Eintrag · Deutsches Rechtswörterbuch
starblind
starblind, adj.
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swelich man koft en perith, de ander sal ene gewaren stedeges, stareblindes vnde vnrechtes ane vanges1227 BrschwStR. § 25
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thes aga inskathinge sex and thritich skillinga, starublind alsa felo [(Buße für) die innere Schädigung des Auges: 36 Schillinge, teilweise Blindheit ebenso viel]um 1300 RüstringerR. 60 Textarchiv: RüstringerR. 60
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coft en en pert, dat hovetsek is, dat scal he kundighen deme, de dat eme vorkofte, binnen verteyn daghen; is it starblint, so scal he eme dat kundighen binnen ver weken; so mot he dat pert weder nemen unde weder gheven, dat he dar van up ghenomen heft1. Hälfte 14. Jh. GoslarStR. III § 162 Textarchiv: GoslarStR. III § 157ff.
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dryer dinge schol man weren an einem pferde, ob ez einer dem andern vorkauft, ez werde benumet oder nicht. das erste vor unrechtem anvange, daz ander vor starblint, daz dritte vor houbtsich1357/87 MeißenRB.(Oppitz) IV 41 Dist. 20
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en age starblind anda nawt biletzen ieftha onstonden anda olle blind en thrimne liff [(ist) ein Auge teilweise erblindet und nicht geschlossen, oder nicht ausgeschlagen und völlig blind, (so beträgt die Buße) 1/3 Wergeld]Mitte 15. Jh. EmsigerR. 172 Textarchiv: EmsigerR. 172
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worth daer yenich van dussen gelempt, als die oghen staerblijnt, de handen grijplam ... [ys] eyn derden deell mannegeldt tho boete1464 VerslOudeR. 4 (1903) 154
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ein oege staerblint und nicht beloeken is ein dorde part lywes, is 8 stiege marckum 1518 OstfriesLR.(Wicht) 742 Faksimile
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kaufft einer ein pferd so sol jn der verkauffer geweren, das er nicht stetig sey, nicht starblindt vnd nicht gestolen1574 Pölmann,Hdb. Gv Volltext (und Faksimile)
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die erbmaͤngel [der pferde] sind nach den landes- und stadt-gesaͤzen unterschiden, die Sachsen haben stetig, hart oder herzschlaͤgig, staarblind1757 Estor,RGel. I 466 Faksimile
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star-blind: blind, stockblind, eigentlich, der den star auf dem auge hat1770 BremWB. IV 1003 Faksimile