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Spinell

nhd. bis Lex. · 6 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

Meyers
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Eintrag · Meyers Konv.-Lex. (1905–09)

Spinell

Bd. 18, Sp. 743
Spinell, Mineral, wesentlich Magnesiumaluminat MgAl2O4, findet sich in gewöhnlich kleinen, regulären Kristallen, einzeln eingewachsen sowie namentlich lose in Kristallfragmenten und Körnern auf sekundärer Lagerstätte. S. ist meist rot, auch braun, blau, grün und schwarz. Die licht gefärbten Spinelle sind durchsichtig, die dunklern durchscheinend bis undurchsichtig, alle glasglänzend. Härte 8, spez. Gew. 3,5–4,1. Der rote, durchsichtige (edle) S. (s. Tafel »Edelsteine«, Fig. 14), von Ceylon, Ostindien, Birma, hier meist lose in den Edelsteinsanden, ist reines Magnesiumaluminat MgAl2O4, wahrscheinlich durch etwas Chrom gefärbt. Der blaue S., eingewachsen im körnigen Kalk bei Aker in Södermanland, Amity in New York, Bolton in Massachusetts etc., enthält bis 3,5 Proz. Eisenoxydul, der grasgrüne Chlorospinell (aus einem Chloritschiefer von Slatoust) 9–15 Proz. Eisenoxyd und etwas Kupferoxyd, während der schwarze S. (Pleonast, Ceylanit), der, ein ausgezeichnetes Kontaktmineral, besonders in veränderten Kalksteinen, so am Monzoni, bei Warwick in New York, am Vesuv etc., aber auch lose auf Ceylon vorkommt, noch reicher an Eisenoxydul und Eisenoxyd ist. S. ist ein geschätzter Edelstein und besitzt in seinen gesättigt ponceauroten Varietäten etwa den halben Wert eines gleichgroßen Diamanten. Tiefroter S. kommt auch als Rubinspinell, licht rosenroter (mit einem Stich ins Bläuliche) als Balais, Rubinbalais (Balasrubin), violetter als Almandinspinell und gelb roter (essigroter) als Rubicell (Essigspinell) in den Handel. Die zuletzt genannten drei Sorten stehen den edlen Spinellen an Wert bedeutend nach. Kochenille- und blutroter S. kursiert wohl auch als Goutte de Sang (»Blutstropfen«). Pleonast dient als Trauerschmuck. Durch Schmelzen von Magnesia mit Tonerde, Borsäure und etwas Chrom im Porzellanofen erhält man 3–4 mm große Kristalle von S. Eine Anzahl von Mineralien, die nach der allgemeinen Formel RO. R2O3 zusammengesetzt sind und als Aluminate und Ferrate, d. h. als Salze der Säuren AlO. OH und FeO. OH mit zweiwertigen Metallen angesehen werden, sowie regulär meist in Oktaedern und oktaedrischen Zwillingen nach dem sogen. Spinellgesetz (s. Kristall, Fig. 60) kristallisieren, faßt man als Spinellgruppe zusammen. Die folgende Tabelle gibt die wichtigsten Arten der Gruppe und die Elemente, die sich an der Zusammensetzung beteiligen, in der Reihenfolge ihres Vorwaltens in der betreffenden Verbindung: 400@@break
2465 Zeichen · 36 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

Pro Sprachstufe der prominenteste Beleg. Klick auf eine Form öffnet das Wörterbuch.

  1. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Spinéll

    Adelung (1793–1801) · +2 Parallelbelege

    Der Spinéll , des -es, plur. die -e, der Nahme eines sehr blaßrothen Rubines, welcher fast in das Weiße fällt; aus dem m…

  2. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    Spinell

    Goethe-Wörterbuch

    Spinell [bisher nicht online publizierter Wortartikel]

  3. 19./20. Jh.
    Konversationslex.
    Spinell

    Herder (Konv.-Lex., 1854–57) · +1 Parallelbeleg

    Spinell , Edelstein, meist mit vorherrschender 8eckiger Krystallform, von muscheligem Bruch, roth, blau, auch grün, brau…

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit spinell

3 Bildungen · 2 Erstglied · 0 Zweitglied · 1 Ableitungen

Zerlegung von spinell 2 Komponenten

spin+ell

spinell setzt sich aus 2 eigenständigen Lemmata zusammen. Die Klammerung zeigt die Hierarchie der Komposition; Klick auf einen Bestandteil öffnet seine Etymologie.

spinell‑ als Erstglied (2 von 2)

spinelltiegel

DWB

spinell·tiegel

spinelltiegel , m. tiegel aus spinell ( s. oben ) oder magnesiaaluminat, der sehr hoher glut ausgesetzt werden kann. Karmarsch-Heeren 3 5, 6…

Ableitungen von spinell (1 von 1)

spinelle

DWB

spinelle , f. nach Nemnich 2, 1160 eine bezeichnung von ribes grossularia, gewöhnlich stachelbeere ( s. unten ) genannt, zu lat. spina, nach…