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Saufaus

nhd. bis sprichw. · 9 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

Pfeifer_etym
Anchors
9 in 9 Wb.
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Eintrag · Etym. Wb. des Deutschen (Pfeifer)

Saufaus

Saufaus

saufen Vb. ‘trinken’ (vom Vieh), ‘unmäßig trinken, Alkohol zu sich nehmen’ (derb), ahd. sūfan (9. Jh.), mhd. sūfen ‘schlürfen, trinken’, mnd. mnl. sūpen, nl. zuipen, aengl. sūpan, engl. to sup, anord. sūpa, schwed. supa (germ. *sūpan). Herkunft ungesichert. Das Verb kann mit den unter Suppe und seufzen (s. d.) genannten Formen sowie mit aind. sū́paḥ ‘Brühe, Suppe’ und aslaw. sъsati, russ. sosát’ (сосать) ‘saugen’ an eine mit Labial erweiterte (ie. *seub-, *sūb- bzw. *seup-, *sūp-) lautmalende Wurzel ie. *seu-, *seu̯ə-, *sū- ‘tropfen lassen, schlürfen, saugen’ angeschlossen werden (wozu auch mit Guttural erweitertes saugen, s. d.). Die alte Bedeutung ‘schlürfen’ (vgl. noch engl. to sup ‘schlürfen, in kleinen Schlucken trinken, nippen’) entwickelt sich im 16. Jh. zu ‘hastig und viel, maßlos trinken’ (besonders Alkohol). Als Intensivum abgeleitet supfen Vb. ‘schlürfend trinken’ (15. Jh.), süpfeln Vb. (16. Jh.). Säufer m. ‘wer sich (regelmäßig) betrinkt’ (16. Jh.). Sauferei f. ‘Trinkgelage’ (15. Jh.). Saufaus m. ‘Trunkenbold’, imperativischer Satzname (Hans Sauffauß, 1595), nd. Sūpūt. besaufen Vb. (reflexiv) ‘sich betrinken’, dazu besoffen Part.adj. ‘betrunken’ (16. Jh.). versaufen Vb. ‘versinken, ertrinken’, mhd. versūfen; dagegen ahd. firsūfan ‘(gierig) hinunterschlürfen’ (8. Jh.); dann ‘mit Trinken durchbringen’ (15. Jh.), dazu versoffen Part.adj. ‘durch Saufen heruntergekommen, dem Alkohol ergeben’ (16. Jh.). ersaufen Vb. ‘in der Flut umkommen, ertrinken’ (16. Jh.); vgl. mhd. ersoffen ‘betrunken’, ahd. irsūfan ‘(gierig) hinunterschlürfen’ (8. Jh.). Dazu im 16. Jh. das umgelautete Kausativum ersäufen Vb. ‘versenken, ertränken’, mhd. ersoufen; dafür ahd. bisoufen (um 800). Suff m. (mit der Nebenform Soff, s. Gesöff) ‘Trunksucht, Alkoholrausch, Betrunkenheit’ (17. Jh.). süffig Adj. ‘angenehm, leicht zu trinken, wohlschmeckend’ (19. Jh.), älter ‘trunkliebend, dem Trinken ergeben’ (16. Jh.). süffeln Vb. ‘mit Genuß trinken’ (19. Jh.).
1962 Zeichen · 97 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Saufaus

    Adelung (1793–1801) · +3 Parallelbelege

    Der Saufaus , subst. indecl. plur. die -e, in den niedrigen Sprecharten, ein Mensch, der dem Trunke auf eine ausschweife…

  2. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    Saufaus

    Goethe-Wörterbuch

    Saufaus Säufer; als sprechender Figurenname im satirischen Namenkatalog von ‘Hanswursts Hochzeit’ 38,445,36 HanswHochzei…

  3. modern
    Dialekt
    Saufaus

    Bayerisches Wörterbuch · +2 Parallelbelege

    Saufaus Band 1, Spalte 1,780

  4. Sprichwörter
    Saufaus

    Wander (Sprichwörter)

    Saufaus 1. Du liederlicher Saufaus, heute bleib' mir aus dem Haus. – Eiselein, 541. 2. Er ist e Saufaus. – Hochdeutsch b…

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit saufaus

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Zerlegung von saufaus 2 Komponenten

sauf+aus

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Cotta, M. (2026). „saufaus". In lautwandel.de — Aggregat aus 53 historischen deutschen Wörterbüchern. Abgerufen am 14. May 2026, von https://lautwandel.de/lemma/saufaus/pfeifer_etym
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Cotta, Marcel. „saufaus". lautwandel.de, 2026, https://lautwandel.de/lemma/saufaus/pfeifer_etym. Abgerufen 14. May 2026.
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Cotta, Marcel. „saufaus". lautwandel.de. Zugegriffen 14. May 2026. https://lautwandel.de/lemma/saufaus/pfeifer_etym.
BibTeX
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