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schnauen

nhd. bis Dial. · 4 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

DWB
Anchors
4 in 4 Wb.
Sprachstufen
2 von 16
Verweise rein
2
Verweise raus
6

Eintrag · Grimm (DWB, 1854–1961)

schnauen verb.

Bd. 15, Sp. 1205
schnauen, verb. schwer, heftig athmen, schnauben, schnaufen, schnarchen; einen anschnauen, einen anfahren (s. th. 1, sp. 447); ausschnauen, ausschnaufen, sich erholen. Schm. 2, 563; schnauern, schnarchen 579; schnauig, geschnauwig, mit worten anfahrend, beiszig, schnau, unwilliges wort Stalder 2, 340; vgl. Seiler 259b. Schmid 473. Frommanns zeitschr. 4, 245, 36 (Oberösterreich). Spiesz 222 (hier die wendung: er schnaut nicht danach, etwas ist einem gleichgültig, er begehrt nicht danach, vgl. schnau, m. gelüste Frommanns zeitschr. 6, 18 Eifel). im nhd. entspricht snâwen (für snouwen), schnauben, schnaufen, keuchen. mhd. wb. 2, 2, 436a. Lexer mhd. handwb. 2, 1026, vgl. auszerdem snöuwen mhd. wb. 2, 2, 450b. Lexer a. a. o. 1043. einige belege vom ausgange des mittelalters sind: die fraw wolt im nichtz geben, und schnawet in an. Pauli schimpf u. ernst 203 Österley; (wer) umb sich schnawet als eyn hunt. Brant narrensch. 35, 3; schnauwt mich doch nit so groblich an, so ich kum her zu beichten gon. Murner Badenf. 11, 11. die nhd. schriftsprache kennt das wort nicht, dagegen haben es die nd. mundarten; im sinne von schnappen: do schot he up unde snauwede na my. Reinke de vos 3388; vgl. Schiller-Lübben 4, 280a; snauen, belfern; snauisch, beiszig, zänkisch Richey 272; snauen, schnappen, beiszen, keifen; übertragen: de balke snauet een beten to'r rechten, er wendet sich mit dem vorderen ende etwas nach rechts. snauhaftig, snauisk, beiszig, zänkisch; hannöv. snaueln, keifen. brem. wb. 4, 885. Schütze 4, 139. snauern, nach eszwerk herumspüren Dähnert 437b; schnauen, um sich beiszen; schnauachtig, schnausk, abschnauzend, beiszig Stürenburg 228b; vgl. ten Doornkaat Koolman 3, 241b. ebenso nld. snauwen op iemanden, latrare in aliquem, impetere aliquem maledictis Kilian. das wort ist wurzelverwandt mit schnauben, schnauden.
1871 Zeichen · 53 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

Pro Sprachstufe der prominenteste Beleg. Klick auf eine Form öffnet das Wörterbuch.

  1. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Schnauenv., intrs, ntr

    Campe (1807–1813) · +1 Parallelbeleg

    † Schnauen , v. I) intrs . im N. D. die Schnau zukehren, zu beißen drohen, und, beißen. Uneigentlich, unfreundlich, heft…

  2. modern
    Dialekt
    schnauen

    Pfälzisches Wb. · +1 Parallelbeleg

    schnauen s. schneien .

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit schnauen

3 Bildungen · 2 Erstglied · 0 Zweitglied · 1 Ableitungen

Zerlegung von schnauen 2 Komponenten

sch+nauen

schnauen setzt sich aus 2 eigenständigen Lemmata zusammen. Die Klammerung zeigt die Hierarchie der Komposition; Klick auf einen Bestandteil öffnet seine Etymologie.

schnauen‑ als Erstglied (2 von 2)

schnauen II

RhWB

schnauen II -ā·ə.n uSaar schw.: Bäume schn., entästen, entlauben, bei der Arbeit in den Gehöfterschaftshecken, auch opschn.; s. schnühen. St…

schnauen III

RhWB

schnauen III schnäuen (im NLRip, Eup , SNfrk, Klevld) = entästen, stibitzen s. schnühen;

Ableitungen von schnauen (1 von 1)

verschnauen

RhWB

ver-schnauen: fəršnǫ(u)t wählerisch im Essen Wippf-Kreuzbg .