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staudach

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DWB
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Eintrag · Grimm (DWB, 1854–1961)

staudach n.

Bd. 17, Sp. 1140
staudach, n. gruppe von stauden, gesträuch, buschwerk, mit stauden bewachsener ort. eine dem ältern hd. (bes. oberd.) eigenthümliche collective bildung zu staude mit dem suffix -ahi (Kluge stammungsbildungslehre2 § 67): ahd. stûdahi rubus Graff 6, 651 f., auch als ortsname Studahi, -ahe, Studach, Staudah, -ech (11. jahrh.), jetzt Staudach, s. Förstemann altd. namenb. 22, 1395; mhd. stûdach, -æhe Lexer hwb. 2, 1261. Scherz-Oberlin 1588: affumentum ... staudicht Dief. gloss. 16c (mlat.-hd.-böhm. wb. v. 1470); stawdech vel hek pusch nov. gloss. 11b (voc. ex quo 1432); arbusta ... gebüsche dz wil stüdlach sint. 31a; frutextum ... staudech, studecht. 249c; rubetum stu-, var. staudnig. 501c; struchstudig (voc. var. 1466), staudnig, stawdäch (voc. v. 1432) nov. gloss. 321a; studecht fructicetum Dief.-Wülcker 863. belege: daʒ er immer mere gie indem stoudæhe, daʒ in iemen sæhe von dem er wurde erslagen anegenge 22, 1; der dahs eneben in her lief durch ein dickeʒ stûdæche. Grimm Reinh. fuchs s. 314, 651; einen kurzen wec niht ze lanc reit er durch daʒ stûdach. Wolfram Willeh. 59, 27; si leiten eʒ (die mörder das kind) ûf dickeʒ rîs und in ein grüeneʒ stûdach troj. krieg 499; nû daʒ diu lâge was geleit ... in einem dicken stûdach. 40617; sîn ros er bî dem zoum bant in ein dickeʒ stûdach, daʒ eʒ dar inn niemen sach. Jansen Enikel weltchron. 10365; si gienc in einen boumgarten, in ein dick stûdach, dâ sie nieman inne sach. 26517; holtz, criut, und studach uf dem velde manigen enden brach daʒ gende volc Ludw. kreuzf. 2838; hinz Ungern in die storren lâʒ im ein ander wesen gâch unde in daʒ stûdach. Ottokar reimchron. 26413; stûdech, stein und erden in korben si dar truogen. 49350; und habent di vorgenanten heren mir ... da fr geben zway stkchel wismads, und einen tail eins rains, mit staudAech, daz an mein veld und wisen stOezzet urk. v. 1343 bei J. Wichner gesch. des Benediktinerstiftes Admont 3 (1878), s. 279; später besonders in süddeutschen urkunden, weisthümern u. s. w. bis ins 17. jahrh.: welcher auf der gemain staudach ausstöckt und auszrewtt? der soll den grunt nützen drew jor Salzb. taid. 142, 13 (15. jahrh.); was der grunt sein her dishalben gegen Ramatschachen werz, di sein unser und unsers goczhaus, ausgenommen ain wisel und staudech so der Pendreich ... hat steir. taid. 164, 36 (15. jahrh.); auch ain plezen ains wysmadt genant das Staudach ligt an sandt Katherein zu Murnau urk. von 1504, s. monum Boica 10, 210; der der hagkt oder wurft staudach in die vischwaid ist schuldig wandl zwen und sibenzig phening steir. taid. 154, 5 (banntaiding v. 1573); der arbeisen (erbsen) zu bestecken hat, derselbe sol kein staudach ohne vorwissen o. auszzeugung des gerichts abhacken. 212, 29 (vom j. 1594); ainstmals habe er zeug auch staudach zum zeinen dem Stephan Wurzer gehockt Victringer gerichtsprotok. v. 1611 bei Lexer kärnt. wb. 239; in den gehülzen oder staudach kärnt. jagdordn. v. 1617 s. ebenda; da aber die nachbarschaft alda in dorf Grosz Lobming an ihren gemainpergen ein prant oder gereit oder staudach zu hacken oder auszzutailen gedachten steir. taid. 290, 36 (panordnung vom j. 1624). in der allgemeinen schriftsprache dagegen, wo die form staudicht (vgl. oben die glossen) zu erwarten wäre, ist das wort in nhd. zeit im allgemeinen nicht mehr üblich. einzige anführung in wörterbüchern: stäudich, n. fruticetum Frisch 2, 323a. wol aber kennt das frühnhd. (16.—17. jahrh.) die wol auf vermischung mit gestäude beruhende bildung gesteudig, s. theil 4, 1, 4207. — in mundarten noch erhalten: bair. staudə', gstaudə' Schm.2 2, 733; tirol. (g')staudach, dazu der familienname Staudacher Schöpf 703, kärnt. staudach (bes. als ortsname Staudacher) Lexer 239, steir. als staurich (staurach) Unger - Khull 571a; henneb. stäudig, m. gestrüpp, gesträuch Spiess 240; nassauisch staudich, älter studich 'ist heute und in alten urkunden oft vorkommender name von gemarkungstheilen, früher bes. als gränzbestimmung' Kehrein 1, 388. — dazu im steir. die composita: staudachbrachse und staudachhacke, f. 'groszes messer zum niederlegen von gestrüppe oder staudach', vgl.staudenmesser Unger - Khull 570b; staudachhuhn, n. (als abgabe): dient staudachhiener 2 von einem staudach beim teichtl Schielleiten. stiftreg. v. 1648 s. ebenda; staurichwerk (staurachwerk), n. = staudach. 571a; vgl.staudwerk.
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  1. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    staudachn.

    Grimm (DWB, 1854–1961)

    staudach , n. gruppe von stauden, gesträuch, buschwerk, mit stauden bewachsener ort. eine dem ältern hd. ( bes. oberd. )…

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stau+dach

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