitz, de darf nit mit St. werfe Köln-Stdt. Die sich zesomen manen (die sich sonst vertragen), schmeissen sich bei den Ledden (Leuten) mat St.ən zanken sich in Gegenwart anderer Bitb, Trier bis Koch, May. Mit St. moss mer net no de Möcke werpe immer die rechten Mittel anwenden, bes. bei geringen Aufgaben nicht die letzte Kraft einsetzen Bo-Dransd. Selfs ene Esel stolpert mar emol övver derselve St. Jül. Läft et Wasser iwer de neinden (9.) St., dann es et widder ganz rän (rein) Saarl-Niedaltdorf. Um de deck St. giht mer erum un on de klane stisst mer sich Trier. Enen onger (unter ) dem St. erushevve etwas erfinden MülhRh-Rösr. — Im Kinderld. Schlof, Liebche, schl., der Rihbock löf övver Struch on St., brich sich evver net die Ben, schl., L., schl.! Bo-Walberbg. Stocke, st., St.che, schlahn der uf s Bänche (Beinchen); geschde ball los, sunscht bischde e Schinnoos! Bastlöser. Kreuzn-Merxh. Hepp (hüpfe), h., Heppelbän, h. iwer de weisse St.! zum Weberknecht (Spinne) Trier-Geizenbg. Rusekranz, wat gelt de Schanz? Honderdusend Daler. Wer sall et bezahle? Dat Mädche us der Geie (Dür-Gey), hot ne Korf voll Eier, satz sich op ne platte St., do fele (fielen) all de Eier vanēn (voneinander) Reigenld. Dür. Regge (reite), r., Peərdche, et P. drog en Füll; mer ritte ene Berg erop; do kome mer an ene weisse St.; do meinte mer, dat wär e Stöck Speck, on do wor et ene decke Säudreck! Kniereiteld. Ahrw. — Im Kindersp. St. flitschen mit flachen St. über eine Wasserfläche werfen, dass sie mehrfach aufhüpfen Prüm-Reuth, Neuw-Rodenb, Siegld-Mittelhees, Gummb-NSessmar, — fitschen Ess-Rotthsn, — jare (jagen) MGladb-Rheind, — klutsche Odenk, — platsche Köln-Badrf, — schludern Trier-Pelling, — schibbele Meiderich, — betschele Wittl-Dreis, — huppse losse Birkf-Herrst, Simm-Quierschd, — bromme l. Eusk-Enzen, — danzen 1. Ess-Borbeck, — höppe l. MüEif; St.kən hüppen Hüpfsp., wobei man einen Stein durch die Figuren einer auf den Boden eingeritzten Umrahmung mit dem einen nicht hüpfenden Fuss voranstösst; ein finstər Hus wird auf die Erde mit Strichen gezeichnet, geritzt, gemacht: das oberste, letzte Feld heisst Himmel. Regel: das spielende Kind darf sein Steinchen (Scherbe usf.) nicht auf einen Strich werfen, beim Hüpfen nicht auf einen Strich treten, sonst ist es ab, und das nächste kommt dran, u. es muss da (in dem betr. Häuschen) wieder anfangen, in dem es aufgehört hat. Man wirft sein Steinchen zuerst in das Häuschen a, hüpft mit einem Fuss hinein u. tritt es wieder zurück, dann in b, in c, in den Himmel H, wo man ausruhen darf (mit beiden Beinen hineinspringen, auf der Erde stehen), da man da auch Kehrt macht. Das Steinchen darf weder nach aussen geraten, noch auf einem Strich liegen bleiben. noch in ein späteres = zukünftiges Feld getreten werden, sonst ist man ab. Es muss über die schon gehabten (betretenen) Felder zum Anfang zurückgetreten werden, natürlich auch in einem Tritt (von c aus), aber über den Grundstrich hinweg, nicht über die Ecke. Ebenso mit d e f.: das letzte ist das schwerste, weil es den weitesten Weg hat: das Steinchen muss über e d H c — a zurückgetreten werden, aber im H darf man ausruhen. Wenn diese Tour zu Ende ist, kommt die zweite: das Steinchen auf einen Schuh legen (auf den Fuss) und dieses tragend, statt »hüpfen«: gehen (mit beiden Füssen auftretend) erst in a u. zurück, dann in b usw. bis f. Dritte Tour: wieder hüpfen, aber das Steinchen auf der oberen Handfläche tragend. Wenn es fällt, kommt der nächste an die Reihe. Man kann auch jede Tour noch zerlegen in rechts u. links (Bein u. Hand). In H darf man das Steinchen wieder richtig legen, wenn verschoben, mit