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scheffeln

nhd. bis spez. · 7 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

Pfeifer_etym
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7 in 7 Wb.
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Eintrag · Etym. Wb. des Deutschen (Pfeifer)

scheffeln

scheffeln

Schaff n. ‘Schöpf-, Messgefäß, Hohlmaß für Flüssigkeiten und Getreide, Bottich, (Wand)schrank’, ahd. scaf (Hs. 12. Jh.), mhd. schaf ‘Gefäß für Flüssigkeiten, Getreidemaß’, asächs. skap ‘Gefäß, Weinfaß’, mnd. schap ‘Schrank, Faß’, nd. Schapp n. ‘Spind, Schrank, Schubfach’, mnl. scap, nl. schap ‘Brett (eines Wandschranks), Schrank’, afries. skep ‘Gefäß’ (westgerm. *skapa-). Herkunft unsicher. Denkbar ist ein Anschluß an die Variante ie. *skā̌b(h)- ‘schnitzend gestalten’ der Wurzel ie. *(s)kē̌p-, *(s)kō̌p-, *(s)kā̌p- ‘mit scharfem Werkzeug schneiden, spalten’ (s. schaffen). Als Ausgangsbedeutung ergibt sich ‘etw. Ausgehöhltes, Ausgeschabtes’, die sich zu ‘Gefäß’ und ‘Behältnis’ sowie (nd.-nl.) zu ‘Schrank’ weiterentwickelt. Schaff ist im heutigen Hd. auf obd. Gebiet begrenzt. Schäffler m. obd. ‘Böttcher, Faßbinder’, spätmhd. scheffelære, scheffeler. Scheffel m. ‘hölzernes Gefäß, Hohlmaß für Getreide, Schöpfgefäß’, ahd. skeffil (8. Jh.), mhd. scheffel, schepfel, asächs. skepil, mnd. schēpel, mnl. scēpel, nl. schepel. Wohl eine Bildung mit dem Suffix für Gerätebezeichnungen germ. -ila- zu ie. *skā̌b(h)- ‘schnitzend gestalten’, einer Variante der oben genannten Wurzel ie. *(s)kē̌p-, *(s)kō̌p-, *(s)kā̌p-. Kaum eine deminutive Ableitung von Schaff. Redensartlich sein Licht (nicht) unter den Scheffel stellen ‘Wissen und Können (nicht) aus Bescheidenheit verbergen’ (16. Jh., nach Matth. 5, 15 f.), das Geld mit Scheffeln messen ‘sehr reich sein’ (19. Jh.). scheffeln Vb. ‘Scheffel füllen’ (17. Jh.). Redensartlich Geld scheffeln ‘Geld in großer Menge einnehmen und anhäufen’.
1588 Zeichen · 58 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Schêffeln

    Adelung (1793–1801) · +3 Parallelbelege

    Schêffeln , verb. reg. neutr. mit dem Hülfsworte haben, welches nur im gemeinen Leben üblich ist. Das Getreide scheffelt…

  2. modern
    Dialekt
    scheffelnschw.

    Pfälzisches Wb.

    scheffeln schw. : ' (gierig, in habsüchtiger Weise) zusammenraffen ', scheffle [PS-Rodalb ( Bernhard 158)], schewwele [I…

  3. Sprichwörter
    Scheffeln

    Wander (Sprichwörter)

    Scheffeln 1. Ist's nicht gescheffelt, so ist's doch gelöffelt. – Frischbier 2 , 3275. 2. Oess 't nich to schäple, öss 't…

  4. Spezial
    scheffeln

    Russ.-Dt. Übers. (de-ru)

    scheffeln umg. Geld, Milliarden ~ idiom. , umg. - загребать / грести деньги, миллиарды идиом. , разг. ; грести деньги, м…

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit scheffeln

1 Bildungen · 1 Erstglied · 0 Zweitglied · 0 Ableitungen

Zerlegung von scheffeln 2 Komponenten

scheff+eln

scheffeln setzt sich aus 2 eigenständigen Lemmata zusammen. Die Klammerung zeigt die Hierarchie der Komposition; Klick auf einen Bestandteil öffnet seine Etymologie.

scheffeln‑ als Erstglied (1 von 1)

scheffeln II

RhWB

scheffeln II = den Pflug verstellen s. schiften;

Zitieren als…
APA
Cotta, M. (2026). „scheffeln". In lautwandel.de — Aggregat aus 53 historischen deutschen Wörterbüchern. Abgerufen am 16. May 2026, von https://lautwandel.de/lemma/scheffeln/pfeifer_etym
MLA
Cotta, Marcel. „scheffeln". lautwandel.de, 2026, https://lautwandel.de/lemma/scheffeln/pfeifer_etym. Abgerufen 16. May 2026.
Chicago
Cotta, Marcel. „scheffeln". lautwandel.de. Zugegriffen 16. May 2026. https://lautwandel.de/lemma/scheffeln/pfeifer_etym.
BibTeX
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