Eintrag · Etym. Wb. des Deutschen (Pfeifer)
Plempe
Plempe
plempern Vb. ‘(Zeit, Geld u. dgl.) unnütz vergeuden’, auch (landschaftlich) ‘plantschen, spritzen, müßig umhergehen, bummeln, hin und her schütteln, verspritzen’ (belegt seit 19. Jh., doch mundartlich gewiß erheblich älter), Intensivbildung zu (landschaftlich) plampen ‘(sich) hin und her bewegen, baumeln, müßig einhergehen, nachlässig arbeiten’ (16. Jh.). Dazu Plempe f. ‘etw. Baumelndes, besonders Säbel, Degen, Seitengewehr’ (17. Jh.), aber auch ‘(durch Schütteln) fades, dünnes Getränk’. Heute besonders verplempern Vb. ‘vergeuden, unnötig ausgeben, durch unvorsichtige Bewegung verschütten’ (16. Jh.), reflexiv ‘sich unüberlegt verlieben, sich in eine unpassende Verbindung einlassen’ (17. Jh.). Die Wortgruppe ist wohl bewegungsnachahmender Herkunft.