der Hand. — Oder ein Kreuz wird auf der Erde mit Strichen gezeichnet, geritzt: mit 7 Quadraten (jedes etwa 45—50 cm lang u. breit) und diese mit den Wochentagen benannt. Man wirft s. Steinchen zuerst in den Montag, dann Di, Mi, usw., aber nicht in den Sonntag. In dem So. darf man ausruhen (auf beide Füsse treten), auch mit beiden Füssen hineinspringen. Wenn man s. Steinchen in den Mo. geworfen hat, springt (hüppt) man mit einem Fuss in den Di, um dort Kehrt zu machen und das Steinchen von hinten wieder (nach vorn) herauszutreten. Beim »Hin« darf man nicht in das Feld treten, in dem das Steinchen liegt, weil dieses Feld »beteit« ist, solange das St. darin liegt; statt es hinauszutreten, darf man es von D aus auch aufheben und beim Zurückhüpfen mitnehmen. Das in Di liegende Steinchen hebt man von Mi her auf. Das im Mi liegende von So her, ebenso das in Do Fr Sa liegende Steinchen von So her. Ein Feld darf immer übersprungen werden, wenn kein Steinchen drin liegt, das mit Steinchen muss übersprungen werden. Wenn man in Sa gewesen ist, kommt wieder Mi an die Reihe, dann Di, dann Mo. Das sind also im ganzen 6 Hüpfspiele + drei = 9 Hüpfspiele mit Steinchen-holen. Damit ist die erste Tour zu Ende. Dann folgt die zweite Tour, wobei das Steinchen auf einen Fuss gelegt wird, das man, wenn man über Mo Di Mi Do Fr Sa in den So langsam gegangen ist (vorsichtig, dass das Steinchen nicht vom Schuh fällt), in dem So wieder besser legen darf, wenn es etwas gerutscht ist. Wem es fällt, ist ab: der nächste [ebenso wenn das Steinchen auf einen Strich oder in das verkehrte Feld (bei Tour I) zu liegen kommt]. III. Tour: blind hüpfen, ohne Steinchen, alle Felder durch, So ausruhen, aber nicht auf Strich treten! IV. Tour: in irgend ein Feld eine Hexe machen; in dieses Feld darf man selbst treten, die anderen nicht, dann so wie bei Tour I Berg, Duisb, St.chəs h. Altk-Bachenbg; Stengches stisse Aach; Ste st. Monsch. — St.chə verstechen; stobbe, st., St.chə, hall fest zu! Teilnehmer sind mindestens 8 bis höchstens 15, 16 Kinder (eine noch grössere Zahl ist nicht erwünscht); davon werden zwei besonders ausgelost bei Beginn des Spiels, eins zum Stopfen u. eins zum Raten. Die übrigen setzen sich in eine Reihe, etwa auf einen Baumstamm oder sonst eine passende Sitzgelegenheit und legen beide Hände zur Faust geballt vor sich auf den Schoss bezw. Oberschenkel. Das ratende Kind tritt eine grössere Strecke zurück, dreht der Spielerreihe den Rücken zu und hält dazu mit den Händen beide Augen zu. Dann geht das stopfende Kind an der ganzen Reihe der Mitspieler vom linken zum rechten Ende entlang u. sagt bei jedem einzelnen Kind obigen Vers. Dabei drückt es irgend einem der Kinder den (kleinen) Stein oder Klicker in eine Faust, u. zwar oft so geschickt, dass die daneben sitzenden Kinder es nicht merken. Auch soll das Kind, das den Stein bekommt, die betr. Faust nicht dicker machen als die andere, damit das ratende Kind nichts merken kann. Ist das stopfende Kind fertig, so ruft es das abseits stehende Kind, das zu raten hat, herbei. Dieses geht nun auch von links nach rechts an der Spielerreihe vorbei und bezeichnet durch einen leichten Schlag mit der Hand auf die beiden Fäuste eines der Kinder letzteres als dasjenige, das den Stein haben soll. Dieses öffnet nun seine Hände. Hat es den Stein nicht, hat also das ratende Kind falsch geraten, so muss es von neuem tsuhalə (zuhalten), d. h. das Spiel beginnt wieder in derselben Weise und wird so lange wiederholt, bis das zuhaltende oder ratende Kind richtig geraten hat. Alsdann wird das Kind, das den Stein hatte und erraten wurde, nunmehr tsuhalə, d. h. es