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smāken

mnd. bis Dial. · 3 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

WWB
Anchors
4 in 3 Wb.
Sprachstufen
2 von 16
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4
Verweise raus
2

Eintrag · Westfälisches Wb.

smāken V.

Bd. 5, Sp. 127
smāken V. [verbr.] 1.1. mit der Zunge, dem Gaumen den Geschmack von etwas feststellen, erkennen. Op dat Lecken folget dat Schmecken (Kr. BrilonBri Kr. Brilon@RixenRi). — 1.2. kosten, den Geschmack von etwas prüfen. Ik mott jüst no’n Pott schmäcken (Kr. TecklenburgTek Kr. Tecklenburg@LienenLi). — 2.1. in bestimmter Weise auf den Geschmackssinn wirken, eine bestimmte Geschmacksempfindung hervorrufen. Dütt Iäten smecket guet (Kr. MeschedeMes Br). Dat Water smecket iutgetoikent (Lippe WWB-Source:219:OesterhOesterh). De Miälke smäck sote (süß) (Kr. SteinfurtStf Rh). Dat schmäck sötlik (Kr. CoesfeldKos Kr. Coesfeld@DülmenDü). Dei Sueramper schmatt suer (Kr. Altena u. die krfr. Stadt LüdenscheidAlt Kr. Altena u. die krfr. Stadt Lüdenscheid@KierspeKi). Et schmeckt so suer, dat et kratzet sauer schmecken (Kr. WarburgWbg Ka). Et hiät meï guet smacht (Kr. MeschedeMes Kr. Meschede@BrachtBr). — Sprichw.: Wat gued schmaket, geïht en kuorten Wiäg (Kr. Altena u. die krfr. Stadt LüdenscheidAlt Kr. Altena u. die krfr. Stadt Lüdenscheid@LüdenscheidLü). Wat sick de Hippe am widdesten säuket, smatt iähr am bessn (Ennepe-Ruhr-KreisEnr Ennepe-Ruhr-Kreis@BosselBo || mehrf.). Wann ’t am bessen smǟket, sa ’me uphoän’n (die krfr. Städte Dortmund, Castrop-Rauxel u. LünenDor die krfr. Städte Dortmund, Castrop-Rauxel u. Lünen@WellinghofenWl). Wenn de Muise satt sind, smecket dat Miähl bitter (Kr. LippstadtLst Kr. Lippstadt@DrewerDr || mehrf.). Et schmecket nix biäter, ase bat me selwer ietet man hat an nichts mehr Freude, als an dem, was man selbst erworben hat (Kr. ArnsbergArn Kr. Arnsberg@HagenHg || mehrf.). Et is mär ’n kott Enneken in’n Hals, wo’t lecker smäck (Kr. Borken u. die krfr. Stadt BocholtBor Kr. Borken u. die krfr. Stadt Bocholt@RamsdorfRd || mehrf.). Et es man en kotten Weg, wo et geot schmicket (Kr. MindenMin Ha). Bi anner Lü schmeckt ’t ümmer am besten (Kr. Recklinghausen u. die krfr. Städte Bottrop u. GladbeckRek Kr. Recklinghausen u. die krfr. Städte Bottrop u. Gladbeck@RecklinghausenRh). — Sagw.: Wat goud smäckt, süppt dä Apthäker sölwer, sagg Hahnen Hänerich, do mogg hä dä Medzin nich (die krfr. Städte Bochum, Herne u. WattenscheidBch die krfr. Städte Bochum, Herne u. Wattenscheid@BochumBo). — 2.2. angenehm auf jmds. Geschmackssinn wirken, jmdm. gut schmecken, munden. Et smākt (Kr. IserlohnIsl El). Dat sall di woll smāken (Kr. SteinfurtStf Rh). De Wost-Grütte schmäcket (Kr. HalleHal Kr. Halle@BorgholzhausenBo). De Appelwin schmaiket nitt (Kr. OlpeOlp Kv). Wenn dät Iäten alltegaar is, dann schmeckert nit (Kr. ArnsbergArn Kr. Arnsberg@AmeckeAm). De grote Bohnen mött erst swatte Köppe hemmen, süß smakt se nich (Kr. Recklinghausen u. die krfr. Städte Bottrop u. GladbeckRek Kr. Recklinghausen u. die krfr. Städte Bottrop u. Gladbeck@LangenbochumLm). — Übertr.: Dä Arbeit schmuok (behagte) nao nich (Kr. Recklinghausen u. die krfr. Städte Bottrop u. GladbeckRek Kr. Recklinghausen u. die krfr. Städte Bottrop u. Gladbeck@RecklinghausenRh). — Ra.: Den schmäck alles ist beim Essen nicht wählerisch (Kr. BeckumBek Kr. Beckum@AhlenAl). Hä wǟit woa, wat smǟket ist ein Genießer (die krfr. Städte Dortmund, Castrop-Rauxel u. LünenDor die krfr. Städte Dortmund, Castrop-Rauxel u. Lünen@WellinghofenWl || mehrf.). — Sprichw.: Woal däm, wäm ’t smǟket, un hä hïet noch wat (die krfr. Städte Dortmund, Castrop-Rauxel u. LünenDor die krfr. Städte Dortmund, Castrop-Rauxel u. Lünen@WellinghofenWl). — Sagw.: Dat hiät esmaket, sagge de Bock, doa har hei de Hitte im Äse lecket (Kr. Altena u. die krfr. Stadt LüdenscheidAlt Lü). ⟨›smāken‹ [WMünsterl Kr. SteinfurtStf Kr. CoesfeldKos Kr. MünsterMün Kr. WarendorfWdf Kr. Recklinghausen u. die krfr. Städte Bottrop u. GladbeckRek Kr. BeckumBek die krfr. Städte Dortmund, Castrop-Rauxel u. LünenDor Kr. IserlohnIsl Kr. Altena u. die krfr. Stadt LüdenscheidAlt Olp], smäkken bzw. smekken [Kr. SteinfurtStf Kr. TecklenburgTek Kr. HalleHal Kr. DetmoldDet Kr. BeckumBek Kr. HöxterHöx Kr. IserlohnIsl Kr. ArnsbergArn Kr. BrilonBri Wal], smikken (Kr. MindenMin Kr. Minden@HahlenHa). Präs. 3. Pers. Sing.: ›smāket‹ [die krfr. Stadt WittenWit MSauerl Kr. MeschedeMes Kr. BrilonBri Olp], ›smākt‹ [die krfr. Stadt HagenHag Kr. IserlohnIsl Alt], ›smǟket‹ [die krfr. Städte Dortmund, Castrop-Rauxel u. LünenDor Kr. Unna u. die krfr. Stadt HammUnn Ennepe-Ruhr-KreisEnr Kr. IserlohnIsl Olp], ›smē²ket‹ (Kr. OlpeOlp Kr. Olpe@KirchveischedeKv), smakket [Kr. IserlohnIsl Kr. BrilonBri Olp], smakt [Enr, verstr. die krfr. Städte Bochum, Herne u. WattenscheidBch Gel], smak (Ennepe-Ruhr-KreisEnr Ennepe-Ruhr-Kreis@SchwelmSw), smat [Ennepe-Ruhr-KreisEnr Alt], smäkket [Kr. MindenMin Kr. TecklenburgTek Kr. HalleHal Kr. DetmoldDet Kr. WiedenbrückWie HPaderb Hellweg MSauerl Kr. ArnsbergArn Kr. MeschedeMes Bri], smäkt [OWestf (außer Hfd) Münsterl (außer WMünsterl) Mark Hellweg Ennepe-Ruhr-KreisEnr Mes], smäk [Kr. LübbeckeLüb Münsterl Kr. WiedenbrückWie Dor], smikket [Kr. LübbeckeLüb Kr. MindenMin Kr. HerfordHfd Kr. LemgoLem Kr. BielefeldBie Pad], smikt [Kr. LübbeckeLüb Kr. MindenMin Kr. HerfordHfd Kr. DetmoldDet Pad], smik [Lüb]. Prät.: 1./3. Pers. Sing.: ›smō¹k‹ [Kr. AhausAhs Kr. CoesfeldKos Kr. MünsterMün Kr. Recklinghausen u. die krfr. Städte Bottrop u. GladbeckRek Bek], ›smak‹ [die krfr. Städte Bochum, Herne u. WattenscheidBch Dor], ›smo¹k‹ [Kr. SteinfurtStf Bek], smök [Kr. SteinfurtStf Tek], smēk [WMünsterl], smākede [Kr. Altena u. die krfr. Stadt LüdenscheidAlt Olp], smachte [Kr. MeschedeMes Kr. BrilonBri Wal]; Part.: -smāken (Kr. AhausAhs Kr. Ahaus@StadtlohnSt), -smāket [die krfr. Städte Dortmund, Castrop-Rauxel u. LünenDor Kr. Altena u. die krfr. Stadt LüdenscheidAlt Olp], -smākt (WmWb), -smacht [Mes], -smäkket [Kr. BeckumBek Wal], -smäkt (Kr. SteinfurtStf Kr. Steinfurt@RheineRh). — Differenzierung: smāken ‘schmecken’ vs. smäkken ‘schmatzen’ (die krfr. Städte Dortmund, Castrop-Rauxel u. LünenDor Wl)⟩ ¶ WWB-Source:238:RhWbRhWb 7,1422: schmacken II; WWB-Source:207:NdsWbNdsWb 11,149: smecken, smāken; HnVwb 3,282: schmecken, schmacken.
3139 Zeichen · 73 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

