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schwebeln

nhd. bis Dial. · 3 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

DWB
Anchors
3 in 3 Wb.
Sprachstufen
3 von 16
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Eintrag · Grimm (DWB, 1854–1961)

schwebeln verb.

Bd. 15, Sp. 2365
schwebeln, verb. , iterativbildung zu schweben, vgl. mhd. swibelen taumeln Lexer handwb. 2, 1370 und Weigand 2, 663. 11) sich leicht und unstät bewegen: denke ich dann zufällig ... an eine katholische glock', oder schwebelt es mir vor den augen wie katholischer weihrauch. H. Heine 3, 325 Elster (d. von Lucca 9); wo gestalten schreiten sollten, schwebeln schatten leer und hohl. Platen 272; im bilde: duftig schwebeln, luftig tänzeln nur in reimchen, assonänzeln, nur in tönen mag sie (die aftermuse) gern. Uhland ged. (1864) 150. gern in verbindung mit dem reimwort nebeln, vgl. dieses 1, c (theil 7, 485 f.): damit meine poetisirer keine phantasmisten werden, oder sich gar in's schwebeln und nebeln verlieren. Göthe 38, 132; hat doch ihre religiöse richtung einen praktischen gehalt und kern ... und es ist hier keine nebelnde und schwebelnde empfindelei, die nicht weisz, was sie will. hannov. magazin 1846, s. 803a. 22) mhd. swibeln taumeln: der mortsame slange der kom schiere daran, daʒ er swibelen began. Tristan 9044; ähnlich jetzt im schles. in unpersönlicher fügung es schwebelt mir, ich werde schwindlig oder ohnmächtig. 33) ferner im sinne von 'schwatzen', doch gehen hier die formen so stark auseinander, dasz kaum zusammenhang anzunehmen ist, vgl. dazu schwabbeln (sp. 2141), schwafeln (2176) und schwappeln. zuweilen liegt volksetymologische anlehnung an schwabe, schwäbeln oder schwefeln vor: leipz. schwafeln gedankenlos reden, dazu Schwafelhans, -Lise Albrecht 208b, erzgebirgisch schwûfln, schwôfln schwätzen, salbadern Göpfert 40, thür. schwáweln, schwêfel(e), schwófele unverständlich reden Hertel sprachsch. 224, schwâweln im scherz lügen, aufschneiden Jecht 102a, nd. sweeveln und vörsweeveln: he sweevelt em allerlei vör, macht ihm blauen dunst vor (zu schwefel bezogen) Schütze 4, 234. dazu auch bair.-österr. schwaibeln und schwabeln, im scherz lügen, schwänke machen Klein 2, 147. Schmeller 2, 620, schweibeln 'auf schmeichlerische weise geschwätzig sein', sich einschweibeln 622?
2043 Zeichen · 40 Sätze

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Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    schwebelnverb.

    Grimm (DWB, 1854–1961)

    schwebeln , verb. , iterativbildung zu schweben, vgl. mhd. swibelen taumeln Lexer handwb. 2, 1370 und Weigand 2, 663 . 1…

  2. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    schwebeln

    Goethe-Wörterbuch

    schwebeln ‘sich ins S. und Nebeln verlieren’ iSv seinen phantasievollen Einfällen gar zu freien Lauf lassen; als Schaffe…

  3. modern
    Dialekt
    schwebelnschw.

    Pfälzisches Wb.

    schwebeln schw. : ' schweben ', nur Part. Präs.: Er hot sich schweweld (šwēwəld) on meiⁿ Orem gehängt 'Er hat sich an de…

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit schwebeln

1 Bildungen · 0 Erstglied · 0 Zweitglied · 1 Ableitungen

Zerlegung von schwebeln 2 Komponenten

schweb+eln

schwebeln setzt sich aus 2 eigenständigen Lemmata zusammen. Die Klammerung zeigt die Hierarchie der Komposition; Klick auf einen Bestandteil öffnet seine Etymologie.

Ableitungen von schwebeln (1 von 1)

verschwebeln

DWB

verschwebeln , verb. , sich ins unbestimmte verlieren: deutsch verschwebelt und vernebelt, d. h. statt eines klaren, bestimmten sinnes blosz…

Zitieren als…
APA
Cotta, M. (2026). „schwebeln". In lautwandel.de — Aggregat aus 53 historischen deutschen Wörterbüchern. Abgerufen am 9. May 2026, von https://lautwandel.de/lemma/schwebeln/dwb?formid=S21077
MLA
Cotta, Marcel. „schwebeln". lautwandel.de, 2026, https://lautwandel.de/lemma/schwebeln/dwb?formid=S21077. Abgerufen 9. May 2026.
Chicago
Cotta, Marcel. „schwebeln". lautwandel.de. Zugegriffen 9. May 2026. https://lautwandel.de/lemma/schwebeln/dwb?formid=S21077.
BibTeX
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