wird nun ratendes Kind. Das bisherige ratende Kind übernimmt dann das Stopfen, während das bisher stopfende Kind sich an die Stelle des erratenen Kindes in die Reihe setzt. Manchmal wird es auch so gemacht, dass das ratende u. das erratene Kind einfach miteinander wechseln, während das stopfende Kind ständig diese Tätigkeit versieht, so lange die Kinderschar das Spiel weiterführt, natürlich an dem betreffenden Tage Simm, Allg.; Stuppe, st., St.chə Köln-Stdt; decke, d. Zopp, halt fas zo; Hans mein Knecht, such einmal dat guldene St.chən Dür-Stdt. St. stehle Geld. Staiches Fangsteinsp., mer won St. siə vier oder mehr Steinchen, meist Kiesel, auch Knöchelchen, werden auf eine Steinplatte gelegt; dann lässt man einen grösseren Klicker, einen Häjjər auf die Steinplatte niederfallen und muss nun, während dieser in die Höhe springt, eines oder mehrere der Steinchen erhaschen und auch noch eine bestimmte Bewegung mit der haschenden Hand ausführen, ehe man damit den zurückfallenden Häjjər, wieder schnappt. Man macht schdibbchəs, wenn die Steinplatte mit dem Zeigefinger, dobb wenn man sie mit der Faust berührt, Ajjəlchəs, wenn die Hand einen Kreis in der Luft beschreibt usf. Siegld; St.chəs spielen Saarbr-Holz, Ottw, Merz-Bergen, Trier-Mehring, Prüm-Dahnen Langenf; St.che spille Schleid-Dollend; St.chəs sp. (eine Tour hühst.chəs Ein-, Zweist.ches) Daun-Üdersd; de Steng dorfen net rauskucken, de Hand dorf sich net verjucken (verrücken), de Spiller d. sich net verducken (pfuschen) Regel bei diesen Sp. Prüm-Dahnen. St.chəs ein Klickersp., man wirft den Klicker nicht frei mit der Hand, sondern sucht sich einen Prellstein, eine Türschwelle oder eine Wand, an die man den Klicker wirft, dass er zurückspringt; die folgenden Klicker wirft man ebenso, müssen aber, um zu gewinnen, die schon liegenden treffen oder doch durch Spannen erreichen Neuw-Dierd; Stinge werpe Bergh-Elsd; Stennsche pecke MGladb-Odenk; am St.chə; wer an ist, setzt seinen Häuer op et St.chə; sein Partner fängt an am ān u. sucht ihn mit seinem Häuer zu treffen. Gelingt es ihm, so hat er einen Kl. gewonnen; andernfalls schnellt der erste vom St. aus nach ihm, so geht das Spiel abwechselnd, wer s. Partner trifft, hat einen Kl. gewonnen u. ist im neuen Spiel ān; kommt das Spiel zu keinem Resultat oder wagt einer nicht mehr auf den andern zu hauen, so kann er sich auf das St. setzen u. sein Gegner fängt am ān wieder an. Beliebig viele Spieler Bo-Waldrf; op e St.jə Eup. St. op! Bauer, setz den St. auf Verbr. — Volksbr. Enem der St. drage wenn zwei Liebesleute auseinandergehen, rächt die Dorfjugend die Ehre des (der) Gekränkten, indem sie dem schuldigen Teile, wenn dieser (diese) eine (einen) andere(n) nimmt, einen schweren Stein vors Haus setzt SNfrk. — Volksgl. In den Monaten, deren Name ein »r« hat, darf man sich nicht auf einen St. setzen Hunsr. Wenn kleine Kinder mit St.en spielen, schlägt das Brot auf Kref-Ürding. — c. zu bestimmten Zwecken bearbeiteter St., wie Flaster- (Pavei-, Stick-), Grab-, (Mark-, Scheid-), Hau-, Mühlen-, Hausdür- (Schwell-, Trappen-, Dürpel-), Prell- (Rand-, Schamp-, Scharf-), Spül-, Kappes- (zum Einmachen des Weisskohles), Wand- (-platte), Fuss- (Fussbelag) aus St., Schleif-, Wetz-, Ziegel- (Back-), Gewicht-, Knipp(ə)st. (Klicker); gekloppte St. Strassenkleinschlag Saarl-Niedaltd, Zell (Hunsr), Sieg-Wielpütz usf.; alle diese werden kurz St. genannt, wenn keine Verwechslung vorkommen kann. RA.: Dat sin twiə hell (harte) St. (Mühlst.) tegenen (gegeneinander) sie geben gegenüber nicht nach Geld-Straelen. Zwei hart St. malle selde klen (ren, got) zwei halsstarrige Menschen kommen nicht miteinander