Pro Sprachstufe der prominenteste Beleg. Klick auf eine Form öffnet das Wörterbuch.

  1. 1200–1600
    Mittelniederdeutsch
    smaken

    Mnd. Handwb. (Lübben/Walther) · +1 Parallelbeleg

    smaken, sw. v. schmecken, kosten; bildl. empfinden, erfahren; intr. einen Geschmack von sich geben; mi smaket, mir schme…

  2. modern
    Dialekt
    smākenV.

    Westfälisches Wb. · +1 Parallelbeleg

    smāken V. [verbr.] 1.1. mit der Zunge, dem Gaumen den Geschmack von etwas feststellen, erkennen. Op dat Lecken folget da…

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit smaken

5 Bildungen · 1 Erstglied · 3 Zweitglied · 1 Ableitungen

Zerlegung von smaken 2 Komponenten

sma+ken

smaken setzt sich aus 2 eigenständigen Lemmata zusammen. Die Klammerung zeigt die Hierarchie der Komposition; Klick auf einen Bestandteil öffnet seine Etymologie.

smaken‑ als Erstglied (1 von 1)

smāken, smecken(t)

MNWB

smaken·smeckent

smāken, smecken(t), n. , Geschmackssinn, Geschmacksvermögen; Lust zu schmecken, Appetit; Schmecken, Genießen; übertr. Genuß , Begehren, Verl…

smaken als Zweitglied (3 von 3)

lôsmāken

MNWB

los·maken

lôsmāken , swv. , freimachen, auslösen, bezahlen , ausgeben.

(pels)māken

MNWB

pel·smaken

*° (pels)māken , pilse- ( -macken ), swv. : Kleidungsstücke unter Verwendung von Fellen, Pelzen herstellen, de pilzmākers und ēre nâkōmeling…

Ableitungen von smaken (1 von 1)