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Sappe

mhd. bis Dial. · 11 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

Meyers
Anchors
16 in 11 Wb.
Sprachstufen
5 von 16
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24
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16

Eintrag · Meyers Konv.-Lex. (1905–09)

Sappe

Bd. 17, Sp. 599
Sappe (frz. sape), früher übliche Bezeichnung der jetzt allgemein Laufgräben (s. d.) und Annäherungs-, bez. Verbindungswege genannten Gräben, mit denen man beim förmlichen Angriff auf eine Festung (s. Festungskrieg, S. 483) das vom feindlichen Feuer beherrschte Gelände durchschreitet. Die einfachste Arbeit, Eingraben nebeneinander aufgestellter Leute und Auswerfen der Erde feindwärts, nannte man flüchtige Erdsappe (eigentliche Sappe, Fig. 1), wenn sie behufs schnellerer Erreichung von Deckung mit Ausstellung von mit Erde gefüllten Sappenkörben (Fig. 3, 0,8 m hoch, 0,6 m Durchmesser) erfolgte, flüchtige Korbsappe (Fig. 2). Auf die Möglichkeit, Arbeiter ungedeckt anzustellen, wird bei der modernen Feuerwirkung nicht mehr zu rechnen sein, dann muß man mit der Erdwalze (früher völlige S.) vorgehen, wozu die Mannschaften, meist zu vier Mann, eingeteilt werden, von denen die beiden vordersten, wohl auch unter dem Schutze eines aus Flechtwerk gefertigten, mit langen Halten dirigierten Wälzkorbes, sich knieend im Spitzenlager c eingraben und die Erde vor- und seitwärts zur Spitzen- (a) und Seitendeckung (b) aufwerfen, während die folgenden den schmalen Graben zum Erweiterungslager d verbreitern und vertiefen und die Brustwehr als Seitendeckung erhöhen. Man unterscheidet dabei die einfache (Fig. 4, Ansicht von oben) und die doppelte Erdwalze (Fig. 5), bei der man in zwei Reihen nebeneinander arbeitet und nach beiden Seiten Deckung gewinnt. Beim geradlinigen Vorgehen gegen feindliche Werke führt man die Erdwalze, um stets Deckung zu behalten, als Deckwehrgraben (Fig. 6, früher Traversensappe genannt), früher auch als Würfelsappe (Stehenlassen von Erdwürfeln als Deckung). Eindeckungen können, wenn Zeit und Material vorhanden ist, zum Schutz gegen Steilfeuer eingebaut werden (früher bedeckte S. genannt). Dies geschieht dort, wo an geeigneten Stellen in besonders an den Laufgraben angehängten kleinen Deckungsgräben Latrinen, Verbandräume und Meldestellen angebracht sind. Vgl. »Feldbefestigungsvorschrift« (Berl. 1906, Entwurf); Stavenhagen, Die Feldbefestigung (das. 1907).
2100 Zeichen · 25 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

Pro Sprachstufe der prominenteste Beleg. Klick auf eine Form öffnet das Wörterbuch.

  1. 1050–1350
    Mittelhochdeutsch
    SAPPEswv.

    Mhd. Wb. (Benecke/Müller/Zarncke)

    SAPPE swv. 1. gehe plump u. schwerfällig einher. Schmeller 3,275. Schambach wörterb. der niederdeutschen mundart 179. dâ…

  2. 1200–1600
    Mittelniederdeutsch
    sappeM.

    Köbler Mnd. Wörterbuch · +5 Parallelbelege

    sappe , M. nhd. Taucher ÜG.: lat. mergulus Hw.: s. sappeke E.: vgl. nhd. Sappe?, Sb., Unterminierung; s. frz. sape, Sb.,…

  3. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Sappe

    Adelung (1793–1801) · +4 Parallelbelege

    Die Sappe , plur. die -n, zunächst aus dem Franz. Sappe, im Kriegswesen, ein in und durch die Erde gegrabener Weg, um du…

  4. 19./20. Jh.
    Konversationslex.
    Sappe

    Herder (Konv.-Lex., 1854–57) · +1 Parallelbeleg

    Sappe (sapp), frz., Laufgraben, der im Bereich des feindlichen Kartätschen- u. Musketenfeuers aufgeführt wird, gedeckt d…

  5. modern
    Dialekt
    ²Sappef.