aus, bes. eine Ehe, in der Mann u. Frau dickköpfig sind, gedeiht nicht Sieg, Allg., — helle Steng m. s. feng (fein) Monsch. De iərschte St. lege den Grundstein Rip, Allg.; der St. muss nass gemacht werde der Bauherr muss einen Trunk spenden Altk. Et (die Bettlerin) hät de beste St. an Margriten Platz vor der Kirche Köln-Stdt. Möm St. (Wetzst.) derlans gohn die Sense schärfen MGladb, Nfrk, Rip; Schleifstein (gewöhnlicher Natur-, Kunst-, Brang-, Hohlstein); he sett hengerm Stein er arbeitet am Schleifstein Sol. St. in de Hage sette die windtrocknen frisch geformten Ziegelst. in langen Schichten übereinandersetzen zum Trocknen Geld. Ne St. (Baust.), so klein wie en Fus (Faust) mer kann bruche für en Mürerschhus Köln-Stdt. St. erop von ennenerop (unten-), von alle Seiden erbei an (in) äm Kurär (Galopp)! Ruf des Maurers an die Handlanger Wittl-Spangdahlem. Weil auf den Ziegeleien ein rohes Leben herrscht, deshalb scherzh.: Ech scheck dech no jen St., doə kannste Maneere (gutes Betragen) liəhre! Heinsb-Erpen. We es et kuraschierste (mutigste) en de Kerk? Die St. (Fussbelag), se kiken de Fraulüj onger de Schorte (Schurz) Heinsb-Breberen. — Et St.chə hervorspringender St. im Zimmer, auf den man kleine Gegenstände legt Prüm-Densborn; der St., auf dem der Schuster das Leder klopft Allg. — 2. übertr. a. Eisenkugel unten am Fischnetz, um es tiefer zu halten (früher gebrauchte man dafür Steine) Sieg-Mondrf; Gewichtstein aus Metall Allg. — b. Gallen-, Blasenst.; he hät der St. Rip, Allg.; en hot de reissende St., e ka ke Wasser machen Bitb-Dudeld. Stenchen Gerstenkorn am Augenlid Prüm-Weinsf. — c. Wasserst. an Gefässen, in denen Wasser gekocht wird; St. en der Keətel kömmp van't harde Water SNfrk, Allg. — d. salzglasierter Topf, in der Tonbäckerei Westerw. — e. Hagel; et fällt Stan (Pl.); et hät St. gefal (gen) Verbr. nach Wk. III 4 Trier, Wittl, Bitb, Prüm, Malm; auch sonst et woren och St. debei; et hät St. gegen. RA.: Et hot St. gefal wie Hühnereier, un et Wasser hot de Heiser bal matgeholt Allg. im Kerngeb. Wann et am (im) März rent (regnet), dann am Aprel Stäng Prüm-Ringhuschd. — f. St. des Steinobstes, Praumen-, Quetschen-, Kiərschtenst. usf. Bitb, Allg. RA.: St. es St., säi den Düvel, as sin Grotmoder met Kerssest. prickte; drum schmet he er enen Tigelst. tegen den Kopp Mörs-Orsoy. Da's der en sonder St., saj de Düwel, duw ot hej en Schleck för en Quets Rees. Wat för St. wassen op Böm? Heinsb, Berg. — g. Würfelzucker Prüm-Ihren; s. Zuckersteinchen. — h. scherzh. kleines Feldsoldatenbrot, in der Soldatenspr. — i. Strunk im Kohlkopf May-Polch. — k. St.chən kleiner Schuhflicken Neuw-Windhg. — l. Bündel reinen Flachses, fünf Pfund wiegend SNfrk, Geld, uWupp [urkdl. 6 Stein Flachs Kemp 1431; 1 stein Wollen Berg 1572].
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    Stein III

    Rheinisches Wb.

    Stein III das Wort ist allg., u. zwar Rhfrk -En Sg. u. Pl.; Mosfrk -E:-, Dat. Sg., Pl. -E:n [WEif -ē-; in Bitb , Trier-R…

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Cotta, M. (2026). „steiniii". In lautwandel.de — Aggregat aus 53 historischen deutschen Wörterbüchern. Abgerufen am 9. May 2026, von https://lautwandel.de/lemma/steiniii/rhwb?formid=S23874
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Cotta, Marcel. „steiniii". lautwandel.de, 2026, https://lautwandel.de/lemma/steiniii/rhwb?formid=S23874. Abgerufen 9. May 2026.
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Cotta, Marcel. „steiniii". lautwandel.de. Zugegriffen 9. May 2026. https://lautwandel.de/lemma/steiniii/rhwb?formid=S23874.
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