Eintrag · Etym. Wb. des Deutschen (Pfeifer)
schartig
schartig
Scharte f. ‘Kratzer, Riß, Kerbe, spaltähnliche Öffnung’, übertragen ‘Fehler, Mißerfolg’, mhd. schart(e) ‘durch Schneiden, Hauen oder Bruch hervorgebrachte Vertiefung oder Öffnung, ausgebrochenes oder ausgehauenes Stück’, mnd. schārt ‘Riß, Spalte, Öffnung, Scherbe’, mnl. scaert, scart, nl. schaarde, aengl. sceard ‘Scharte, Bruchstück, Scherbe’, engl. shard ‘Scherbe’, anord. skarð ‘Scharte, Kluft, Mangel’ sind Substantivierungen der Adjektive ahd. -scart (in liduscart ‘verstümmelt’, 9. Jh.; vgl. ahd. lid ‘Glied’), mhd. schart ‘zerhauen, schartig, verletzt, verwundet’, asächs. skard, aengl. sceard, anord. skarðr (germ. *skarda-), mit Dentalsuffix zu der unter 1scheren (s. d.) genannten Wurzel ie. *(s)ker(ə)- ‘schneiden’ gebildet. Redensartlich eine Scharte auswetzen ‘einen Mißerfolg, Fehler, Schaden wiedergutmachen’ (15. Jh.). S. auch Hasenscharte. – schartig Adj. ‘mit Scharten versehen’ (16. Jh.), frühnhd. schertig, mhd. scherteht.