Hauptquelle · Grimm (DWB, 1854–1961)
reuten verb.
reuten , verb. durch entfernung von baum- und strauchwerk urbar machen; oberdeutsche, in älterer sprache weit nach norden reichende bildung, die jetzt durch roden ( s. d., auch bezüglich der verwandtschaft ) verdrängt ist; mhd. riuten; es steht 1 1) absolut, in eigentlichem sinne: sîne kunst lêrt er ( ein alter mann ) in sâ: houwen, riuten, stocke tragen. Barlaam 150, 9 ; die da sollen leren die andern menschen, das seind geistliche leut, die sollent beten singen und lesen, gott loben, wan sie dürfen nit hacken und rüten noch schuch machen. Keisersberg emeis 9 a ; als Esopus in dem acker rütet…