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schwärzlich

nhd. bis Dial. · 7 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

Pfeifer_etym
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7 in 7 Wb.
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Eintrag · Etym. Wb. des Deutschen (Pfeifer)

schwärzlich

schwärzlich

schwarz Adj. Farbadjektiv, ahd. swarz (8. Jh.), mhd. swarz ‘dunkelfarbig, schwarz’, asächs. swart, mnd. mnl. swart, nl. zwart, afries. swart, swert, aengl. sweart, engl. (älter) swart (‘dunkel, schwärzlich’), anord. svartr, schwed. svart, got. swarts (germ. *swarta-) und verwandtes (schwundstufig) anord. sorta ‘schwarze Farbe’, sorti ‘Dunkel, dichter Nebel’, sorta, sortna ‘schwarz, dunkel werden’ sind vergleichbar mit lat. sordēre ‘schmutzig sein, gering erscheinen’, sordēs ‘Schmutz, Unflat, Unglück, Erniedrigung’, vielleicht auch mit awest. kaxvarəδa- Bezeichnung eines mythischen Wesens, eigentlich ‘was für ein (abscheulicher) schwarzer Kerl’, so daß ie. *su̯ordos ‘schmutzfarben, schwarz’ angesetzt werden kann. – Schwärze f. ‘schwarze Färbung, Dunkelheit’, ahd. swerzī ‘Schwärze, Dunkel’ (um 1000), swerza ‘Mittel zum Schwärzen’ (Hs. 13. Jh.), mhd. swerze ‘Schwärze, schwarze Farbe, Dunkelheit (der Nacht), Finsternis’. schwärzen Vb. ‘schwarz machen’, ahd. (9. Jh.), mhd. swerzen. Auch (aus dem Rotw.) schwärzen ‘schmuggeln’ (18. Jh.), eigentlich wohl ‘etw. bei Nacht tun’ (rotw. Schwärze, älter schwerz(e), 14. Jh.); Schwärzer ‘Schmuggler’ (18. Jh.). Daran anschließend in heutiger Sprache schwarz Adj. ‘ungesetzlich’, vgl. schwarzer Markt, Schwarzmarkt, -handel (seit dem ersten Weltkrieg?), zunächst ‘illegaler Valutahandel’ (daher vielleicht auch erst seit der Inflationszeit um 1923?), dann ‘unerlaubter Handel mit rationierten Lebensmitteln und Waren’. Offenbar aus dem Dt. mit derselben Bedeutungsentwicklung (amerik.-)engl. black market (um 1930?), ital. mercato nero (um 1940), frz. marché noir (um 1949), russ. čërnyi rýnok (чёрный рынок); vgl. auch Schwarzarbeit, schwarzhören, -fahren, -schlachten. anschwärzen Vb. ‘verleumden’ (17. Jh.). schwärzlich Adj. ‘dunkel, fast schwarz’ (17. Jh.), älter schwarzlicht (15. Jh.), mhd. swarzlot; vgl. auch schwarzecht (16. Jh.). Schwarzbrot n. ‘Roggenbrot’ (14. Jh.). Schwarzwild n. ‘Wildschweine’ (im Unterschied zu Rotwild), mhd. swarzwilt.
2004 Zeichen · 76 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Schwärzlich

    Adelung (1793–1801) · +3 Parallelbelege

    Schwärzlich , -er, -ste, adj. et adv. ein wenig schwarz, mit Schwarz vermischt.

  2. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    schwärzlich

    Goethe-Wörterbuch

    schwärzlich von leicht schwarzer Farbgebung, ins Schwarze spielend; wiederholt mBez auf Mineralien bzw Gestein, einmal b…

  3. modern
    Dialekt
    schwärzlichAdj.

    Pfälzisches Wb. · +1 Parallelbeleg

    schwärzlich Adj. : ' von dunkler, schwarzer Farbe ', schwäʳzlich (šwęʳdsliχ) [ Christmann Kaulb 49]. Südhess. V 892 ; Rh…

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit schwaerzlich

2 Bildungen · 2 Erstglied · 0 Zweitglied · 0 Ableitungen

Ableitung von schwaerzlich

schwaerz + -lich

schwaerzlich leitet sich vom Lemma schwaerz ab mit Suffix -lich.

schwaerzlich‑ als Erstglied (2 von 2)

schwärzlichgrau

DWB

schwaerzlich·grau

schwärzlichgrau , adj. dunkelgrau, grau ins schwarze spielend: denket euch einen ältlichen, groszen hageren mann mit schwärzlichgrauen haare…