Eintrag · Deutsches Rechtswörterbuch
Stadtmauer
Stadtmauer, f.
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[die schephen schullen czwain enphelhen,] di di statmaur, di graben, di türn, di pruck und ander dinch, daz der stat czu gehort, beschaun und bewarnum 1330 BrünnRQ. 395 Faksimile
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chain trinckgelt mag ein man behaben, den daz vortruncken ist in einem leithaus inderthalb der statmauerum 1330 BrünnRQ. 393 Faksimile
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ob dhain purger, der innerhalb der statmaur und des graben funiftzich phunt wert hab, eines totslages getzigen wirt, ... daz der ... icht beduͤrf dhainer purgelschaft14. Jh. BabbÖstUB. II 288
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wurdi aber der schuldig von des grihtz wegen gejagt, wenn der kaͤmi fuͤr die stat mur uͤber den graben, den sol das griht fuͤrbas nit jagen14. Jh. LeutkirchStR. 24
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swelker user borghere eder user borghersche de burscop upgheve, de scal binnen ver weken darna os untweken buten der statmuren unde also verne also der statplicht went, besete he dar en boven1422 Pufendorf IV app. 306 Faksimile
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den tymmerluden, dede verdigeden de regelen bii der stadmuren, 7 s1458 HildeshUB. VII 637 Faksimile
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es soll auch niemandts auf die stadt-mauren gehen, er sei dan ein geschwornner mittburger. man sol auch nicht stein dauon werffen noch pretter dauon tragen1497 Will,Altdorf 353
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es soll auch niemant vff vnser statmuren in zwinger oder graben geen noch steen, noch einicherley vnsuberkeit daruff oder darin nit machen schütten oder tragen1498 WormsRef. V 4, 25, 2 Volltext (und Faksimile)
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ob die begrebnis der todten ... ausserhalb der stadtmauer an andern bequemern ort ... verlegt werden soll1542 Mühlhausen (Thür.)/Sehling,EvKO. I 2 S. 392 Faksimile
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soll hinfürter niemand nahe bei der stadtmeuren bauen, sonder die künftige bäu sechzehen fuß weit davon gelassen werden1558 Jülich/QNPrivatR. II 1 S. 355
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würde er [statartzet] von yemanden zu kranken zu gehn erfordert, soll man ime innerhalb der statmauren von einem gang fünff batzen ... geben1589 SchlettstStR. 431 Faksimile
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haben ... gesagtte rhätte ... das rathauß, stattsmauren, turm ... undtt andere wachthäuser tachlos undt gantz zerfallen ... befunden1604 JbWestfKG. 5 (1903) 99
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der schwedische feld-marschalck ... [hatte] was noch uͤbrig an auffgeworffenen schantzen, statt-mauren, thuͤrnen und thoren ... dem boden gleich machen lassen1644 Buchhorn 335 Faksimile
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[von dem laster der beleidigten majestaͤt, lands-verraͤtherey:] hieher gehoͤren auch die muͤntz-faͤlscher ... absager, ubersteiger unserer stadt-mauren, auffruͤhrerNÖLGO. 1656(CAustr.) I 61 § 1 Faksimile
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zu K., alwo der juden zusammenkunft in einem an der stadtmauer abgelegenen hauße waͤre1679 HessSamml. III 125 Faksimile
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[ober- und hals-gerichte sind folgende ubelthaten zu straffen] befugt, nemlich: ketzerey, ... zerbrechung der stadt- und schloß-mauren und verderbung eines ackers1705 KlugeBeamte I² 800 Faksimile
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obwolen denen canonicis und vicariis die gewoͤhnliche bequemlichkeit des walles ferner gegoͤnnet wird, sollen sie doch auf demselben ... durch graben an der stadt-mauer ... zum nachtheil der stadt nichts vornehmen1725 Staphorst,HambKG. I 2 S. 594 Faksimile
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[der controlleur soll] die stadt-mauern, pallisaden und avenues dann und wann in augenschen nehmen, und wenn er befindet, daß luͤcken darinn, wodurch heimlich etwas herein praciticiret werden koͤnte, solches [melden]1736 CCMarch. IV 3 Sp. 457 Faksimile
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wenn also bey strafe verbothen, daß kein fremder soll auf die stadt-mauren steigen1746 Hermann,AnfRGel. 9
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es werden oͤffters bey naͤchtlicher weil waaren zu defraudirung der accis uͤber die stadt-mauer in die stadt practiciret1756 Cramer,Neb. II 14 Faksimile
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Churbayern ... behauptet das ganze territorium ... bis an die stadtmauer, sammt dem wasser und der landstrasse, dann zoll und maut1770 Kreittmayr,StaatsR. 270 Faksimile
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stadtmauern: durch diese soll man ohne allerhoͤchste erlaubniß keine besondere ausgaͤnge oder thuͤren zu machen gestatten1774 RepStaatsVerwBaiern VI 236 Faksimile
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weil die scharfrichterey innerhalb der stadtmauer belegen, [werden] gar keine hunde gehalten1781 HistBeitrPreuß. I 230 Faksimile
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manchmal begrenzt er [gerichtszwang] sich mit den stadtmauren, welches haͤufig der fall bey amtsstaͤdten ist1785 Fischer,KamPolR. I 590 Faksimile
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daß denselben [buͤrgerschaften] bei allgemeinen staͤdtischen beduͤrfnissen, z.b. bei errichtung und ausbesserungen gemeiner gebaͤude, der stadtmauer, des pflasters ... eine gemeine dienstconcurrenz obliege1788 Thomas,FuldPrR. I 186 Faksimile
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das voͤlkerrecht legt den residenzen der souverains, den gerichtshoͤfen, stadtmauern und thoren eine unverletzlichkeit bey1798 RepRecht II 246 Faksimile
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daß ... alle ... unsauberkeit an der stadtmauer bei 1 rthlr strafe verboten ... werden soll1800 HeidelbPolGes. 6
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das roͤmische recht legt den mauern uͤberhaupt, und besonders den stadtmauern, eine gewisse heiligkeit oder unverletzlichkeit bey, und in den altdeutschen gesetzen wird diese inviolabilitaͤt bestaͤtigt1802 RepRecht X 179 Faksimile
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daß die alten ... stadtmauern abgebrochen und ... nur die beibehalten werden sollen, welche die deserzion und accisedefraudazionen verhindern1808 Krug,StaatswPreuß. 284 Faksimile
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die verbindlichkeit, einen nie uͤberbaut gewesenen plaz zu verkaufen, findet nur ... in ansehung solcher ... plaͤze, gaͤrten, aecker etc. statt, welche innerhalb der stadtmauer liegen1815 WirtRealIndex II 426 Faksimile