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rändern

nhd. bis Dial. · 6 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

Pfeifer_etym
Anchors
6 in 6 Wb.
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Eintrag · Etym. Wb. des Deutschen (Pfeifer)

rändern

rändern

Rand m. ‘äußere Begrenzung einer Fläche, eines Gebietes, Gegenstandes, Grenzstreifen, Kante’, ahd. (9. Jh.), mhd. rant ‘Einfassung, Rand, Schildrand, Schild’, asächs. rand ‘Rand, Schildbuckel’, mnd. mnl. rant, nl. rand ‘Rand’, aengl. rand ‘Schild(rand)’, anord. rǫnd f. ‘Rand, Schild(rand)’, norw. schwed. rand ‘Rand, Saum, Kante’ (germ. *randa- m., *randō f.), verwandt mit (ablautend) norw. (mundartlich) rinde ‘Land-, Bergrücken, Bank’ und außergerm. vielleicht mit mir. rinde ‘Holzgefäß’. Da das n dieser Wörter wohl vor Dental aus m entstanden ist, sind auch aengl. rima ‘Rand, Grenze, Küste’, engl. rim ‘Rand’ und anord. rimi ‘Erdrücken’ vergleichbar. Damit ergibt sich ein Anschluß der Wortgruppe an die unter Rahmen (s. d.) dargestellte Wurzel ie. *rem(ə)- ‘ruhen, sich aufstützen, stützen’, und Rand wäre ursprünglich als ‘stützendes Gestell, Einfassung’ zu verstehen. Vgl. Redensarten wie den Rand halten ‘den Mund (die Lippen als Mundumrandung) halten’ (aus der Studentensprache, 19. Jh.), aus, außer Rand und Band ‘außer sich, ganz ausgelassen’ (offenbar aus der Böttchersprache), zu Rande kommen ‘zurechtkommen, fertig werden’, älter zu Rand und Land (‘Küste, Ufer’) kommen (16. Jh.), zu Rande bringen ‘schaffen, zu Ende bringen’, das versteht sich am Rande ‘ist selbstverständlich’ (18. Jh.). – rändern Vb. (18. Jh.), rändeln Vb. (18. Jh.) ‘mit einem Rand versehen, umranden’.
1390 Zeichen · 44 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Rändern

    Adelung (1793–1801) · +3 Parallelbelege

    Rändern , verb. reg. act. mit einem Rande versehen. Eine Pastete rändern. Geränderte Ducaten, welche mit einem besonders…

  2. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    rändern

    Goethe-Wörterbuch

    rändern s gerändert Rüdiger Nutt-Kofoth R.N.-K.

  3. modern
    Dialekt
    rändern

    Rheinisches Wb.

    rändern omrę·n.ərn Trier-Stdt schw.: omrännert Awen (Augen).

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit raendern

3 Bildungen · 0 Erstglied · 2 Zweitglied · 1 Ableitungen

Zerlegung von raendern 2 Komponenten

rand+ern

raendern setzt sich aus 2 eigenständigen Lemmata zusammen. Die Klammerung zeigt die Hierarchie der Komposition; Klick auf einen Bestandteil öffnet seine Etymologie.

raendern als Zweitglied (2 von 2)

Umrändern

Adelung

Umrändern , verb. regul. act. 1. Úmrändern, ich rändere um, umgerändert, umzurändern, anders rändern, mit einem andern Rande versehen. 2. Um…

Ableitungen von raendern (1 von 1)