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prlen

mhd. bis Dial. · 6 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

WWB
Anchors
6 in 6 Wb.
Sprachstufen
4 von 16
Verweise rein
4
Verweise raus
3

Eintrag · Westfälisches Wb.

prlen V.

Bd. 4, Sp. 677
pralen V. [verstr. (bes. südl.)] 1.1. prahlen, protzen, großsprecherisch reden [Kr. AhausAhs SWestf Kr. BürenBür Kr. WarburgWbg Wal, sonst verstr.], zu seinen eigenen Gunsten erzählen (Kr. MeschedeMes Kr. Meschede@FinnentropFi), flunkern (die krfr. Städte Dortmund, Castrop-Rauxel u. LünenDor die krfr. Städte Dortmund, Castrop-Rauxel u. Lünen@WellinghofenWl). He praohlt gähn (Kr. SteinfurtStf Kr. Steinfurt@HolthausenHh). — Ra.: Prol’n es muin Handwerk un Dickedäon es muin Gemoöde Charakteristik von einem Prahlhans (Kr. HerfordHfd Kr. Herford@GohfeldGo). — Sprichw.: Prohl vej nit mehr, sej vej aarme Luie einer, der nichts hat und prahlt, ist arm (Kr. ArnsbergArn Kr. Arnsberg@HagenHg || mehrf.). Proahl di wuott, dann hiäst de wuott! (Kr. LippstadtLst Kr. Lippstadt@DrewerDr). Prōln es kāin Gelt, und Dreïte es kāine Bueter (Kr. IserlohnIsl Kr. Iserlohn@DeilinghofenDh || mehrf.). Praohlen un de Bucks vullmaken kann ’m in’t Sitten dohn in beiden Fällen wird keine Anstrengung geleistet, zu Angebern gesagt (Kr. SteinfurtStf Kr. Steinfurt@KatenhornKa || mehrf.). — 1.2. loben [Kr. LübbeckeLüb Hfd]. — Sprichw.: Wer frien well, wett schlecht makt; wer däate es, wett präahlt (Kr. LübbeckeLüb Kr. Lübbecke@GehlenbeckGb). — 2.1. reden, sprechen; erzählen. Dat Blage kann all ganz guet prohlen (Kr. Altena u. die krfr. Stadt LüdenscheidAlt Kr. Altena u. die krfr. Stadt Lüdenscheid@WiblingwerdeWw). Nu praole man nich so helle, eck verståe di ōk so! (Kr. MindenMin Kr. Minden@HahlenHa). — 2.2. plaudern, sich gemütlich unterhalten. — Sprichw.: Me kann egger te vïel prln äs te vïel iäten (Kr. IserlohnIsl Ha).
1073 Zeichen · 34 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 1050–1350
    Mittelhochdeutsch
    prâlenstn.

    Mhd. Wb. (Benecke/Müller/Zarncke) · +1 Parallelbeleg

    prâlen stn. prahlerei, jactantia. si hubin eines krigis zorn in einer mul, wer dâ sîn korn zum êrsten solde malin. der z…

  2. 1200–1600
    Mittelniederdeutsch
    pralen

    Mnd. Handwb. (Lübben/Walther) · +1 Parallelbeleg

    pralen, sw. v. prunken, stolzieren. prahlen, sich rühmen, laut sprechen.

  3. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    pralen

    Grimm (DWB, 1854–1961)

    pralen , s. prahlen .

  4. modern
    Dialekt
    prlenV.

    Westfälisches Wb.

    pralen V. [verstr. (bes. südl.)] 1.1. prahlen, protzen, großsprecherisch reden [ Ahs SWestf Bür Wbg Wal, sonst verstr.],…

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit pralen

2 Bildungen · 0 Erstglied · 1 Zweitglied · 1 Ableitungen

Zerlegung von pralen 2 Komponenten

pra+len

pralen setzt sich aus 2 eigenständigen Lemmata zusammen. Die Klammerung zeigt die Hierarchie der Komposition; Klick auf einen Bestandteil öffnet seine Etymologie.

pralen als Zweitglied (1 von 1)

vorprâlen

MNWB

vor·pralen

°vorprâlen , swv. , (Geld) prahlerisch verschwenden , verjubeln (SL).

Ableitungen von pralen (1 von 1)

beprlen

WWB

be-pralen V. prahlend hervorheben ( Dor Wl).