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stackel

mnd. bis Dial. · 5 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

DWB
Anchors
5 in 5 Wb.
Sprachstufen
3 von 16
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15

Eintrag · Grimm (DWB, 1854–1961)

stackel m.

Bd. 17, Sp. 409
stackel, m. 11) oberdeutsches wort, schifferstange, stange der flöszer und schiffer mit einem eisernen haken am ende, womit sie die fahrzeuge fortstoszen; nebenform zu stachel, s. das. 2, e, β. so in den nhd. wörterbüchern: stackel oder stoszstang der schiffleüten damitt sy die tieffe desz wassers erfarend (der) contus. Maaler 383a; stakkel, stoszstang der schiffleute. Schottel 1420; stakel, m. pertica ò stanga grossa e lunga di barcaruoli. v. stange. schiff-stakel, idem. Kramer dict. 2, 904a; stakel, der, contus nautarum, alias eine stoszstange, sive schiffstakel. Stieler 2161. so auch in lebenden mundarten: schweiz. stackel (und stachel), sprietstake Stalder 2, 389; bair. mit umlaut stäckel (stáckl, — in ältern quellen staechil, stachel) Schm. 2, 725, ebenso steir. Unger-Khull 567a. — im tirol. in andern bedeutungen, für die sonst z. th. stachel üblich ist: 1) eiserne spitze am gehstock; 2) stab mit solcher spitze, schifferstange; 3) eisenbeschläge am absatz der sohle, absatz. Schöpf 696. das bair. stäckl für den treibstecken (s.stachel 2, a): und Sangar, auch ain hauptman der Juden, erschlueg allain mit aim stäckl, damit man die ochsen stupht, sechshundert man. Aventin chron. 1, 166, 1. 22) dithmars. stakkel 'ein elender schlechter mensch'. Richey 424. brem. wb. 4, 985; beklagenswerter (auch in Hamburg-Altona): lütj' stakkel, auch adj. min stakkels fro, meine arme frau. Schütze 4, 185. entlehnt ausn. stakkel, vgl.stacker 2. begegnet vereinzelt sogar in der nhd. litteratur: bin doch kurjos zu wissen, was der arme stackel macht. Siegfr. v. Lindenberg4 3, s. 79 (43. kap.).
1639 Zeichen · 49 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 1200–1600
    Mittelniederdeutsch
    stackelM.

    Köbler Mnd. Wörterbuch · +1 Parallelbeleg

    stackel , M. nhd. Stachel, Spitze E.: s. germ. *stakō-, *stakōn, *staka-, *stakan, *stekō-, *stekōn, *steka-, *stekan, s…

  2. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    stackelm.

    Grimm (DWB, 1854–1961)

    stackel , m. 1 1) oberdeutsches wort, schifferstange, stange der flöszer und schiffer mit einem eisernen haken am ende, …

  3. modern
    Dialekt
    Stackel

    Schweizerisches Idiotikon · +1 Parallelbeleg

    Stackel Band 10, Spalte 1561 Stackel 10,1561

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit stackel

7 Bildungen · 6 Erstglied · 0 Zweitglied · 1 Ableitungen

stackel‑ als Erstglied (6 von 6)

stackelen

ElsWB

stack·elen

PfWB LothWB RhWB stack e le n [tàklə Hi. Steinbr. Mü. ; tòklə Obhergh. ] stottern, stammeln. Vgl. stocke n 2, stock e re n . ‘ (was) die Z…

stackelswīn

KöblerMnd

stackel·swīn

stackelswīn , N. nhd. Stachelschwein ÜG.: lat. hystrix E.: s. stackel, swīn W.: s. nhd. Stachelschwein, N., Stachelschwein, DW 17, 402? L.: …

stackelwegge

KöblerMnd

stackel·wegge

stackelwegge , N. nhd. „Stachelweck“, Festtagsgebäck, Brot mit scharfen Ecken Hw.: s. stēkelwegge E.: s. stackel, wegge L.: MndHwb 3, 409 (s…

Ableitungen von stackel (1 von 1)

stackele

KöblerMnd

stackele , M. Vw.: s. stackel