Hauptquelle · Grimm (DWB, 1854–1961)
roland m.
roland , m. 1 1) das wort, ursprünglich den berühmten helden des karolingischen sagenkreises bezeichnend, wird dann auch als gattungsname gebraucht von den colossalen steinernen oder hölzernen standbildern, wie sie auf den märkten vieler städte, besonders im westlichen Norddeutschland stehen, zur bezeichnung der städtischen freiheit und gerichtsbarkeit. es ist zusammengesetzt mit einem ahd. hruod, ruhm, das für sich nicht belegt ist, aber in zahlreichen eigennamen erscheint, s. Graff 4, 1153 . vgl. auch ags. hrêð und altn. hróðr in gleicher bedeutung. neben Roland begegnet auch Ruland: colossu…