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schmäch

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DWB
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Eintrag · Grimm (DWB, 1854–1961)

schmäch adj.

Bd. 15, Sp. 881
schmäch, schmähe, adj., im älteren nhd. noch lebend, später aufgegeben; mhd. smæhe, klein, gering, unansehnlich, schlecht, verächtlich, verachtet, schnöde, schmählich, schimpflich mhd. wb. 2, 2, 419b. Lexer mhd. hdwb. 2, 996, ahd. smâhi, parvus, exiguus, vilis, angustus, abjectus, dejectus Graff 6, 820. die schlimme bedeutung des wortes, wie sie besonders in dem abgeleiteten fem. schmach scharf hervortritt, ist nicht ursprünglich mit dem adj. verbunden; altnord. smár, klein (n. smaa, schwed. sm) zeigt schon, dasz der dem deutschen adj. anhaftende schlimmere sinn aus der bedeutung 'klein' entwickelt ist (vergl.schlecht und zur ganzen erscheinung Germ. 8, 330 ff.); man stellt mit ahd. smâhi, altn. smár lat. macer zusammen Noreen urgerm. lautl. 207, vgl. Fick3 3, 356. belege für das fortleben des adj. im älteren nhd. sind nicht selten, die form des wortes schwankt; schmäch, schmech: wie schmech er sich dann gegen seim schwager, herzog Albrechten von Bayrn, gehalten. Zimm. chron.2 3, 583, 27; das jr empfahen umb üwr that von unser hand den schmechen todt. Birck Sus. f 2b (schweiz. schauspiele des 16. jh. 2, 86). gewöhnlich in der form schmäh, schmähe: das jhnen jhr lieb leben darob bitter und schmäh worden. Fischart Garg. 214a; sie gab jhrem mann auff alle seine rede schmähe und böse antwort. buch d. liebe 288b; von einem schmähen und ohngütigen megdlein. anm. weish. lustgarten 120; was schrei ich nit mit worten schmeh. Gart Joseph in Els. litteraturd. 2, 103, 1769. auf personen bezogen, im sinne von 'übelnehmerisch, unfreundlich, mürrisch': ein hochfertige schmähe fraw, in deren weder anmut noch holdseligkeit zu finden. Fischart ehz. 22; (die frau ist nicht) adelstoltz, treckbatzig, schmäh, zornkäuig. Garg. 75a; derhalben sei nicht also schmäh. flöhhatz 453 (2, 15 Kurz). in dieser bedeutung ist das adj. mundartlich erhalten: schmäh, verschmäh, übelnehmerisch, verdrossen Schmidt 194. Pfister 257; ähnlich: schmâ, gleichgültig Spiesz 218; nd. sma, smeë, smade, smäde in gleicher anwendung: ene smee mine maken, smee uutseen, eine verachtende, stolze miene machen; aber auch: daar is em veel to smee to, das dünkt ihm viel zu schlecht. brem. wb. 4, 852, vgl. Schambach 197b.
2240 Zeichen · 62 Sätze

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Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    schmächadj.

    Grimm (DWB, 1854–1961)

    schmäch , schmähe , adj. , im älteren nhd. noch lebend, später aufgegeben; mhd. smæhe, klein, gering, unansehnlich, schl…

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit schmaech

13 Bildungen · 12 Erstglied · 0 Zweitglied · 1 Ableitungen

Zerlegung von schmaech 2 Komponenten

schma+ech

schmaech setzt sich aus 2 eigenständigen Lemmata zusammen. Die Klammerung zeigt die Hierarchie der Komposition; Klick auf einen Bestandteil öffnet seine Etymologie.

schmaech‑ als Erstglied (12 von 12)

schmächelen

LothWB

schma·echelen

schmächelen [šmêχələn D. Si. ; šmaiχlə Ri. Ha. ] intr. v. schmeicheln, streichelnd liebkosen. — lux. 387 ebenso.

Schmächler

LothWB

schmaech·ler

Schmächler m. fast allg.; Schmeichler Ri. Ha. wie hd. Schmeichler. Das Femin. lautet Schmächelesch D. Si. ; Schmeichlersch Ri. Ha. : Schmäch…

schmächteln

DWB

schmacht·eln

schmächteln , verb. , iterativbildung zu schmachten, mit dem nebensinn des weichlichen, kraftlosen: worin der liebende seinen schönheitsfreu…

Schmächter

RhWB

schma·echter

Schmächter -ęχdər Sg. u. Pl. u. -dərχs, Pl. -χər Altk-Weitef (abseits) m. (n.): verächtl. ein Gast auf der Hochzeit, der sich bewirten lässt…

schmächterig

RhWB

schmacht·e·rig

schmächterig -Eχt-, –Et-, –ęit-, –ęχt- Berg, n. Ruhr, Mörs-Veen Adj.: 1. sehr hungerig; schm. etten wie en Wolf (Ratte); schm. op wat luren.…

schmächtig

DWB

schma·echtig

schmächtig , adj. , die umlautlose form ist der neueren schriftsprache fremd, begegnet dagegen in älteren quellen, s. die stelle aus Mathesi…

schmächtig I

RhWB

schmächtig I in nhd. Lautung -ęχd- ; -ęχt- Kreuzn , Simm , Saar, Mos, May , Rip ziemlich allg., Altk , OBerg, Remschd, SNfrk in Grevbr , Neu…

schmächtig II

RhWB

schmächtig II -E- = ranzig s. schmäckig bei schmacken II.

schmächtigkeit

DWB

schmaechtig·keit

schmächtigkeit , f. zum vorigen gebildet: schmächtigkeit des körpers, dünnheit, schlankheit, schwächlichkeit des körpers. entsprechend der a…

Ableitungen von schmaech (1 von 1)

geschmächen

DWB

geschmächen , verb. schänden, notzüchtigen, s. schmähen : wer jungfrauen und wittiben geschmächt über ihren willen, die soll man büeszen an …