Eintrag · Grimm (DWB, 1854–1961)
- Anchors
- 4 in 4 Wb.
- Sprachstufen
- 2 von 16
- Verweise rein
- 7
- Verweise raus
- 7
schlarfen, verb. beim gehen die füsze nicht recht aufheben und ein scharrendes, schleifendes geräusch hervorbringen, besonders vom gehen in pantoffeln, niedergetretenen schuhen Adelung, vergl.schlarfe, f.; trahere pedes tantum eundo. Frisch 2, 193b. Bernd 263. Albrecht 201b. abschlarfen, die schuhe tragen bis sie schlarfen werden. Schmid 464. schlarfen, schlarpfen, schlärfen, schlerfen, schlerfeln Schmeller2 2, 533, schlarfún, schlarpfún, schlerfen Lexer kärnt. wb. 219, nd. (götting.) slarwen, auch bildlich im sinne von leise treten, um den bart gehen, schmeicheln, sprichwörtlich: wër nich slarwet, dë nich arwet. Schambach 193b, daneben slarpen Dähnert 428b. mit gleicher inlautender muta auch alem., wol dem nd. slarwen (aus slarben) entsprechend Stalder 2, 324: endlich kam es (das mädchen) verstupft daher geschlarpet. Gotthelf Uli der knecht 341. schlarpe, schlerpe Hunziker 222, schlarpa, schlerppa Tobler 388b. über den wechsel von f, w, b und p vergl. Wilmanns deutsche gramm. 1, 97. schlarfen steht im ablautsverhältnis zu schlurfen (s. dieses, auch schlorpen Schm.2 2, 534), ebenso die nebenform schlerfen, zu der im ältern hd. ein starkes part. geslorfen begegnet: so haiszt man mich ein narren darumb, das ich ge mit den pein so krumb und mit den fueszen ge her geslorfen. fastn. sp. 261, 7 Keller. dazu schlarp, schlarpe, schlerpe, schlarfe (s. dieses), schlarper, latscher Stalder 2, 324, pantoffel Schöpf 621, schlarpig, latschig ebenda, der schlärfel, schlärfling, pantoffel, alter schuh Schm.2 2, 533, schlerp(p)eta, f. gelatsche Tobler 388a. nd. slarpjochen, slarpenjochen, -jürn, -hinnerk, slarpfiken, -lischen korrespondenzbl. des vereins f. nd. spr. 9, 84. auch schlärpli, untaugliche weibsperson Seiler 254b gehört wol hierher. schlarpen erscheint daneben 11) im sinne von schlarpen 2. Stalder 2, 324. 22) im sinne von lecken, schlürfen, auch schlerpen, dazu schlerp, f. das lecken, schlerper, m. zunge Schöpf 621, wol auch schlarpel, hangende unterlippe Birlinger 397a. ob diese bedeutungen dem gleichen verbum angehören, ist zweifelhaft. vgl. schlarken 4.
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Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart
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15.–20. Jh.
NeuhochdeutschSchlarfen
Adelung (1793–1801) · +2 Parallelbelege
Schlarfen , verb. reg. neutr. mit dem Hülfsworte haben, auch nur im gemeinen Leben, als eine unmittelbare Nachahmung des…
- modern
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Wortbildung
Komposita & Ableitungen mit schlarfen
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Cotta, M. (2026). „schlarfen". In lautwandel.de — Aggregat aus 53 historischen deutschen Wörterbüchern. Abgerufen am 12. May 2026, von https://lautwandel.de/lemma/schlarfen/dwb?formid=S10714
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Cotta, Marcel. „schlarfen". lautwandel.de, 2026, https://lautwandel.de/lemma/schlarfen/dwb?formid=S10714. Abgerufen 12. May 2026.
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Cotta, Marcel. „schlarfen". lautwandel.de. Zugegriffen 12. May 2026. https://lautwandel.de/lemma/schlarfen/dwb?formid=S10714.
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