    Westfälisches Wb. · +1 Parallelbeleg

    ²Sappe f. der männl. Samen ( Lem Vo).

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit sappe

45 Bildungen · 45 Erstglied · 0 Zweitglied · 0 Ableitungen

sappe‑ als Erstglied (30 von 45)

sappeke

KöblerMnd

sap·peke

sappeke , M. nhd. kleiner Taucher E.: s. sappe (2), ke L.: MndHwb 3, 29 (sapke), Lü 316a (sapke)

sappeln

DWB

sappeln , verb. , s. sabbeln .

sappelnāt

WWB

sappel·nat

sappel-nāt Adj. patschnass. Ssappelnāte Hänne patschnasse Hände ( Alt Al).

sappeln I

RhWB

sappeln I = verschütten, leicht regnen s. sabbeln.

sappeln II

RhWB

sappeln II -ap- Bitb-Dudeld , Ess-Kupferdreh schw.: trinken, nippen, im Essen manschen, statt richtig zu essen. — Abl.: die Sappel(er)ei, da…

sap(p)el, tzap(p)el

LW

sap(p)el, tzap(p)el, (ê?) Kranz (v. natürlichen oder künstlichen Blumen oder Flitter), bes. als Hauptschmuck der Jungfrauen und bei Processi…

sappeol

MNWB

sappel (zappel , tzappel) , sāpel (tzapel) , sappêl (sappeyl , ° sappeol [Meckl. Ub. Nr. 12083]), ° seppel (Neoc. 1, 153), schappel, schāpel…

sapperlot

SHW

sapper-lot Band 5, Spalte 67-68

Sapperblȫ

Idiotikon

Sapperblȫ Band 5, Spalte 3 Sapperblȫ 5,3

sapperdibunnosch

PfWB

sapper-di-bunnosch Interj. : Fluch, Ausruf der Verwunderung, Sabberdibunnosch [ Kühn Hamet 130].

Sapperlimënt

Idiotikon

Sapperlimënt Band 7, Spalte 656 Sapperlimënt 7,656

sapperlot

Pfeifer_etym

sapper·lot

Sakrament n. von Christus eingesetzte Handlung, bei der den Gläubigen nach ihrer Überzeugung durch ein sichtbares Zeichen göttliche Gnade zu…

Sapperlot(t)

Idiotikon

Sapperlot(t) Band 7, Spalte 655 Sapperlot(t) 7,655

sapperlotig

Idiotikon

sapperlotig Band 7, Spalte 660 sapperlotig 7,660 o.

sapperlotnocheinmal

PfWB

sapperlot-nocheinmal Interj. : Fluch, sappeʳ - lottnochemol [ BZ-Dörrb ]; vgl. sackerdißnocheinmal .

Sapperludibeiⁿ

Idiotikon

Sapperludibeiⁿ Band 4, Spalte 1301 Sapperludibeiⁿ 4,1301

Sapperlänt

Idiotikon

Sapperlänt Band 7, Spalte 655 Sapperlänt 7,655

sapperment

Pfeifer_etym

sapper·ment

Sakrament n. von Christus eingesetzte Handlung, bei der den Gläubigen nach ihrer Überzeugung durch ein sichtbares Zeichen göttliche Gnade zu…

Zitieren als…
APA
Cotta, M. (2026). „sappe". In lautwandel.de — Aggregat aus 53 historischen deutschen Wörterbüchern. Abgerufen am 8. May 2026, von https://lautwandel.de/lemma/sappe/meyers
MLA
Cotta, Marcel. „sappe". lautwandel.de, 2026, https://lautwandel.de/lemma/sappe/meyers. Abgerufen 8. May 2026.
Chicago
Cotta, Marcel. „sappe". lautwandel.de. Zugegriffen 8. May 2026. https://lautwandel.de/lemma/sappe/meyers.
BibTeX
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