schwalch,
schwalg,
m. (
s. auch schwalk). 11) schwalch,
schlund, in alter sprache vor allem schlund, tiefe im wasser (
zusammenhängend mit nhd. schwelgen,
mhd. swelhen,
engl. to swallow,
altn. svelgja;
vgl. ags. swelgend,
f., altn. svelgr,
abyssus, baratrum):
vorago, swalch
vel waterbalch. Dief. 629
a;
vorago, wasser-slund
vel swalch
nov. gl. 386
a.
das wort berührt sich mit dem zu swellan
gehörenden m. swal (
siehe schwall): vor der stadt Dordrecht wart so greselik en swalch des meres, dat se vruchteden de stad scholde vorsinken.
quelle bei Schiller-Lübben 4, 483
b; ward also en swalch, dat men dar nene grund vinden konde.
ebenda; swalg,
schlinggrube, abgrund brem. wb. 4, 1109.
mit tenuis im auslaut: caribdes, eyn swalck
nd. korrespondenzbl. 7, 26;
schwallig, eine vom winde ausgerissene stelle am ufer. Jacobsson 4, 75
b.
im bilde: du lasterbalch unde aller sunden ein swalch.
pass. 172, 92
Hahn; nd. swalg,
oberster theil der schlundröhre eines thieres, besonders bei ochsen brem. wb. 4, 1108.
bei den glockengieszern das loch an einem gieszofen, das vorn in dem gewölbe desselben über dem schürloch angebracht ist, und wodurch die flamme bei zugedecktem schürloch genöthigt wird, in den ofen zu ziehen und sich rund um das zu schmelzende metall auszubreiten. Jacobsson 4, 75
a; schwallich Adelung: dasz die eingepreszte flamme schlage zu dem schwalch hinein. Schiller 11, 306.
in älterer sprache entwickelt sich von schlund aus die bedeutung schlingerei, schwelgerei: de orde is nicht ingesat umme juwen swalch, laddichgânt unde vreterie.
des dodes danz 545.
vgl. Schiller-Lübben 4, 483
b; hat in weltlichen lüsten und guten tagen vollauff im schwalg gelebt. Lehmann 2, 394.
dann persönlich, schwelger, prasser: een dicken swalg
brem. wb. 4, 1109;
vgl. Strodtmann 237. 22) schwalch,
dampf, besonders lichtdampf einer schwelenden lampe. in hochd. sprache niederd. gegenden für nd. swalk.
siehe schwalk. 33) schwalch,
grosze masse flüssigkeit, kaffee, dünnes bier Albrecht 209
a;
vielleicht steht es in beziehung zu swalc, swalges,
woge, flut (
N. v. Jeroschin 4850. 26641),
das zu schwellen
gehört und gleiche bedeutung wie schwall
hat. 44) schwalch,
m. feuersglut, -strom Hunziker 328.