Eintrag · Etymologisches Wb. des Ahd. (EWA)
quecka
(wohl 11. Jh., mfrk.): Bez. einer lebenskräftigen
Pflanze, vielleicht die ‚Gemeine Wegwarte ?;
intiba‘ (Cichorium intybus L.) 〈Var.: quecca〉.
Die Graphie -cc- für -kk-, -ck- kommt häufig
vor (vgl. Braune-Heidermanns 2018: § 143
Anm. 1). Die Doppelkonsonanz ist Ergebnis
der westgerm. Kons.gemination vor -w-. Das
Wort ist wohl vom Adj. quec (s. d.) abgeleitet. –
Bis zum Frühnhd. ist das Wort nur schwach be-
legt: mhd. quecke f. ‚Quecke‘, frühnhd. quecke
‚dss.‘, nhd. Quecke f. ‚Pflanze mit rundem
Stängel und unscheinbaren Blüten in kleinen
Ähren, deren unterirdische Ausläufer für ihre
weite Verbreitung sorgen‘ (Agriopyrum repens
P. B.), nhd. mdartl. sind Formen mit anl. k- und
sibiliertem zw- belegt (vgl. quer : Zwerchfell):
schweiz. chëggen f. ‚Quecke‘, bad. kecke f., äl-
ter auch zwecke f. ‚dss.‘, schwäb. kecke f. ‚dss.‘
und els. zwëck f. ‚dss.‘, lothr. zwecke f. ‚dss.‘,
rhein. zwecke f. ‚Vogelmiere‘, pfälz. zwecke f.
‚Quecke‘, schles. zwecke f. ‚dss.‘. Daneben
existiert im Rip. queche mit nichtgeminiertem
verschobenem -k- (vgl. I. Reiffenstein, DWEB
2 [1963], 319). Benennungsmotiv dieser Pflan-
ze ist ihre Lebenskraft und Unverwüstlichkeit.
Durch ihre Kriechwurzeln ist die Quecke ein
stark wucherndes und damit schwer ausrott-
bares Unkraut.