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schuffeln

mhd. bis Dial. · 6 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

RhWB
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6 in 6 Wb.
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Eintrag · Rheinisches Wb.

schuffeln

Bd. 7, Sp. 1851
schuffeln, schüffeln das Zeitw. -uf- [Sieg-Kriegsd, MülhRh-Altenbg Langel, Waldbr, Wippf, uWupp, NBerg, Kref-Lank, Geld-Walbeck -yf-; Sol, Barm -yf- u. -uf-] ist Klevld, SNfrk, Rip, NBerg, OBerg in Waldbr, Wippf allg.; südl. der Entrundungs-L. lrhn. Mosfrk, Rhfrk -ef-, –if-, –øf- [uNahe -uf-] [aus dem Westerw, Siegld, Gummb fehlen Belege] schw.: 1.a. mit der Schuffel Unkraut ausstechen, Erde um Pflanzen lockern u. danach häufeln; dat Onkrock (Unkraut) op de Weg sch.; die Weg sch.; ech moss en de Knolle (Runkelrüben) sch. gohn; de Eərpel (Kartoffeln), Knolle sch. Rip, Verbr. im Geb. von -uf-, –yf-; (u. -if- Wend-Dörrenb); du moss sch., wenn de Sonn schingk (scheint), dat et Onkruck kapot geht Grevbr-Kapellen, Allg. — Absol. u. ein Stoppelfeld sch., mit dem Kultivator, Dreischar leicht pflügen MülhRh-Immekeppel, Wippf, Sol-Vockert. — Kot zusammenscharren. — b. -if-, –ef-, –ø-, Heideboden, abgelegenes, verwildertes Land, eine Wiese sch., den Aufwuchs abhauen, den Rasen mit der Hacke abschälen u. diese zum Trocknen aufstellen u. zur Düngung verbrennen; danach wird das gerodete Land mit der Hacke bearbeitet, geeggt u. Roggen hineingesät (heute veralt.); mer hun de ganzen Dag gescheffelt; ich sen esou meid (müde) wie en Hond Bernk, Allg. im lrhn. Rhfrk, Mosfrk bis einschl. Malm, Monsch, Aach-Walh, Schleid, Ahrw reichend, auch hier im nicht entrundenden Geb. -ef- nach der südl. Lautung; -øf- Rheinb-Meckenh; -ef- Sieg-Altenr; -uf- Neuw-Erpel (urkdl. so jemandts das land mit schiffelen gewynnen woldt Trier-Orenhf 1550; es sei im roden, schiffeln und ackerniesung Merz-Steinbg 1566; geschiffelt oder gerodete Ländereyen Trier 1720). RA.: Dat Kend scheffelt scherzh. es leckt Käse u. Butter vom Brot ab Bitb, Mos. Mer mänt (meint), dau gings sch. zu dem, der ein grosses Butterbrot hat Mos. Michelsdamp is besser wie Gehannsmoll wenn Michelstag, Ende September, der Dampf die Schüffelshaufen durchzieht, ist das besser, als wenn die Haufen Ende Juni zu Moll (Staub) brennen Saarbg-Beurig. — c. -if-, den Weinberg sch., in ihm mit einer leichtern Hacke Gras u. Unkraut aushauen (viertes Graben) Meis-Staudernh; -uf- uNahe, -øf- Trier-Wasserliesch; -if- Kobl-Winning, Ahrw-Ehling. — 2.a. -uf- sieben Aach-Kohlschdt. — b. -yf- u. Büərkes (Bäuerchen) sch. mit flachen, runden Eisenplatten (Steinen) nach einem mit Geld belegten stehenden Holzstück (Ziegelstein, Kork) werfen Barm, Elbf, Mettm; -yf- einen Stein über eine Wasserfläche springen lassen Klev-Cranenbg, Barm, Elbf (auch Water sch.); -if- Zell-Sohren, Trier-Stdt; -yf- das Schnappsteinsp. spielen Ess. — c. -uf- schnuppern, durchstöbern Ottw-Neunk: -if- Ottw-Lautenb, Kobl-SSebastian; -yf- Dür-Gürzenich, Jül-GrBoslar. — d. -uf- wetzen Geilk-Ütterath, Ess-Kupferdreh. — e. -uf- auf den Fingern pfeifen Eup-Stdt. — f. -uf- unterdrückt, verstohlen schwätzen u. lachen, von Kindern Mörs-Neuk. — g. -yf- wiehern, vom Pferde Geld-Walbeck. — h. intrans. mit »haben«, -ef- drübergleiten, nicht tief pflügen, vom Pfluge Monsch-Rollesbr; -uf- mit »sein«, ohne gehöriges Schuhwerk gehen, schluffen Monsch-Stdt; heropsch. Mörs-Rheinbg. — Abl.: die Schuffel(er)ei, dat Geschuffel(s).
3198 Zeichen · 74 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 1050–1350
    Mittelhochdeutsch
    schuffeln

    Mhd. Handwörterbuch (Lexer)

    schuffeln , schüffeln s. schûveln.

  2. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Schuffeln

    Campe (1807–1813) · +1 Parallelbeleg

    Schuffeln , s. Schaufel, Schaufeln .

  3. modern
    Dialekt
    schuffeln

    Rheinisches Wb. · +2 Parallelbelege

    schuffeln, schüffeln das Zeitw. -uf- [ Sieg-Kriegsd , MülhRh-Altenbg Langel , Waldbr , Wippf , uWupp, NBerg, Kref-Lank ,…

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Komposita & Ableitungen mit schuffeln

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Ableitungen von schuffeln (1 von 1)

verschuffeln

DWB

verschuffeln , verb. ( mundartlich ), verschieben. Norddeutschland. vgl. schuffeln , schüffeln gleiten unter schuffeln 2 th. 9, sp. 1834.