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Schakal

nhd. bis sprichw. · 8 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

Meyers
Anchors
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Eintrag · Meyers Konv.-Lex. (1905–09)

Schakal

Bd. 17, Sp. 683
Schakal (Thos, Goldwolf, Canis [Sacalius] aureus Briss.), Raubtier aus der Gattung Hund (Canis L.), 65–70 cm lang, mit 30 cm langem Schwanz und 45–50 cm hoch, im Habitus den Füchsen sich nähernd, ist schmutzig graugelb, auf dem Rücken dunkler, bisweilen auch schwarz gewellt oder dunkler gestreift, an den Seiten, Schenkeln und Läufen fahlrot, an der Kehle und am Bauch weißlichgelb; der buschige Schwanz ist dunkel, an der Spitze schwarz (s. Tafel »Raubtiere III«, Fig. 2). Der S. bewohnt West- und Nordwestasien, Nordafrika, Morea, die Türkei und einige Gegenden Dalmatiens. Er begibt sich gegen Abend auf seine Jagdzüge, zieht durch lautes Heulen andre seiner Art herbei und streift mit diesen umher. Er plündert die Hühnerhöfe mit der größten Mordgier, auch Obstgärten und Weinberge, raubt selbst Lämmer und Ziegen und folgt größern Raubtieren und Reisezügen, um zu stehlen und zu plündern. Dem Menschen wird er nicht gefährlich. In manchen Gegenden werden die Schakale förmlich zur Landplage. Das Weibchen wirft in einem verborgenen Lager 5–8 Junge und zieht nach zwei Monaten mit ihnen aus. Jung eingefangene Schakale werden sehr zahm, pflanzen sich auch fort und paaren sich mit Haushunden. An den Schädeln einzelner Schakale findet sich eine Knochenwucherung, das Schakalhorn, Narrik-Kombu der Singhalesen, das von diesen als Talisman getragen wird und dem Besitzer Erfüllung aller Wünsche verbürgt. Das Fell wird zu Decken und Vorlagen verarbeitet. In Nordindien und Nepal vertritt den gemeinen S. der Landjak (indischer Wolf, Bheria, C. pallipes Sykes), wohl nur eine Spielart des vorigen, in Inner- und Südafrika der sehr niedrige Schabrackenschakal (C. mesomelas Schreb.), mit seitlich scharf begrenzter schwarzer Färbung der Oberseite.
1759 Zeichen · 20 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Schākal

    Adelung (1793–1801) · +3 Parallelbelege

    Der Schākal , des -s, plur. die -s, der Nahme eines in den Morgenländern sehr gewöhnlichen Thieres, welches einem Fuchse…

  2. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    Schakal

    Goethe-Wörterbuch

    Schakal Pl -s Raubtier, wolfsähnlicher Wildhund; einmal ‘von S-s Geschlecht’ mBez auf den Fuchs Gleichniß vom angeschoss…

  3. 19./20. Jh.
    Konversationslex.
    Schakal

    Herder (Konv.-Lex., 1854–57) · +1 Parallelbeleg

    Schakal , Goldwolf (Canis aureus) , zur Gattung Hund gehöriges Raubthier, dem Wolfe gleichend, aber kleiner und mit kürz…

  4. Sprichwörter
    Schakal

    Wander (Sprichwörter)

    Schakal Wenn du einen Schakal spritzen siehst, so sage, der Windhund ist ihm auf den Fersen. ( Nordafrika. )

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit schakal

1 Bildungen · 1 Erstglied · 0 Zweitglied · 0 Ableitungen

Zerlegung von schakal 2 Komponenten

scha+kal

schakal setzt sich aus 2 eigenständigen Lemmata zusammen. Die Klammerung zeigt die Hierarchie der Komposition; Klick auf einen Bestandteil öffnet seine Etymologie.

schakal‑ als Erstglied (1 von 1)

Schakalpelz

GWB

schakal·pelz

Schakalpelz eigenh ‘Jakal-Pelz’ T7,329 An Serenissimum den Schakal-Pelz zurück T7,251,4 v 22.11.20 Sofia Frys S.F.

Zitieren als…
APA
Cotta, M. (2026). „schakal". In lautwandel.de — Aggregat aus 53 historischen deutschen Wörterbüchern. Abgerufen am 18. May 2026, von https://lautwandel.de/lemma/schakal/meyers
MLA
Cotta, Marcel. „schakal". lautwandel.de, 2026, https://lautwandel.de/lemma/schakal/meyers. Abgerufen 18. May 2026.
Chicago
Cotta, Marcel. „schakal". lautwandel.de. Zugegriffen 18. May 2026. https://lautwandel.de/lemma/schakal/meyers.
BibTeX
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