Eintrag · Etym. Wb. des Deutschen (Pfeifer)
Pudding m.
Pudding m.
Pudding m. ‘(im Wasserbad gekochtes) Gericht aus Mehl, Fleisch, Fisch oder Gemüse’, auch ‘eine Art Serviettenkloß’, dann ‘Kuchen, Süßspeise mit Früchten und Mandeln’, in neuerer Zeit vornehmlich ‘(kalt servierte) Mehlsüßspeise’, Übernahme (Ende 17. Jh.) von gleichbed. engl. pudding, auch ‘Wurst’ (vgl. black pudding ‘Blutwurst’); vorauf geht mengl. poding, puddyng ‘Wurst, Magen, Eingeweide’. Herleitung aus afrz. bodin ‘Wurst’ (frz. boudin ‘Blutwurst, Wulst’), das nach FEW 1, 420 ff. ein lautmalendes bod- ‘Aufgedunsenes, Wulstiges’ zur Grundlage hat, vgl. afrz. bodine ‘Nabel, Bauch’, frz. bedaine ‘Bauch, Wanst’, mfrz. frz. bouder ‘schmollen’ u. a., ist nicht gesichert. Zahlreiche frühe Varianten wie Püdding, Poding, Potting, Boding lassen auf mündliche Übernahme schließen. Die heute übliche Form tritt seit 1720 auf und bezeichnet zunächst einen in einem Leinentuch gekochten Mehlkloß.