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Scharfsinn

nhd. bis spez. · 7 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

Pfeifer_etym
Anchors
7 in 7 Wb.
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Eintrag · Etym. Wb. des Deutschen (Pfeifer)

Scharfsinn

Scharfsinn

scharf Adj. ‘gut schneidend, geschliffen, spitz’, übertragen ‘stark gewürzt, kalt, deutlich, genau, heftig, schonungslos’, ahd. s(c)arf(i) (8. Jh.), mhd. scharf und ahd. scarph (9. Jh.), mhd. scharpf, scharph, scherpfe, scherf; frühnhd. (obd. md.) scharpf, asächs. skarp, mnd. scharp, scherp, mnl. scarp, scaerp, scerp, nl. scherp, afries. skerp, aengl. sc(e)arp, engl. sharp, anord. skarpr (‘eingeschrumpft, dürr, scharf, rauh, hart’), schwed. skarp (germ. *skarpa-) läßt sich verbinden mit lett. skarbs ‘rauh, grob’, mir. cerb ‘schneidend’, aruss. ščьrbъ ‘schadhaft’, russ. (älter) ščerbá (щерба) ‘Riß, Lücke, Schramme, Narbe’ und führt auf die Labialerweiterung ie. *(s)kerb(h)-, *(s)kreb(h)- (s. auch schürfen, schröpfen) der Wurzel ie. *(s)ker(ə)- ‘schneiden’ (s. 1scheren). – Schärfe f. ‘Zustand des Scharfseins, Klarheit, Genauigkeit, Rücksichtslosigkeit’, ahd. s(k)erphī, s(k)erfī (9. Jh.), mhd. scherpfe, scherfe ‘Stachel, (Speer)spitze, Rauhheit’. schärfen Vb. ‘scharf machen’, mhd. scherpfen, scherfen, asächs. (gi)skerpian (9. Jh.). einschärfen Vb. ‘mit Eindringlichkeit sagen, klarmachen’ (17. Jh.). scharfmachen Vb. ‘aufhetzen’, Scharfmacher m. ‘Aufhetzer’ (19. Jh.), entstanden als Ausdrücke der Reaktion für die Anführer streikender Arbeiter. Scharfrichter m. ‘wer mit dem Schwert oder Beil hinrichtet’ (14. Jh.), zuerst nsächs. (mnd. scharprichter) und westmd., seit dem 16. Jh. allgemein verbreitete Berufsbezeichnung für den Henker bzw. den Vollstrecker der Todesstrafe. Scharfschütze m. ‘im Schießen besonders ausgebildeter und daher treffsicherer Schütze’ (18. Jh.). Scharfsinn m. ‘Fähigkeit, besonders klar und logisch zu denken’ (17. Jh.), Rückbildung aus scharfsinnig Adj. (15. Jh.).
1707 Zeichen · 73 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

Pro Sprachstufe der prominenteste Beleg. Klick auf eine Form öffnet das Wörterbuch.

  1. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Scharfsinn

    Adelung (1793–1801) · +3 Parallelbelege

    Der Scharfsinn , des -es, plur. car. 1) * Eigentlich, ein scharfer Sinn, in welchem jetzt ungewöhnlichen Verstande ein s…

  2. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    Scharfsinn

    Goethe-Wörterbuch

    Scharfsinn Fähigkeit zu gründlicher geistiger Erfassung, Durchdringung, Beurteilung oä; auch neben ‘Tiefsinn’, einmal iG…

  3. 19./20. Jh.
    Konversationslex.
    Scharfsinn

    Meyers Konv.-Lex. (1905–09)

    Scharfsinn , im Gegensatz zum Witz (s. d.) das Vermögen, scheinbar Ähnliches als entgegengesetzt, wie dieser, scheinbar …

  4. Spezial
    Scharfsinn

    Deutsch-Ladinisch (Mischí)

    Scharf|sinn m. (-[e]s) 1 finëza (-zes) f. 2 aciomëza (-zes) f.

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit scharfsinn

3 Bildungen · 3 Erstglied · 0 Zweitglied · 0 Ableitungen

Zerlegung von scharfsinn 2 Komponenten

scharf+sinn

scharfsinn setzt sich aus 2 eigenständigen Lemmata zusammen. Die Klammerung zeigt die Hierarchie der Komposition; Klick auf einen Bestandteil öffnet seine Etymologie.

scharfsinn‑ als Erstglied (3 von 3)

scharfsinnig

DWB

scharf·sinnig

scharfsinnig , adj. ( vergl. scharfsinn, das jünger als das adj. ist ): scharpffsynnik, acer Dief. 8 c ( s. mhd. wb. 2, 2, 317 a ); scharpff…

scharfsinnigkeit

DWB

scharf·sinnigkeit

scharfsinnigkeit , f. zu dem vorigen gebildet und noch von den schriftstellern des 18. jahrh. dem jüngeren scharfsinn fast vorgezogen: schar…